Polizeikontrollen

Rekord-Raser fährt doppelt so schnell wie erlaubt

Abgelenkt mit dem Handy oder zu schnell: Einigen Autofahrern im Kreis Unna hat die Polizei Denkzettel verpasst. Den traurigen Rekord hält ein Fahrer, der fast doppelt so schnell unterwegs war wie erlaubt
Die Polizei (Symbolbild) hat im Kreis Unna eine Schwerpunktkontrolle durchgeführt. Zahlreiche Fahrer wurden erwischt: zu schnell oder mit Handy am Steuer. © picture alliance / dpa

Mit 93 Stundenkilometern wurde am Mittwoch ein Auto geblitzt, für dessen Fahrer es nun wohl teuer werden dürfte: Wo er raste, waren nur 50 km/h erlaubt.

Dieser traurige Tagessieger war einer von vielen Autofahrern, die am Mittwoch (27. Januar) bei einem Schwerpunkt-Kontrolleinsatz im Kreis Unna aufgefallen sind. Die Polizisten wollen mit solchen Einsätzen gegen die wichtigsten Unfallursachen vorgehen: Ablenkung und zu hohe Geschwindigkeit.

Dutzende Tempoverstöße

Im Einsatz waren Beamte aus allen vier Wachbereichen. Die Kreispolizeibehörde Unna hat Wachen in Unna, Kamen, Schwerte und Werne. Die Bilanz des Schwerpunkteinsatzes: Wegen überhöhter Geschwindigkeit muss in 66 Fällen ein Verwarnungsgeld bezahlt werden, sechs Mal gab es eine Ordnungswidrigkeitenanzeige. Wo genau der tagesschnellste Raser mit seinen 93 „Sachen“ ertappt wurde, konnte die Polizei am Donnerstag nicht mehr mitteilen.

Drei Fahrer hatten während der Kontrolle am Steuer das Handy in der Hand. Auch dies gilt als Ordnungswidrigkeit. Sonstige Verstöße führten zu weiteren 29 Verwarngeldern.

Rasen und Handynutzung gefährden Menschenleben

„Nach wie vor ist überhöhte oder nicht angepasste Geschwindigkeit die Unfallursache Nummer 1 bei tödlichen Verkehrsunfällen“, sagte Polizeisprecher Bernd Pentrop. „Die Teilnahme am Straßenverkehr erfordert eine hohe Konzentration und Aufmerksamkeit. Ablenkungen am Steuer durch das Smartphone oder andere Multimediageräte führt dazu, dass man sich und das Leben anderer gefährdet.“

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