Zeitungsrunde, Gedächtnistraining: So sieht der Tagesablauf in der Tagespflege aus

dzJohanniter in Wasserkurl

Der Tag der pflegebedürftigen Senioren beginnt mit einer Zeitungsrunde und Gymnastik. Die neue Tagespflege der Johanniter hat ihren Betrieb aufgenommen. So sieht der Tagesablauf dort aus.

Kamen

, 11.10.2019, 17:45 Uhr / Lesedauer: 2 min

Der Tag der pflegebedürftigen Senioren beginnt bei ihnen zuhause, wenn sie von einem Fahrdienst abgeholt und zum neu gestalteten Paul-Gerhardt-Haus an der Wasserkurler Straße 38 gebracht werden. Das ehemalige Gemeindehaus verliert seinen sozialen Charakter nicht durch die neue Nutzung des Wohlfahrtsverbands der Johanniter. Seit 2. September läuft dort der Betrieb. Pfarrer Jochen Voigt, der das Haus wie seine Westentasche kennt, kehrte am Freitag zurück zur alten Wirkungsstätte und beteiligte sich an der offiziellen Eröffnung.

18 neue Plätze in der Tagespflege

18 neue Plätze in der Tagespflege. Martin Vollmer von den Johannitern schildert, wie so ein Tag für die Senioren aussehen kann. Nachdem die Senioren am Morgen eingetroffen sind, wird erst einmal ausgiebig gefrühstückt. Den Vormittag gestaltet das Team aus Pflege- und Betreuungskräften durch verschiedene Freizeit- und Beschäftigungsaktivitäten - zum Beispiel Zeitungsrunde, Seniorengymnastik, Gesellschaftsspiele, Gedächtnistraining und Ausflüge in die Umgebung. „Das Angebot wird auf jeden Tagesgast individuell zugeschnitten“, berichtet Vollmer. Zum Mittag wird gemeinsam gegessen, anschließend besteht die Möglichkeit für eine Mittagsruhe. Mit einer geselligen Nachmittagsrunde bei Kaffee und Kuchen lassen die Senioren dann den Tag Revue passieren. Ab 16 Uhr holt der Fahrdienst die Gäste wieder ab und bringt sie zurück nach Hause.

Für die Senioren einen angenehmen Tag gestalten

„Wir möchten für alle Gäste einen angenehmen Tag gestalten, ihn besonders machen“, so Vollmer über das Leitmotiv des Handelns. Im Konzept der Tagespflege würden die individuellen Bedürfnisse der Tagesgäste berücksichtigt. Diese Bedürfnisse würden kontinuierlich in die zu planenden Aktivitäten einfließen. „Die Tagesstruktur ist ein ganz wichtiger Anker für unsere Gäste. Sie gibt ihnen das Gefühl des Sich-Zurechtfindens im Alltag in einer vertrauensvollen Umgebung, dies schafft eine Atmosphäre der Sicherheit“, ergänzt Vollmer. Den pflegenden Angehörigen würden zudem Freiräume geschaffen, ohne dass sie selbst ein schlechtes Gewissen haben müssten. Sie würden im Alltag entlastet und könnten somit die Pflege ihrer Angehörigen im häuslichen Bereich länger sicherstellen. Die Johanniter klären alle Details zuvor mit den Angehörigen ab und zeigen die Möglichkeiten auf, die es für die Gäste in der Tagespflege gibt, sowie die Möglichkeiten der Finanzierung über die Pflegekassen.

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