Pandemie

Corona-Stau: 54.600 Überstunden im Kreishaus angesammelt

Die Hochzeiten der Corona-Pandemie scheinen vorerst vorbei, die Auswirkungen sind noch nicht überstanden. Die Kreisverwaltung etwa schiebt Zehntausende Überstunden vor sich her.
Insgesamt 1300 Mitarbeiter zählt die Kreisverwaltung – zum Jahreswechsel hatte jeder von ihnen durchschnittlich 42 Überstunden auf dem Deckel. © Kreis Unna / Archiv

Schon als das Kreishaus seine Türen Anfang August nach monatelanger Corona-Verschanzung wieder öffnete, machten Landrat Mario Löhr (SPD) und Personalchef Holger Gutzeit klar: Die Pandemie war und ist eine Herausforderung für die Mitarbeiter der Kreisverwaltung – und ging nicht spurlos an den Beschäftigten vorbei.

Insbesondere die Kontaktverfolgung fraß Ressourcen. Der Personalhunger im Gesundheitsamt war so groß, dass Mitarbeiter aus anderen Abteilungen abgezogen werden mussten. An ihren eigentlichen Arbeitsplätzen blieb die Arbeit liegen. Noch dazu sammelten sich so zuhauf Überstunden an, die die Kreisverwaltung nun irgendwie abbauen muss.

54.600 Überstunden in der Kreisverwaltung

Mit 54.600 bezifferte die Pressestelle der Kreisverwaltung auf Nachfrage die Überstunden zum Stand 31. Dezember 2020 – das waren 19.300 mehr als am 31.12.2019. Jeweils bezogen auf die gesamte Kreisverwaltung mit rund 1300 Mitarbeitern. Im Durchschnitt hatte also jeder 42 Überstunden auf dem Konto. Wie viele Urlaubstage sich in der Kreisverwaltung angestaut haben, ließ sich nach Angaben der Pressestelle dagegen nicht beziffern: Da die Gesamturlaubsansprüche der Jahre 2019 bis 2021 aus einer saldierten Summe bestünden, könne keine valide Ausgabe zu den Corona-bedingten Auswirkungen getroffen werden.

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