Corona-Pandemie

Trotz niedriger Inzidenz im Kreis Unna: Ab Montag gelten neue Regeln

Eigentlich liegt der Kreis Unna deutlich unter dem Schwellenwert von 10. Trotzdem werden die Corona-Maßnahmen ab Montag (26. Juli) wieder angezogen. Das hat einen bestimmten Grund.
Auch in der Gastronomie wird es ab Montag neue Regelungen in NRW geben. © picture alliance/dpa/dpa-Zentralbild

Mit einer Inzidenz von 5,3 (Stand: 24. Juli) hat der Kreis Unna die niedrigste Inzidenz im Land Nordrhein-Westfalen. Seit Tagen vermeldet der Kreis kaum neue Corona-Fälle.

Dennoch müssen sich die Bürgerinnen und Bürger in den Städten und Gemeinden ab Montag (26. Juli) auf neue Regelungen einstellen. Der Grund: Der Inzidenzwert von NRW liegt seit mehreren Tagen über dem Schwellenwert von 10 – Stand vom 24. Juli: 16,8. Daher hat das Land wieder die Corona-Inzidenzstufe 1 erreicht, was neue Bestimmungen zur Folge hat.

Um folgende Änderungen handelt es sich:

  • Verschärfung der Maskenpflicht: In Einrichtungen wie Museen, Ausstellungen, Theatern, Kinos und Zoos sind medizinische Masken wieder verpflichtend – wie auch in Gottesdiensten. Auch müssen Masken wieder beim Friseur oder anderen körpernahen Dienstleistungen getragen werden. Draußen gilt dies in Warteschlangen und vor Verkaufsständen.
  • Maskenpflicht in der Gastronomie: In der Innengastronomie müssen Besucherinnen und Besucher wieder ihre Kontaktdaten hinterlassen, außerdem muss bis zum Sitzplatz eine Maske getragen werden. Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter müssen ebenfalls wieder eine medizinische Maske tragen und zweimal die Woche einen Testnachweis erbringen.
  • Keine großen Festveranstaltungen: Volksfeste, Dorffeste, Schützenfeste oder ähnliches dürfen nicht stattfinden. Frühestens ab 27. August könnten diese erlaubt sein, sollte die Landes-Inzidenzstufe 0 erreicht werden. Kirmessen und Jahrmärkte dürfen mit negativem Test, mit Impfschutz oder Genesungsnachweis stattfinden.
  • Private Treffen mit fünf Haushalten: Für Treffen von Personen aus maximal fünf Haushalten gibt es keine Einschränkungen. Ebenfalls möglich sind Treffen von bis zu 100 Personen aus beliebig vielen Haushalten, dann aber nur mit negativem Test, Impfschutz- oder Genesungsnachweis.
  • Kultur und Sport mit festem Sitzplatz: Für Veranstaltungen mit mehr als 500 und unter 5000 Personen braucht es wieder einen festen Sitzplan und einen Testnachweis (alternativ: Impfschutz- oder Genesungsnachweis). Bei Veranstaltungen mit weniger als 500 Menschen kann der Veranstalter entscheiden, ob ein Sitzplan gemacht wird oder alternativ ein Testnachweis oder ersatzweise Impfschutz- oder Genesungsnachweis erforderlich ist.
    Bei mehr als 5000 Personen ist ein Hygienekonzept mit Testnachweis (alternativ: Impfschutz- oder Genesungsnachweis) erforderlich.
  • Außerschulische Bildungsangebote: Hier müssen die Kontaktdaten erhoben werden. Außerdem besteht eine Maskenpflicht bis zum festen Sitzplatz. Ein Test ist nicht erforderlich.
  • Einschränkungen im Handel: Maximal ein Kunde pro zehn Quadratmeter sind im Geschäft zulässig. Weiterhin muss eine medizinische Maske getragen werden.

Unna am Abend

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