Zoff um Dorfverschönerung in Methler: Nachbar bleibt stur

dzRV Wanderlust Methler

Ganz Methler scheint hinter dem RV Wanderlust zu stehen, wenn es um den Plan geht, dem Vereinsheim eine neue Fassade zu verpassen. Doch einer bleibt stur. Weshalb die Fassade einen Makel haben wird.

Methler

, 01.08.2020, 12:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

„Jeder, der das sieht, wird sich und auch uns fragen, warum wir denn nicht weitergemacht haben. Aber so ist es dann.“ Manfred Chytralla hat keine große Hoffnung mehr, dass die Idee seines Vereins so umgesetzt werden kann, wie ursprünglich gedacht. Der RV Wanderlust Methler plant bekanntlich, sein Vereinsheim mit einer Fachwerkfassade zu versehen, damit es sich besser in das Bild der Dorfmitte einfügt. Doch die Fassade wird nun wohl an einer Seite nicht vollendet werden.

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Denn die Idee stieß auf Widerstand – zumindest bei einer Person. Das würde die Pläne vielleicht nicht beeinflussen, wenn es sich dabei nicht um den direkten Nachbarn handeln würde, der es dem Verein verbietet, sein Grundstück zu betreten. Unter anderem beschwerte sich der Nachbar darüber, nicht ausreichend informiert worden zu sein.

Nachbar des RV Wanderlust lehnt Gesprächsangebote mehrmals ab

Chytralla, Vorsitzender des RV Wanderlust, habe dem Nachbarn zweimal von den Plänen erzählt. Für diesen seien die Gespräche jedoch nur „Smalltalks“ gewesen. Als die Pläne dann öffentlich gemacht wurden, schrieb er dem Verein einen Brief, in dem eben unter anderem steht, dass er nicht möchte, dass sein Grundstück betreten wird.

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Chytralla habe dem Nachbarn dann zweimal Gesprächsangebote unterbreitet, die abgelehnt wurden, so der Vereinsvorsitzende. „Wir fühlen uns nach seiner letzten Absage nicht noch einmal aufgefordert, ihn als Nachbar zu informieren.“ Von vielen Kamenern und Vereinsmitgliedern habe er Solidaritätsbekundungen und Unterstützung bekommen, die teils auch als Leserbrief in unserer Zeitung zu lesen waren.

Die Front des Vereinsheims in Methler wird abrupt aufhören

Viele stehen hinter dem Verein und seiner Idee, doch das ändert nichts an der Problematik. Denn der Nachbar des Vereins bleibt offenbar weiter stur, denn er hat bislang keine Anzeichen gemacht, mit dem Verein reden zu wollen. Der will sich von seinen Plänen nicht abhalten lassen. Ganz so, wie ursprünglich geplant, kann er sie aber nicht umsetzen.

Der RV Wanderlust hat sein Vereinsheim unter anderem dafür genutzt, um Masken auszugeben. Das Heim soll nun eine neue Fassade bekommen.

Der RV Wanderlust hat sein Vereinsheim unter anderem dafür genutzt, um Masken auszugeben. Das Heim soll nun eine neue Fassade bekommen. © Stefan Milk

„Wir planen nunmehr lediglich die Front unseres Vereinsheims, und links gehen wir mit dem Fachwerk circa 70 bis 80 Zentimeter um die Ecke herum“, so Chytralla. Dieser Bereich gehöre noch zum Bürgersteig, erst dann beginne das Grundstück nebenan. „Dort wird das Fachwerk aufhören und die braune Klinkerwand wird danach nicht mehr verkleidet.“ Das werde für Fragen sorgen. „Aber so ist es dann“, sagt Chytralla.

Doch wer weiß, vielleicht kommt es ja noch zu einem Gespräch, denn immerhin ist das ja eigentlich das, was der Nachbar – der die alte Fassade übrigens auch behalten möchte, weil er damit schöne Erinnerungen an die alte Bäckerei verbindet – sich gewünscht hat. Und schaden kann ein Gespräch freilich nicht.

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