Bei Lebensmittelkontrollen werden die einzelnen Speisen genauestens auseinandergenommen. Im Kreis Unna gab insgesamt 187 Mal Anlass zur Beanstandung. © picture alliance / dpa
Gastronomie und Wochenmärkte im Kreis Unna

Lebensmittelkontrollen im Kreis Unna: Acht Betriebe mussten schließen

Um die Qualität von Lebensmitteln zu kontrollieren, führte der Kreis Unna im vergangenen Jahr über 1500 Tests durch. Dabei kam es zu Strafanzeigen und vorübergehenden Betriebsschließungen.

Die Bratwurst im Imbiss, die Eier vom Wochenmarkt oder der Honig für den Tee – dass Verbraucher solche Lebensmittel unbedenklich genießen können, verdanken sie auch der Kontrolle der Lebensmittelüberwachung beim Kreis Unna. Die Behörde prüft unter anderem die nötige Hygiene in Betrieben und nimmt Proben von Waren.

So wurden im vergangenen Jahr 1.555 Kontrollen durchgeführt (2019: 2.710), wie der Kreis Unna mitteilt. Auch Beschwerden von Verbrauchern wurde weiterhin systematisch nachgegangen: 82 solcher Beschwerden arbeiteten die Lebensmittelkontrolleure und Tierärzte im vergangenen Jahr ab (2019: 145).

Acht Betriebsschließungen im Kreis Unna

Die festgestellten Verstöße reichten von Mängeln in der Betriebshygiene über mangelhaftes Hygienemanagement bis hin zur fehlenden Kennzeichnung von Allergenen. Infolgedessen wurden acht Betriebe vorübergehend geschlossen. Zu Ort und Art der Unternehmen machte der Kreis aus Datenschutzgründen keine Angabe.

Fest stehen nur die Gründe, die zur Einstellung führten: „Die Betriebe wurden aufgrund erheblicher Hygienemängel und/oder der Feststellung von Schädlingsbefall geschlossen“, sagte Kreis-Pressesprecher Volker Meier, der zudem ergänzte: „Nachdem die Mängel behoben waren, konnten die Betriebe nach vorheriger Inaugenscheinnahme des Kontrollpersonals wieder öffnen.“

Drei öffentliche Produktrückrufe

Zudem stellte der Kreis drei Strafanzeigen. Bei einer Tat bestand der begründete Verdacht, dass Lebensmittel vorsätzlich unter irreführender Bezeichnung angeboten wurden. In einer anderen Angelegenheit gab es die Annahme, dass sehr leicht verderbliche Lebensmittel nach Ablauf des Verbrauchsdatums vorsätzlich verkauft wurden.

Im dritten Fall lagen Anzeichen dafür vor, dass Gegenstände aus dem Lebensmittelbereich in den Verkehr gebracht wurden, die die Gesundheit durch ihre stoffliche Zusammensetzung schädigen.

Belastete Bedarfsgegenstände spielen weiterhin eine große Rolle, wie die für die Lebensmittelüberwachung zuständige Sachgebietsleiterin Dr. Anja Dirksen feststellt. „Von ihnen geht eine Gesundheitsgefahr für den Verbraucher aus, deshalb ist konsequentes Handeln erforderlich.“ Sie und ihr Team veranlassten im vergangenen Jahr zwei europaweite Schnellwarnmeldungen, drei öffentliche Produktrückrufe und elf Anordnungen von Produktrücknahmen aus dem Handel.

Zusätzlich zu den Strafanzeigen leitete der Kreis Unna 16 Ordnungswidrigkeitenverfahren ein. Dazu kamen 24 Verfügungen und 25 schriftliche Verwarnungen. Von 1.455 genommenen Proben gaben 187 Anlass zur Beanstandung.

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Maximilian Konrad

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