Zu viel Verkehr: An dieser Insel müssen Schulkinder lange warten

dzLünener Straße

Das hohe Verkehrsaufkommen an der Lünener Straße in Kamen löst neue Kritik aus. Eine Gartenstadt-Anwohnerin fordert nun einen Zebrastreifen – und mehr Sicherheit auf dem Schulweg.

Kamen

, 21.09.2019, 12:55 Uhr / Lesedauer: 2 min

Eine Verkehrsinsel an der viel befahrenen Lünener Straße in Kamen: Schulkinder warten darauf, dass sie die Straße überqueren können. Aber der Verkehr ist so dicht, dass Minuten vergehen können, bis sich eine Lücke ergibt.

Margita Oebbeke kennt diese Szenen auf dem direkten Schulweg von der Gartenstadt Seseke-Aue zur Friedrich-Ebert-Schule. Sie will erreichen, dass Fußgänger an dieser Stelle, 175 Meter östlich einer Fußgängerampel, vorrangig über die Fahrbahn gelangen können. „Hiermit beantrage ich, die Fußgängerüberquerung über die Lünener Straße auf der Höhe Gertrud-Bäumer-Straße/Weddinghofer Straße zu überprüfen“, schreibt die Gartenstadt-Anwohnerin in einem Bürgerantrag ans Rathaus.

Verkehrsinsel zu schmal für Fahrräder?

Mehrere Punkte machen die Querung gefährlich, meint Oebbeke. Zuerst nennt sie das hohe Verkehrsaufkommen. Außerdem hält sie die Verkehrsinsel für zu klein. „Die Insel in der Mitte der Überqerung reicht meiner Meinung nach nicht aus, die Straße einigermaßen sicher zu wechseln“, schreibt sie. Oebbeke denkt auch an Fahradfahrer. „Mit dem Fahrrad ist es außerdem sehr gefährlich auf der Insel in der Mitte der Straße zu halten, weil diese so schmal ist, dass entweder das Vorder- oder Hinterrad auf die Straße ragen“, notiert die Antragstellerin.

Es kommt vor, dass mehrere Fußgänger oder Radler gleichzeitig die Verkehrsinsel erreichen und dort warten müssen. „Zu Stoßzeiten ist die Insel oftmals so voll, dass auch die Situation in der Mitte der Straße, umgeben von LKW und Autos, zur Gefahrenstelle wird“, schildert Oebbeke.

Mit einem Verbesserungsvorschlag und dem Wunsch, dass die Adressaten die Sache möglichst schnell angehen, schließt Oebbeke ihren Bürgerantrag: „Ein zusätzlicher Zebrastreifen wäre sicherlich ein Mittel, die Straße besser überqueren zu können.“

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Hilferuf von Anwohnern an die Politik

Die Gefahren für Fußgänger und Radler auf der Lünener Straße, aber auch der Verkehrslärm waren schon mehrfach ein politisches Thema. Zuletzt richteten lärmgeplagte Anwohner um Ute Dixon einen Appell an die Politik: „Wir sind am Limit.“ Früheren Prognosen zufolge sollen jeden Tag durchschnittlich 15.000 Fahrzeuge auf der Lünener Straße unterwegs sein. Im ersten Lärmaktionsplan der Stadt Kamen aus dem Jahr 2011 wurde ein Bedarf an weiteren sicheren Querungshilfen festgestellt. Dies führte zum Bau der Verkehrsinseln an der Töddinghauser Straße und Zum Streb.

Oebbekes Bürgerantrag erreicht zunächst am Dienstag, 24.9., den Hauptausschuss (öffentliche Sitzung, 17 Uhr, Rathaus) und soll zur weiteren Beratung an den Planungsausschuss, der wieder am 10. Oktober tagt, verwiesen werden.

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