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Sturm im Kreis Unna: Alles Wichtige zu „Antonia“

Sturm „Antonia“ ist in der Nacht über den Kreis Unna gezogen. Wir haben für Sie den Tag über alles Wichtige in unserem Blog gesammelt. Wie „Antonia“ die Menschen im Kreis Unna am Montag noch beschäftigt hat, lesen Sie hier.
Dieses Foto zeigt die Ruhr im Bereich der Kuhbrücke in Fröndenberg am Montag um 9 Uhr. Sie ist randvoll. Das Sturmtief „Antonia“ hat viel Regen mitgebracht. © Marcus Land

Die Feuerwehr hat vor allem eine weitere arbeitsreiche Nacht hinter sich. Der Grund war Sturm „Antonia“, der von Sonntag auf Montag über den Kreis Unna zog.

17.19 Uhr. Sturmtag neigt sich dem Ende entgegen

Nun weht zwar noch ein starker Wind, aber von orkanartigen Böen kann man nicht mehr sprechen. Auch der Regen hat nachgelassen und das Regenradar weist nicht darauf hin, dass in den nächsten Stunden große Regenmassen zu erwarten sind. Natürlich behalten wir für Sie die Lage weiter im Blick. Sollten sich noch besondere Lagen ergeben, lesen Sie dies wie gewohnt auf hellwegeranzeiger.de. Der Blog wird an dieser Stelle aber nicht weitergeführt.

16.17: Mittleres Hochwasser in Fröndenberg erreicht

Der Pegel der Ruhr steigt kontinuierlich an. In Fröndenberg haben die Regengüsse dazu geführt, dass der Stand eines mittleren Hochwassers erreicht wurde. Aktuell liegt der Durchfluss bei 175 Kubikmeter pro Sekunde. Der Schwellwert zum mittleren Hochwasser liegt bei 173 Kubikmeter pro Sekunde.

14.54 Uhr: Feuerwehr noch nicht in Alarmbereitschaft

Die Fröndenberger Feuerwehr ist noch nicht in Alarmbereitschaft wegen eines möglichen Hochwassers. „Wir haben noch keine Hochwasserwarnung bekommen. Wir wissen noch von keinen Bächen, die voll sein sollen“, sagt Feuerwehr-Chef Jörg Sommer.

Der Dellwiger Bach am Montagmorgen: Gut gefüllt, aber längst nicht vor dem Überlaufen. Kleine Bäche können jedoch unverhofft schnell anschwellen. Fröndenbergs Feuerwehr hat sie genau im Blick. © Marcus Land

14.29 Uhr: Bahnverkehr normalisiert sich

Alle Bahnlinien, die rund um Fröndenberg verkehren, haben wieder ihren Betrieb aufgenommen. Vereinzelt kann es jedoch noch zu Zugausfällen kommen.

14.17 Uhr: „Jahreszeitlich übliche Hochwasserlage“

Der Durchfluss der Ruhr liegt auf Höhe von Fröndenberg aktuell bei 164 Kubikmeter pro Sekunde (Stand: 13.15 Uhr). Bei einem Durchfluss von 173 Kubikmetern pro Sekunde spricht von einem mittleren Hochwasser. Der Ruhrverband kündigt an: „An der unteren Ruhr ist im Tagesverlauf noch mit steigenden Abflüssen zu rechnen.“ Zudem teilen die Experten mit: „Es hat sich eine jahreszeitlich übliche Hochwasserlage eingestellt.“

12.35 Uhr: Kreis verschiebt Baumpflegearbeiten

Die Baumpflegearbeiten, die heute am Billmericher Weg in Fröndenberg durchgeführt werden sollten, hat der Kreis Unna verschoben. Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter seien stattdessen anderweitig unterwegs – natürlich wegen der Sturmschäden. Die Sperrung wurde wieder aufgehoben. Falls die Sturmschäden in dieser Woche zu bewältigen seien und nicht noch viel mehr dazu komme, dann könnten die Baumpflegemaßnahmen auch in dieser Woche wieder begonnen und vielleicht auch abgeschlossen werden. Das sei aber noch sehr unsicher.

