Für die denkmalgerechte Sanierung der Zeche Monopol liegt nun ein „Projektsteckbrief“ vor. Die Industriedenkmal-Stiftung erwartet zwei Ratsbeschlüsse, um Zugang zu Fördertöpfen zu erhalten.

Kamen

, 28.11.2018, 13:39 Uhr / Lesedauer: 2 min

Damit die Stiftung Industriedenkmalpflege überhaupt Städtebau-Fördermittel für die Sanierung des Kamener Förderturms und der zugehörigen Maschinenhalle beantragen kann, soll der Stadtrat am nächsten Donnerstag, 6. Dezember, zwei Beschüsse fassen. Diese Beschlüsse dienen dazu, den Standort des Industriedenkmals in das sogenannte Sanierungsgebiet „Innenstadt V“ aufzunehmen. Die Entscheidungen sind eine Voraussetzung dafür, dass das Bauministerium später den Förderantrag der Stiftung bearbeitet und Geld für das Sanierungsprojekt auszahlt.

Der erste vorgesehene Ratsbeschluss bezieht sich auf die zuletzt 2009 veränderte Satzung, in der das Sanierungsgebiet „Kamen Innenstadt V“ festgelegt ist. Diese wird um den Lageplan der Zeche erweitert und dann in veränderter Form beschlossen, wie aus den vorab veröffentlichten Sitzungsunterlagen hervorgeht.

Die beiden vorgesehenen Ratsbeschlüsse im Einzelnen

Der zweite Beschluss betrifft das sogenannte Handlungskonzept „Innenstadt V“, durch das die Stadt Kamen in den vergangenen Jahren mithilfe von Städtebau-Fördermitteln Projekte wie den Sesekepark realisieren konnte. Der Stadtrat soll die Aufnahme der Maßnahme „Denkmalgerechte Sanierung der Fördermaschinenhalle der Zeche Monopol, Schacht Grillo 1“ in das Handlungskonzept beschließen. In diese Maßnahme sei der Förderturm eingeschlossen, sagte der Beigeordnete Liedtke.

Freude beim Förderverein

Der private Förderverein Monopol, der das Zechenareal in Abstimmung mit der Stiftung Industriedenkmalpflege für Kulturveranstaltungen und Führungen nutzt, begrüßt die vorgesehene Entscheidung. „Darauf haben wir lange gewartet, dass wir vorankommen“, sagte der Vorsitzende Ulrich Marc. „Wenn das jetzt alles durch den Rat geht, wird es mit den Fördermitteln klappen“, ist er zuversichtlich. Als SPD-Ratsherr wird Marc selbst an der Abstimmung im Rat teilnehmen.

Die Industriedenkmal-Stiftung in Dortmund als Eigentümerin des Bergbau-Relikts arbeitet weiter an dem Förderantrag für das erwartete Millionenprojekt. Neu ist, dass der Antrag erst bis Ende Februar beim Ministerium eingereicht werden muss. „Die Frist wurde verlängert“, sagte Stiftungssprecherin Marita Pfeiffer. Bislang war von einer Frist bis Anfang Dezember die Rede. Bevor der Antrag fertig ist, will die Stiftung keine Angaben über die Kosten des Sanierungsprojekts machen.

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So begründet die Stadtverwaltung das Vorhaben

Die flankierenden Ratsbeschüsse werden von der Stadtverwaltung damit begründet, dass „ein Stück Kamener Bergbaugeschichte und Industriekultur erhalten bleiben“ soll. Das denkmalgeschützte Ensemble mit den umliegenden Freiflächen solle gemeinsam mit der Stiftung und dem Förderverein zu einem „außerschulischen Lernort zum Thema Bergbau“ ausgebaut und entwickelt werden. Durch die Maßnahme werde zudem der „innerstädtische Freizeitwert gesteigert“ und es erfolge eine „erhebliche städtebauliche Aufwertung durch den Erhalt des Förderturms sowie der Neugestaltung des Umfeldes“, wie es in den Beschlussvorlagen heißt. Die Sanierung solle „innerhalb einer Frist von 10 Jahren“ nach dem Beschluss erfolgen. Die Stiftung sei allein für die Maßnahme zuständig. Der Stadthaushalt werde davon „nicht berührt“.

Einem beigefügten Projektsteckbrief sind Informationen über die Geschichte der Zeche („begann 1873“), die aktuelle und geplante Nutzung (u.a. „Kultur- und Begegnungsort“), den Denkmalwert („einzigartiges Zeugnis der Bergbaugeschichte der Stadt Kamen“) und eine Objektbeschreibung („Einstrebengerüst in geschweißter Kastenbauweise“) zu entnehmen.

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