© Grafik: Martin Klose
Lebensqualität

Stadtteilcheck: Wo es im Kreis Unna besonders lebenswert ist

Im großen Stadtteilcheck haben die Unnaer, Kamener, Bergkamener, Fröndenberger und Holzwickeder die Lebensqualität ihres Ortsteils bewertet. Alle Ergebnisse auf einen Blick.

Was viele Einheimische allen Unkenrufen zum Trotz schon immer wussten, ist nun belegt: Im Kreis Unna lässt es sich richtig gut leben. Das ist das Ergebnis des großen Stadtteilchecks unserer Redaktion. Insgesamt haben 1223 Einwohnerinnen und Einwohner aus Unna, Kamen, Bergkamen, Fröndenberg und Holzwickede ihren Stadtteil in 17 Kategorien bewertet.

Auf einer Skala von 1 bis 10 haben sie eingeschätzt, für wie familienfreundlich sie ihren Wohnort halten, wie sie die Nahversorgung sehen, die Sportmöglichkeiten, die Nahversorgung, die Angebote für Seniorinnen und Senioren, die Verkehrsbelastung und einiges andere mehr.

Wie schneidet Ihr Stadtteil im Stadtteilcheck ab? Schauen Sie auf unserer Karte nach – und vergleichen Sie ihn mit anderen Ortsteilen, in denen zum Beispiel Ihre Eltern oder Freunde leben:

Insgesamt zeigt die große Befragung: Die meisten Unnaer, Kamener, Bergkamener, Fröndenberger und Holzwickeder finden, dass sie in einer lebenswerten Stadt bzw. Gemeinde wohnen. In punkto Lebensqualität erreichen alle fünf Kommunen zusammen einen Schnitt von 8 Punkten (von 10 möglichen Punkten).

An dieser Stelle beantworten wir die wichtigsten Fragen zum Stadtteilcheck und seinen Ergebnissen.

Welche Stadtteile schneiden in der Befragung am besten ab?

Gleich zehn Stadtteile kommen bei der Lebensqualität auf 9 von 10 Punkten: Rünthe, Overberge, Methler, Heeren-Werve, Mühlhausen/Uelzen, Hemmerde, Billmerich/Kessebüren, Hengsen, Opherdicke und die Dörfer im Fröndenberger Osten. Es sind fast ausschließlich die eher dörflich geprägten Ortsteile, während die Ortsmitte im Schnitt etwas schlechter abschneidet. Es hat aber kein Ortsteil weniger als 7 Punkte bei der Lebensqualität bekommen.

Wo gibt es den meisten Verbesserungsbedarf?

Die mit Abstand schlechteste Note vergeben die Befragten bei der Frage nach dem Angebot für Jugendliche. Die Jugendangebote werden fast im gesamten Verbreitungsgebiet unserer Redaktion schlecht bewertet – im Durchschnitt mit nur 4 Punkten. Massen schneidet mit 3 Punkten besonders schlecht ab, während Frömern mit 7 Punkten vorne liegt.

Das Verbreitungsgebiet unserer Redaktion hat 36 Stadtteile. In den Ergebnissen tauchen nur 25 auf. Warum?
Natürlich sind alle Antworten in die Auswertung eingeflossen. Da, wo es geografisch Sinn ergibt, haben wir einige Stadtteile zu Gruppen zusammengefasst, um aus einem eher dünn besiedelten Ortsteil nicht zu wenige Antworten zu erhalten. So haben wir insbesondere in Fröndenberg (4 statt 14 Stadtteile) die statistische Aussagekraft erhöht. In Holzwickede sind wir den umgekehrten Weg gegangen. Der Norden ist offiziell kein eigener Ortsteil, doch wir haben den Bereich nördlich der Bahnlinie ob seiner Größe und Besonderheiten bewusst gesondert betrachtet.

Können wir aus dem Stadtteilcheck überhaupt Aussagen über die Meinung aller Einwohner machen? Immerhin wohnen in den fünf Städten und Gemeinden rund 200.000 Menschen.

Dazu haben wir einen Statistik-Experten befragt: Bernd Weber, Geschäftsführer der Medienagentur mct aus Dortmund. Er findet es zunächst einmal „toll, dass so viele ihre Meinung gesagt haben“. Natürlich müsse man sich bewusst machen, dass die Befragung keinen offiziellen Charakter habe und gibt zu bedenken: „Es konnte jeder selbst entscheiden, ob er die Fragen beantwortet oder nicht. Haben jetzt vor allem die Begeisterten geantwortet oder die Nörgler? Das wissen wir nicht.“ Aber auf der anderen Seite sagt er auch: „Der Stadtteilcheck ist ein Stimmungsbild, das zu Diskussionen über gute Seiten und kritische Punkte anregen soll – und die Aufgabe erfüllt er.“

Wie und wo werten wir die Daten aus?

Neben den nackten Zahlen wird unsere Redaktion in den nächsten Wochen ausführliche Analysen für alle betrachteten Stadtteile veröffentlichen. Zu finden sind die Stadtteil-Analysen auf unserer großen Stadtteilcheck-Übersichtsseite.

Über den Autor
Chef vom Dienst
Jahrgang 1982. Aufgewachsen im Münsterland. Nach dem Politik-Studium in Münster über Dortmund ins schöne Holzwickede. Verheiratet, Familienvater. Seit 2000 Journalist, seit 2010 beim Hellweger. Mag das Ruhrgebiet, Currywurst und gut gemachte Nachrichten – digital und gedruckt.
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Kevin Kohues

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