Familien und Bildung

Lesepaten wollen Kindern im Kreis Unna den Griff zur Zeitung ermöglichen

Ein echtes Erfolgsprojekt geht in eine neue Runde. Unter dem Motto „Lesen darf kein Luxus sein“ wollen Lesepaten Kindern und Jugendlichen den Griff zum Hellweger Anzeiger ermöglichen.
Kindern macht es Spaß, in Zeitungen zu blättern. In der Schule ist das aber nicht regelmäßig möglich. Die Initiative „Lesen darf kein Luxus sein“ will Kindern den Zugang zum Hellweger Anzeiger in ihren Familien ermöglichen. © picture alliance / dpa

Bildung ist der Schlüssel für mehr Chancengleichheit, sie ebnet Kindern und Jugendlichen den Weg in eine erfolgreiche Zukunft. Dass das Lesen einer Zeitung dabei eine wichtige Rolle spielt, ist bekannt. Das gilt übrigens für das gedruckte Exemplar ebenso wie für die gründlich recherchierten Texte im Internetauftritt.

Die Bürgerstiftung Unna und der Hellweger Anzeiger tragen mit der Initiative „Lesen darf kein Luxus sein“ schon seit vielen Jahren ihren Teil zu einer besseren Bildung von Kindern und Jugendlichen bei. Im Fokus haben sie dabei die Kinder und Jugendlichen, die etwa aus finanziellen Gründen nicht die Möglichkeit haben, in ihrer Familie die lokale Tageszeitung zu lesen. Jetzt geht das Projekt in eine neue Runde. Und das Beste: Lesepaten wurden bereits gefunden.

Lesepaten und Verlag ermöglichen in kostenloses Jahresabo

Die Idee ist einfach: Lesepaten spenden einen Betrag von 100 Euro. Der Zeitungsverlag Rubens legt jeweils 427 Euro obendrauf – damit ist ein Jahresabonnement des Hellweger Anzeigers finanziert. Nach einem Jahr endet die Belieferung automatisch.

Der Rubens-Verlag sucht die Kinder aus, die von einem Abonnement profitieren sollen. In den Schulen des Kreises Unna hat er dabei wertvolle Partner, denn die kennen die häuslichen Verhältnisse und wissen, wo das Geld möglicherweise zu knapp ist für ein Zeitungsabonnement. Wer ein Abo erhält, erfahren die Lesepaten nicht, denn der Datenschutz wird selbstverständlich großgeschrieben.

Die Initiative „Lesen darf kein Luxus sein“ will die Lesekompetenz von Kindern und Jugendlichen fördern. Mit der Kinderseite bekommen schon Grundschulkinder alle wichtigen Nachrichten – und zwar so, dass sie diese auch verstehen. Mit Rubi Rubens macht das Lesen eben Spaß.

Kinder informieren, Zusammenhänge erklären und Orientierung geben in einer Welt, in der Nachrichten sich in der Geschwindigkeit eines Wimpernschlags verbreiten – das ist die erklärte Aufgabe der Kinderseite des Hellweger Anzeigers und das ist zugleich das Anliegen der Patenschaftsabonnements.

Familien können sich kurzfristig melden

Familien, die von einer solchen Lesepatenschaft profitieren und den Hellweger Anzeiger sonst nicht abonnieren könnten, können sich kurzfristig unter Tel. (02303) 202112 bei Anna Tiemann melden. Sie beantwortet auch alle Fragen. Natürlich können sich interessierte Familien auch per E-Mail melden: verlag@hellwegeranzeiger.de ist dann die richtige Adresse. Meldeschluss ist der 13. Juli.

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