Zu früh die Mülltonne raus? Knöllchen droht

dzÄnderung bei der Müllabfuhr

Wenn zum 2. Januar die Firma „GWA kommunal“ die örtliche Müllabfuhr von der EDG-Tochter „Welge“ übernimmt, dann verschärfen sich die Vorschriften für die Bürger. Es drohen sogar Knöllchen.

Kamen

, 27.12.2018 / Lesedauer: 3 min

Das ist der neuen Satzung für Abfallentsorgungsleistungen der Stadt Kamen zu entnehmen. Es drohen sogar „Knöllchen“.

Wer demnach die Tonne vor dem von der Stadt festgesetzten Abfuhrtag herausstellt, so heißt es unter Punkt 11, Paragraf 23, der jüngst im Stadtrat beschlossen Satzung, begeht eine Ordnungswidrigkeit. Ebenso als Ordnungswidrigkeit wird geahndet, wer seine Mülltonnen nicht wieder unverzüglich zu seinem Grundstück zurückbringt (Punkt 12). Wie der Zeitraum „unverzüglich“ zu interpretieren ist, lässt die Satzung offen. Die Punkte waren in der bisherigen Satzung nicht enthalten.

Dezernent Ralf Tost versuchte im jüngsten Stadtrat, als eine Nachfrage zu dieser Änderung gestellt wurde, die Sorge zu nehmen, dass nun jeder Bürger, der sich nicht nach den Vorgaben richtet, einen Strafzettel bekommt. „Es geht natürlich nicht darum, dass man seine Tonne nicht mehr abends an die Straße ziehen kann“, ordnete er ein. Aber es hätte jüngst immer wieder Fälle gegeben, dass die Tonnen bereits mehrere Tage vor dem Abfuhrtermin an der Straße gestellt wurden. „Das führt dazu, dass sich die Mülltonnen irgendwann von selbst bewegen“, führt der Dezernent an und meint den Madenbefall vor allem an heißen Sommertagen. „Das war in diesem Jahr besonders festzustellen und ist nicht nur unhygienisch, sondern auch unappetitlich.“ Kein Bürger indes würde belangt, wenn er seine Tonne vor oder nach der Abfuhr einmal eine Stunde früher oder später bewegen würde.

Weitere Änderung in der Satzung: Schneller reagieren können die Müllwerker künftig bei jenen, die ihren Restmüll unerlaubt in Biotonne oder Altpapiertonne füllen. Bereits nach drei aufeinanderfolgenden Entleerungsterminen, bei der diese Unart festgestellt wird, kann das kommunale Abfallunternehmen handeln. „Wegen der damit verbundenen Verhinderung einer ordnungsgemäßen und schadlosen Verwertung dieser Abfälle werden die Bio- und Papierabfallbehälter abgezogen und durch Restmüllgefäße mit dem Fassungsvermögen der abgezogenen Abfallbehälter ersetzt“, heißt es in der Satzung. Zuvor war diese Regelung, die in dem Schriftwerk unter Paragraf 11 fällt, zeitlich weiter gefasst und bezog sich auf drei Verstöße im Quartal.

Ein Austausch kann auch durchgeführt werden, wenn festgestellt wird, dass die Tonnen vor Müll überquellen. Diese Umstellung auf größere Behälter kann satzungsgemäß schon nach zwei Entleerungsterminen vollzogen werden.

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