12.01 Uhr: Kontrolle neuralgischer Punkte in Holzwickede

Die Feuerwehr und der Baubetriebshof Holzwickede bleiben angesichts der weiteren angekündigten Winde aufmerksam. Sie kontrollieren neuralgische Punkte in der Gemeinde.

11.42 Uhr: Fröndenbergs Wehr beendet Bereitschaft

Fröndenbergs Feuerwehr will die Bereitschaft um 12 Uhr beenden. Im Laufe des Vormittags gab es drei Einsätze. Die Straße Im Wiesengrund war kurzzeitig überflutet. Zudem lagen Äste auf der Schwerter Straße in Altendorf. „Sonst ist die Lage ruhig“, sagte Vize-Chef Dieter Blotenberg.

11.15 Uhr: 15 Einsätze für die Feuerwehr in Unna

Angesichts der Warnung vor weiteren Sturmböen ist die Feuerwehr Unna auf weitere Einsätze vorbereitet. In der Nacht war sie insgesamt 15 Mal ausgerückt.

11.06 Uhr: Wind wird wieder stärker

Ein Blick aufs Windradar zeigt, dass sich die Windgeschwindigkeiten in den nächsten Stunden wieder erhöhen werden. Von Südosten her zieht das Tempo an, die ersten kräftigen Böen dürften Fröndenberg und Holzwickede treffen. Projektionen zeigen Geschwindigkeiten von bis zu 90 Stundenkilometern ab 11.30 Uhr an. Das entspricht schwerem Sturm.

9.34 Uhr: Unna fast im Normalzustand

In Unna zeigt sich an vielen Stellen ein normales Bild. An der Kantstraße ist ein größerer Ast aus einem Baum herausgebrochen, an der Iserlohner Straße ein Verkehrsschild umgeknickt. Ob der Sturm die Ursache dafür war, ist aber unklar.

In Unna gab es offenbar keine großen Schäden. Ob dieses umgeknickte Verkehrsschild an der Iserlohner Straße eines der Zeugnisse der stürmischen Nacht ist, ist nicht klar. © Marcus Land

9.28 Uhr: In Holzwickede trifft Baum ein Auto

In Holzwickede gab es in der Nacht laut Feuerwehr vier Einsätze. In drei Fällen mussten Bäume von der Fahrbahn geräumt werden – unter anderem auf der Sölder Straße und auf der Schäferkampstraße. Glücklicherweise glimpflich endete der Umsturz eines Baumes an der Arndtstraße. Dieser traf einen dort parkenden Ford, der allerdings nicht stark beschädigt wurde. Die Feuerwehr arbeitete alle Einsätze zügig ab und zersägte die umgestürzten Bäume.

Die mächtige Mauer an der Arndtstraße in Holzwickede verhinderte, dass der dahinter stehende Baum mit voller Wucht auf einen parkenden Ford stürzte. © Carlo Czichowski

9.13 Uhr: Straße gesperrt, aber nicht wegen des Sturms

Der Billmericher Weg in Fröndenberg ist laut Feuerwehr nicht wegen eines Sturmeinsatzes, sondern wegen Baumschnittarbeiten vom Kreis Unna gesperrt worden.

Der Billmericher Weg in Fröndenberg ist gesperrt. © Marcus Land

8.46 Uhr: Ruhr schwillt weiter an

Der Wasserstand der Ruhr in Fröndenberg steigt weiter an – trotz der jetzt vom Himmel strahlenden Sonne. Der Pegel in Langschede zeigte um 7 Uhr 1,65 Meter, die Durchflussgeschwindigkeit lag bei 159 Kubikmeter pro Sekunde. Wie sich der Wasserstand weiter entwickelt hängt entscheidend von den Gebieten ruhraufwärts ab. Dazu gibt es dieses Hintergrundstück:

7.51 Uhr: Feuerwehr Fröndenberg räumt Straßen

Die Feuerwehr in Fröndenberg fuhr bislang drei Einsätze: an der Schwerter Straße im Stadtteil Altendorf und etwas weiter westlich, schon auf Holzwickeder Gemeindegebiet, waren zwei Bäume umgestürzt. Außerdem lief im Wiesengrund ein Gully voll. Erste Alarmierung war bereits um 1 Uhr, zwei Einsätze fuhr man am Morgen nach 6 Uhr. Augenblicklich ist Ruhe eingekehrt.

