Insgesamt gab es sechs Programme im Zusammenhang mit den Corona-Hilfen. © picture alliance/dpa
Coronavirus im Kreis Unna

Über 100 Millionen Euro Corona-Hilfen im Kreis Unna ausgezahlt

Mit Hilfsprogrammen von Bund und Ländern sollten Unternehmen, Freiberufler und Selbstständige bei ihren Corona-Ausfällen unterstützt werden. Im Kreis Unna baten vor allem drei Branchen um Hilfe.

Monatelang waren Restaurants geschlossen. An Kultur war auch nicht zu denken. Aber auch viele Freiberufler litten enorm unter der Corona-Pandemie. Das Virus brachte vieles zum Stillstand. Die Corona-Hilfen des Bundes und des Landes NRW sollten dabei unterstützen, dass zumindest etwas Geld in die Kassen fließt.

Eine erste Bilanz des Regierungsbezirks Arnsberg verdeutlicht nun die Ausmaße der Wirtschaftshilfen. Dabei wurden alle vorhandenen Daten und Zahlen der sechs Programme Novemberhilfe, Dezemberhilfe, Überbrückungshilfen I bis III und Neustarthilfe zusammengefasst.

Knapp 31 Millionen Euro in Lünen ausgeschüttet

Für den gesamten Kreis Unna ergibt sich mit Stand vom 12. Oktober eine Auszahlungssumme von gerundet 107,7 Millionen Euro. Zum Vergleich: Im gesamten Regierungsbezirk liegt die Summe hierbei bei 1,04 Milliarden Euro.

Im Kreis Unna wurde in Lünen der größte Beitrag ausgeschüttet. Insgesamt 30,9 Millionen Euro erhielten alle Branchen zusammen. Mit 16,3 Millionen Euro fällt davon über die Hälfte der Gesamtsumme hier in den Bereich der Überbrückungshilfe III. Mit dieser Überbrückungshilfe werden Unternehmen, Soloselbständige und selbstständige Angehörige der Freien Berufe aller Branchen mit einem Jahresumsatz bis zu 750 Millionen Euro unterstützt.

Nach Lünen wurden in Unna (23,1 Millionen Euro) und in Bergkamen (17,7 Millionen Euro) die größten Summen im Kreis Unna ausgeschüttet.

Gastgewerbe bekommt die meisten Hilfen

Wenn man auf die einzelnen Branchen schaut, ergibt sich Folgendes: Das Gastgewerbe (30,8 Millionen Euro) und der Bereich „Handel, Instandsetzung und Reparatur von Kfz“ (29 Millionen Euro) ragen heraus. Danach folgt der Sektor Kunst, Unterhaltung und Erholung mit einer Unterstützung von insgesamt 17,4 Millionen Euro.

Auf den gesamten Regierungsbezirk bezogen sind im Wirtschaftszweig „Gastgewerbe“ bisher insgesamt 392,9 Millionen Euro ausgezahlt worden. Das entspricht 38 Prozent aller Auszahlungen. Die zweithöchste Auszahlungssumme ist mit 159,6 Millionen Euro in den Wirtschaftszweig „Kunst, Unterhaltung und Erholung“ gegangen. An dritter Stelle folgt der Wirtschaftszweig „Handel, Instandhaltung und Reparatur von Kfz“ mit einer Auszahlungssumme von 147,1 Millionen Euro.

Zudem teilt die Bezirksregierung mit, dass insgesamt 58.737 Anträge in den sechs Corona-Wirtschaftshilfeprogrammen eingegangen sind. 90,7 Prozent dieser Anträge haben den Status „Bewilligt bzw. ausgezahlt“. 0,5 Prozent der Anträge sind bis zum genannten Stichtag abgelehnt worden.

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Maximilian Konrad

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