Schüler müssen beim Benutzen eines (Schul)busses eine Maske tragen. Doch wie viel hilft das, wenn sie dicht gedrängt stehen müssen? © Stefan Milk
Schule und Corona

Volle Schulbusse in Corona-Zeiten: Engpässe lassen sich laut VKU nicht vermeiden

Die Maskenpflicht im Klassenraum bewegt zurzeit viele. Doch wie steht es eigentlich um den Schulweg? Volle Busse lassen sich jedenfalls nicht vermeiden.

Die Schule geht wieder los und damit werden auch die Busse zu bestimmten Stoßzeiten wieder ordentlich gefüllt sein. Freilich muss man in den öffentlichen Verkehrsmitteln eine Maske tragen, aber wird es zu voll und kommt man sich zu nahe, schützt auch ein Stück Stoff nicht allzu sehr vor einer möglichen Ansteckung. Dass es in manchem Schulbus (zu) eng wird, wird sich zumindest anfangs nicht vermeiden lassen.

„Aktuell analysieren wir gemeinsam mit den Schulträgern, auf welchen Fahrten ein hohes Fahrgastaufkommen zu erwarten ist“, erklärte Inga Fransson, die Sprecherin der Verkehrsgesellschaft im Kreis Unna (VKU) in der vergangenen Woche. Die VKU werde versuchen, einige zusätzliche Busse zum Einsatz zu bringen.

„Da sich gerade der Schulbeginn dynamisch und agil gestaltet, sind dabei nicht alle Probleme sofort reibungslos zu lösen, Engpässe werden sich auch nicht vollends vermeiden lassen“, so Fransson.

Die VKU plane die verfügbaren Busse so, dass mögliche Härtefälle vermieden werden, aber: „Busse und Fahrpersonal stehen nur begrenzt zur Verfügung.“ Die VKU tauscht sich deshalb mit den Schulträgern aus, um die Schüler möglichst gut zu verteilen.

VKU kann nur stichprobenartig kontrollieren, ob Schüler eine Maske tragen

Umso wichtiger ist es da, dass die Schüler in den Bussen eine Maske tragen. Doch wie wird das eigentlich kontrolliert? „Unser Außendienst kontrolliert derzeit stichprobenartig die Einhaltung der Maskenpflicht“, so Fransson. Kinder, die keine Maske dabei haben oder denen die Maske kaputt gegangen ist, können im Notfall Ersatz vom Fahrer bekommen, was aber die absolute Ausnahme sein sollte.

Die VKU hat außerdem vor dem Lockdown Handzettel mit Verhaltensregeln über die Schulen verteilen lassen und bittet die Eltern, sich darum zu kümmern, dass ihre Kinder mit Maske an der Haltestelle erscheinen.

Die Verkehrsgesellschaft wird sich also jetzt erst einmal einen Überblick verschaffen. Vielleicht ist es ja auch so, dass sich mehr Schüler aufs Fahrrad schwingen oder zu Fuß gehen, um volle Busse zu vermeiden. Damit könne man laut Fransson aber nicht rechnen. „Wir müssen die nächsten Tage abwarten und dann noch einmal Resümee ziehen.“

Und vielleicht kommt noch Unterstützung von weiter oben: NRW-Verkehrsminister Hendrik Wüst (CDU) kündigte jedenfalls an, dass die Landesregierung mit dem Schulstart 1000 zusätzliche Schulbusse einsetzen will.

Über die Autorin
Jahrgang 1991. Vom Land in den Ruhrpott, an der TU Dortmund studiert, wohnt jetzt in Bochum. Hat zwei Katzen, liest lieber auf Papier als am Bildschirm. Zu 85 Prozent Vegetarierin, zu 100 Prozent schuhsüchtig.
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Claudia Pott
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