Nika Schleking (14) besucht die 8. Klasse am Pestalozzi-Gymnasium in Unna.
Nika Schleking (14) besucht die 8. Klasse am Pestalozzi-Gymnasium in Unna. © Kevin Kohues
Schüler vor den Ferien

Nika (14): „Schule ohne Masken ist viel einfacher“

Endlich Sommerferien: An diesem Freitag (24. Juni) endet das dritte Schuljahr, das von der Corona-Pandemie geprägt wurde. Schüler blicken mit Vorfreude auf die Ferien und Sorge auf den Herbst.

Maskenpflicht, Testen, Distanzunterricht, wenig bis gar keine persönlichen Kontakte: Je nach Pandemielage waren die Einschränkungen für Schülerinnen und Schüler seit dem Frühjahr 2020 heftig. Jetzt, im Sommer 2022, sind sie alle weg – fürs Erste jedenfalls, die Pandemie ist ja nicht vorbei. Eine Schülerin, vier Schüler und ein Lehrer haben im Gespräch mit unserer Redaktion einen Blick zurück und nach vorn geworfen. Das haben sie gesagt…

  • … zur Maskenpflicht: „Sehr lange galt die Maskenpflicht in der Schule und zum Glück hat es sich jetzt gelockert und wir dürfen die Maske freiwillig tragen. Als man die Maske noch tragen musste, war es bei Klassenarbeiten sehr anstrengend und auch im Sportunterricht nicht einfach“, sagt Nika (14). Sie besucht die 8. Klasse am Pestalozzi-Gymnasium in Unna.
  • … zum Testen: „Das Testen hat viel Zeit in Anspruch genommen. Nun gibt es keine Testpflicht mehr und wir haben viel mehr im Unterricht geschafft und auch gelernt. Doch dadurch, dass viele Lehrer oder auch Schüler sich mit dem Virus infiziert haben, gab es oft Lehrermangel und der Unterricht konnte nicht immer wie geplant laufen“, so Achtklässlerin Nika.
  • … zu positiven Begleiterscheinungen der Pandemie: Anfangs waren weder die Schulen noch die Schüler auf rein digitalen Unterricht eingestellt. Mittlerweile laufe es aber gut, sagt Dieter Strate, Lehrer am Werkstatt-Berufskolleg in Unna. „Unsere alten Schiefertafeln aus der Kreidezeit wurden alle entsorgt.“ Digitale Tafeln, Laptops und Tablets hielten Einzug. „Corona hat diese Entwicklung beschleunigt, aber trotzdem haben wir auch gesehen, wie wichtig persönliche Nähe und Kommunikation sind.“
  • … zu den Ferien: Endlich wieder Urlaub machen ohne Einschränkungen – die Vorfreude ist riesig. „Ich fahre ans Meer und freue mich auch, endlich wieder zur Gamescom (weltgrößte Messe für Videospiele; Anm. d. Red.) nach Köln fahren zu können“, sagt Werkstatt-Berufsschüler Jonas (23) aus Fröndenberg.
  • … zu möglichen neuen Einschränkungen im Herbst: Manch ein Schüler ist nach der langen Pandemiezeit desillusioniert. „Im Sommer heißt es: Macht, was ihr wollt. Im Herbst heißt es: Geht wieder nach Hause. Es ist ein sich wiederholender Prozess“, erklärt Ian (19) aus Unna. Die Hoffnung ist freilich eine andere, „da der Unterricht ohne Maskenpflicht viel einfacher ist und wir auch viel mehr Zeit haben“, wie Nika sagt. Nur zu gut erinnert sich die 14-Jährige an die Lockdowns, in denen sie ihre Freunde so gut wie nie gesehen hat. „Wir haben uns mal auf Abstand getroffen, doch das hat sich auch komisch angefühlt. Deswegen bin ich jetzt umso froher mich normal mit ihnen zu treffen und viele Abenteuer mit ihnen zu erleben.“
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Redaktionsleiter
Jahrgang 1982. Aufgewachsen im Münsterland. Nach dem Politik-Studium in Münster über Dortmund ins schöne Holzwickede. Verheiratet, Familienvater. Seit über 20 Jahren Journalist, seit über zehn Jahren beim Hellweger. Mag das Ruhrgebiet, Currywurst und gut gemachte Nachrichten – digital und gedruckt.
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