7.01 Uhr: Neben dem Wind machen nasse Böden Probleme

Nicht nur „Antonias“ Sturmböen machen Probleme. Weil die Böden von den ergiebigen Niederschlägen der vergangenen Tage durchnässt sind, können Bäume, aber auch Verkehrsschilder, auch ohne große Winde umstürzen. Wer unterwegs ist, sollte damit rechnen. Zudem hängen zum Teil noch lose Äste in den Bäumen, die auf Straßen und Wege fallen könnten.

6.45 Uhr: Windgeschwindigkeit lässt vorübergehend nach

Der Sturm „Antonia“ macht am Morgen eine kleine Atempause. Von der Wetterstation in Unna wurden um 6 Uhr für den Zeitraum seit 5 Uhr mittlere Windgeschwindigkeiten von 30 km/h gemeldet sowie Böen von bis zu 63 km/h. An der Station in Fröndenberg-Hohenheide lag die mittlere Windgeschwindigkeit bei 26 km/h, Böen erreichten bis zu 74 km/h. Wetterexperten gehen aber davon aus, dass der Wind zum Vormittag wieder auffrischt.

6.38 Uhr: Noch keine Staus auf den Autobahnen

Die Autobahnen in der Region sind derzeit noch frei. Staus gibt es vor allem im Rheinland sowie in Bottrop auf der A2 und der A31.

6.33 Uhr: Einsätze in Kamen und Bergkamen

Die Feuerwehren in Kamen und Bergkamen hatten bereits in der Nacht mehrere sturmbedingte Einsätze. Stephanie Tatenhorst zieht eine erste Bilanz:

6.25 Uhr: Einschränkungen im Bahnverkehr

Wer mit dem Zug zur Arbeit fährt, muss nur vereinzelt mit Verspätungen oder Ausfällen rechnen. Am Bahnhof Kamen fällt der RE1 um 6.31 Uhr nach Hamm aus. Keinen Bahnverkehr gibt es derzeit auf der Linie der RB 59 zwischen Dortmund und Soest mit Halt in Unna und Holzwickede. Auch der RE 57, der Dortmund mit Winterberg verbindet und auch in Fröndenberg Halt macht, fährt nicht wie gewohnt. Grund dafür sind Arbeiten an einer beschädigten Oberleitung am Signal-Iduna-Park in Dortmund.

6.15 Uhr: Wasserstand der Ruhr in Fröndenberg steigt

Die großen Wassermengen, die „Antonia“ bereits seit Sonntagabend mit sich gebracht hat, haben die Ruhr anschwellen lassen. An der Messstation in Fröndenberg wurde um 4.30 Uhr ein Wasserstand von 1,56 Meter gemessen. Die Durchflussgeschwindigkeit lag bei 147 Kubikmetern pro Sekunde. Die Norm für ein mittleres Hochwasser liegt bei 172 Kubikmetern pro Sekunde.

6.05 Uhr: Autofahrer aufgepasst – „Antonia“ ist kälter und nässer

„Antonia“ reiht sich nicht einfach ein in die Reihe der Stürme der vergangenen Tage. Die Kaltfront sorgt dafür, dass die Temperaturen deutlich gefallen sind. In exponierten Lagen ist sogar Glätte möglich. Zudem bringt das neue Sturmtief viel Regen mit sich, der auch als Starkregen fallen kann.

5.59 Uhr: Unna meldet die stärkste Böe in ganz NRW

Nicht der Kahle Asten oder andere hoch gelegene Gebiete haben in der Sturmnacht zum Montag die schnellsten Böen in NRW gemeldet, sondern Unna. Mit 139 Stundenkilometern erreichte die heftigste Böe Orkanstärke. Gemessen wurde sie an der Wetterstation bei den Stadtwerken zwischen 0 und 1 Uhr, als ein heftiges Gewitter über Unna hinweg zog.

Hier können Sie alles Wichtige rund um Antonias Vorgänger „Zeynep“ nachlesen:

Hier geht es zur Bildergalerie von Sturm „Zeynep“ im Kreis Unna:

Fotostrecke

Sturm „Zeynep“ im Kreis Unna am Freitag, 18. Februar 2022

Unna am Abend

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