Pandemie

121 neue Fälle, aber Inzidenz im Kreis endlich unter erstem Grenzwert

In kleinen Schritten entspannt sich die Corona-Lage weiter. Die Inzidenzzahl hat ein erstes Ziel erreicht. Und aktuell hat es keinen weiteren Todesfall gegeben.
Coronainfektionen, die mit einem PCR-Labortest (Symbolbild) nachgewiesen werden, fließen in die Statistik des Gesundheitsamts ein. In Unna gelten derzeit offiziell 230 Menschen als infiziert. © picture alliance/dpa/dpa-Zentralbild

Die Zahl der aktiven Corona-Fälle im Kreis Unna ist im Vergleich zum Vortag wieder gesunken, dieses Mal aber nur leicht. Dafür hat der Inzidenzwert einen deutlichen Satz in Richtung Lockerung gemacht. Dadurch keimt Hoffnung auf.

Kein weiterer Todesfall

Der Kreis Unna meldete am Mittwoch (5. Mai) 121 neue Corona-Fälle. Im Vergleich zum Vortag ist die Zahl der Genesenen um 122 angestiegen. Damit gibt es aktuell einen akut Infizierten weniger. Es sind nun insgesamt 2145. Gute Nachricht am Mittwoch: Es wurde kein weiterer Todesfall im Zusammenhang mit Covid-19 registriert.

Die meisten Neuinfektionen gab es mit 41 in Lünen. Jeweils 19 neue Fälle wurden aus Unna und Bergkamen gemeldet, zwölf aus Kamen. Die Neuinfektionen in den anderen Kreiskommunen sind einstellig: Bönen (4), Fröndenberg (9), Holzwickede (3), Schwerte (8), Selm (3), Werne (3). Wie am Vortag mussten auch am 5. Mai kreisweit noch 66 Menschen stationär wegen Corona behandelt werden.

Inzidenz jetzt unter 165 – dauerhaft?

Die für viele Corona-Maßnahmen maßgebliche Inzidenz hat inzwischen einen wichtigen Grenzwert unterschritten. Laut Landeszentrum Gesundheit liegt der Wert, der die Zahl der Neuinfektionen je 100.000 Einwohner in einer Woche angibt, jetzt im Kreis Unna bei 163,1 (Meldezeit 0 Uhr am 5. Mai).

An Schulen im Kreis ist der Präsenzunterricht weitgehend ausgesetzt, und Kitas dürfen nur im Rahmen einer Art Notbetreuung öffnen, weil die Inzidenz über 165 lag. Nun könnte sich die Lage für Kinder und Familien also verbessern.

Dazu muss die Wocheninzidenz aber mit einer gewissen Dauer unter 165 bleiben: Fünf Werktage in Folge muss der Wert unter der Grenze bleiben. Am übernächsten Tag dann würde eine Lockerung in Kraft treten. Denkbar erschiene also nach jetzigem Stand (5. Mai), dass Schulen am 13. Mai in den Präsenz-Wechselunterricht zurückkehren könnten. Da unklar ist, wie sich die Zahlen nun weiter entwickeln, ist das aber nicht sicher. Und: Ohne „grünes Licht“ aus Düsseldorf geht nichts im Kreis Unna. „Das muss offiziell vom Land kommen“, bestätigte Kreissprecher Max Rolke.

Weitere Lockerungsschritte, etwa für den Einzelhandel, würden möglich unter einer Inzidenz von 150. Diese müsste im Kreis Unna drei Tage lang gehalten werden, wie Sprecher Rolke erklärt. Der Wert 100 wiederum müsste wieder für mindestens fünf Tage am Stück unterschritten werden, damit die damit zusammenhängen Lockerungen in Kraft treten. Diese würden beispielsweise Bäder oder Museen betreffen.

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