Uli Bär, Felicitas Stephan und Klaus Moßmeier (von links) freuen sich auf den Celloherbst am Hellweg, der trotz der Corona-Pandemie viele internationale Künstler in die Region holt. © Marcel Drawe
Kultur

Celloherbst bringt 40 Konzerte in 20 Städte in der Region

Klassik, Jazz, Weltmusik, Orchester und natürlich Konzerte für Kinder: All das vereint der Celloherbst – und auch Corona kann da keinen wirklichen Strich durch die Rechnung machen.

BTHVN – an dieser Buchstabenkombination kommt in diesem Jahr kein Musikschaffender vorbei. Was wie eine willkürliche Konsonaten-Folge wirken mag, ist tatsächlich die Unterschrift Ludwig van Beethovens. Der Komponist, der in diesem Jahr 250 Jahre alt geworden wäre, setzte diese verkürzte Form seines Nachnamens unter Dokumente. Der Celloherbst am Hellweg würdigt den Komponisten mit einem besonderen Auftaktkonzert und einem außergewöhnlichen Projekt.

Karten im VVK bestellen

Bestuhlung richtet sich nach Bestellung

  • Karten für die Konzerte des Celloherbstes können ab sofort über die Internetseite www.celloherbst.de bestellt werden. Eine Reservierung ist bei den meisten Konzerten nur online per E-Mail möglich: info@celloherbst.de
  • Für die Kartenreservierung benötigt der Veranstalter unbedingt Namen, Anschrift und Telefonnummer jedes Konzertbesuchers. Die Bestuhlung der einzelnen Konzerte richtet sich nach den Bestellungen: wer zwei Tickets zusammen kauft, wird zwei zusammenstehende Sitzplätze erhalten, die wiederum den erforderlichen Mindestabstand zu den nächste Sitzplätzen haben.

„Ein Schwerpunkt unserer Festivals liegt auf den kammermusikalischen Werken Beethovens, die er für das Violincello geschrieben hat“, sagt Felicitas Stephan, die künstlerische Leiterin des Celloherbstes, „wir haben seine Werke einzelnen zeitgenössischen Künstlern zugeordnet und sie gebeten, dazu ein eigenes Werk als Gegenüberstellung zu schreiben.“ Erstmals aufgeführt werden diese Werke im Rahmen des Celloherbstes. Für dieses außergewöhnliche Projekt erhielten die Verantwortlichen nicht nur eine Förderung von der Beethoven-Jubiläumsgesellschaft – der Celloherbst taucht nun auch offiziell als Teil des Jubiläumsprogramms auf.

Gleich zu Beginn des Festivals trifft Beethoven auf vier junge Männer aus Liverpool, die über 150 Jahre nach ihm Musikgeschichte geschrieben haben: „Beatles und Beethoven“ heißt das Konzert, mit dem das Rastrelli Cello Quartett am Samstag, 26. September, um 19 Uhr in der Stadthalle Unna den Celloherbst am Hellweg eröffnen wird. Auch in den weiteren Konzerten, die bis zum 17. Dezember in 20 verschiedenen Städten stattfinden werden, spielt Beethoven häufig eine Rolle. „Bei den Kinderkonzerten nehmen wir ebenfalls Bezug zu Beethoven; da wird es nämlich verstärkt um das Komponieren gehen“, kündigt Musikpädagoge Uli Bär an, der die Kinderkonzerte verantwortet.

„Man kann keinen Celloherbst im Frühling machen.“

Uli Bär über eine mögliche Verschiebung des Festivals wegen Corona

Keine Pausen bei Konzerten

Dass der Celloherbst in Zeiten von Corona überhaupt stattfinden kann, ist der detaillierten Planung und einigen Änderungen zu verdanken. Die Wichtigste: Alle Konzerte werden im sogenannten „italienischen Format“ stattfinden. „Das bedeutet 60 Minuten plus Zugabe“, erklärt Uli Bär. Pausen wird es nicht geben – auch das ein Tribut an Corona, um Menschenansammlungen zu vermeiden. „Was wirklich schön ist: Die Sponsoren sind alle dabeigeblieben und auch das Künstlerfeld ist weiterhin international“, freut sich Klaus Moßmeier, Vorsitzender des Kulturkreises der Unnaer Wirtschaft. Die Möglichkeit, den Celloherbst zu verschieben, habe nie ernsthaft zur Diskussion gestanden: „Man kann keinen Celloherbst im Frühling machen.“

Über die Autorin
Redaktion Unna
Sauerländerin, Jahrgang 1986. Dorfkind. Liebt tolle Geschichten, spannende Menschen und Großbritannien. Am liebsten draußen unterwegs und nah am Geschehen.
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Anna Gemünd
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