Zu heiß, zu trocken, zu gefährlich: Stadt Kamen verbietet Grillen auf öffentlichen Plätzen

dzHitzewelle

Die anhaltende Hitze und Trockenheit hat die Stadt Kamen am Freitag zu einem Verbot veranlasst. Grillen ist in den öffentlichen Parks ab sofort und bis auf Weiteres verboten.

Kamen

, 26.07.2019, 15:46 Uhr / Lesedauer: 2 min

Am Galgenberg hängen an lauen Sommerabenden regelmäßig dichte Rauchschwaden in der Luft, der Grillplatz ist bei jungen Leuten und Familien gleichermaßen beliebt. Doch ab sofort gilt: Grillen verboten – weil das Brandrisiko zu groß ist, wie die Stadt Kamen am Freitag mitteilte.

Das Grillverbot gilt für alle öffentlichen Grünanlagen und Plätze im Stadtgebiet, insbesondere für folgende Orte:

  • Galgenberg
  • Postpark
  • Park am Koppelteich
  • Freizeitanlage Methler / Westicker Straße
  • Freifläche im Bereich FZ Lüner Höhe
  • Spiel- / Bolzplatz Töddinghauser Straße

Dort dürfen keine holz- und kohlebetriebenen Grills sowie Camping-, Gas- und Elektrogrills vor Ort genutzt werden. Eine entsprechende Beschilderung werde kurzfristig vorgenommen, teilte die Stadt mit.

Zu heiß, zu trocken, zu gefährlich: Stadt Kamen verbietet Grillen auf öffentlichen Plätzen

Auch im Postpark ist Grillen ab sofort nicht mehr erlaubt. © Stefan Milk

Bloß keine Zigarettenkippen wegwerfen

Der Grund für das Grillverbot liegt auf der Hand: Es sind die extrem hohen Temperaturen und die anhaltende Dürre. Die Böden in den öffentlichen Park- und Grünanlagen sind ausgetrocknet. Ausgedörrte Gräser können schnell zur Ursache für sich ausbreitende Feuer werden. Aber auch unachtsam weggeworfene Zigaretten oder Glasflaschen als „Brenngläser“ können Brände auslösen.

Die Stadt Kamen spricht von einer „akuten Gefahrenlage“ und fordert die Bürger auf, das Verbot „dringlichst zu beachten“. Auch auf Radwegen und in Wäldern solle man sich derzeit besonders vorsichtig verhalten.

Bußgelder in Lünen – Kamen setzt auf Vernunft

Aus dem gleichen Grund hatte am Mittwoch bereits die Stadt Lünen ein Grillverbot im Seepark und am Cappenberger See verhängt. Wer dort gegen das Verbot verstößt, muss mit einem Bußgeld ab 50 Euro aufwärts rechnen.

Die Stadt Kamen setzt indes zunächst einmal auf die Vernunft ihrer Bürger. Der Ordnungsdienst werde aber in unregelmäßigen Abständen die neuralgischen Punkte kontrollieren, sagte Stadtsprecher Rüdiger Büscher. Sollten die Mitarbeiter Verstöße und mangelnde Einsicht feststellen, seien Bußgelder in einem zweiten Schritt denkbar.

Keine öffentlichen Grillplätze in Bergkamen

In Bergkamen stellt sich die Frage nach einem öffentlichem Grillverbot derweil überhaupt nicht. „Es ist grundsätzlich untersagt. Es gibt in Bergkamen keine öffentlichen Grillplätze“, teilte Heiko Brüggenthies vom Ordnungsamt auf Anfrage unserer Redaktion mit. Im privaten Bereich, sprich dem eigenen Garten, bleibt das Grillen natürlich erlaubt.

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