WLAN für Kamener Fußgängerzone: Aufbau hat begonnen

dzInternet beim Shoppen

Knapp drei Monate müssen sich Smartphone-Nutzer wohl noch gedulden, dann soll das WLAN in der Kamener Fußgängerzone funktionieren. Der Aufbau der Hardware hat begonnen. Die Zugangspunkte fallen beim Einkaufsbummel leicht auf.

Kamen

, 21.02.2020, 17:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

Das City-WLAN für die Kamener Fußgängerzone ist schon länger angekündigt, lässt aber noch auf sich warten. Nun haben Handwerker begonnen, die Hardware zu installieren. An mehreren Geschäftshäusern in der Bummelmeile hängen kleine weiße Boxen.

Bei den installierten Geräten handelt es sich um Router mit Funkantennen, ähnlich wie sie auch aus dem drahtlosen Computernetzwerk zu Hause bekannt sind. Die Installation ist mit einigem Aufwand verbunden, wie einer der mitwirkenden Hausbesitzer berichtet. Die Geräte im Außeneinsatz müssen bis zu Anschlusspunkten im Inneren des Gebäudes verlegt werden. Bis zu zwei Tage benötigten die Handwerker pro Router und Antenne.

Passanten sind die flachen weißen Boxen schon aufgefallen und sie fragen sich, was es damit auf sich hat. Die Antennen befinden sich an der Bäckerei Grobe, Marktstraße (2 Geräte), am Einrichtungsladen Depot, Weststraße, bei Sarah Mode, Willy-Brandt-Platz, und am Restaurant La Tapa Guapa, Markt. Bis Anfang März kommen noch das Einkaufszentrum Kamen Quadrat (Extrablatt), Kampstraße, und das Haus des ehemaligen Edeka-Markt, Adenauerstraße, an die Reihe. Das geht aus einer Terminplanung für das WLAN-Netz hervor. Sieben Standorte sind darin gelistet.

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Der Kamener Rolf Kamps steht voll hinter der Idee, die Fußgängerzone mit einem Funknetz auszustatten. „Das sind solche kleinen Schritte, die dazu gehören, um eine Innenstadt attraktiver zu machen“, sagt er. Der Immobilienverwalter und -eigentümer hat es der Stadt erlaubt, unentgeltlich Funkantennen an seinen Häusern zu installieren.

Besucher der Kamener Innenstadt können künftig mit ihrem Smartphone oder anderen Endgeräten kostenlos im Internet surfen, wenn sie am Markt, auf der Weststraße, auf der Marktstraße, der Adenauerstraße, auf der Kampstraße und auf dem Willy-Brandt-Platz unterwegs sind. Stadtsprecher Peter Büttner stellte am Freitag eine Inbetriebnahme des Netzes im Mai in Aussicht.

Für den Aufbau des WLAN-Netzes hat die Stadt rund 30.000 Euro veranschlagt, davon die Hälfte aus EU-Mitteln. Bei der Bekanntgabe eines Projekt-Zwischenstands vor knapp einem Jahr im Wirtschaftsausschuss des Stadtrats hieß es, dass das Netz auf den Frequenzen 2,4 Gigahertz und 5,0 Gigahertz funktionieren soll, damit Nutzer von älteren Smartphones ebenso profitieren wie die Nutzer neuer Geräte. Ein Jugendschutzfilter ist vorgesehen.

Im Sesekepark gibt es bereits seit September 2018 ein freies WLAN. Sobald das Funknetz in der Fußgängerzone steht, können sich die Macher das nächste Ziel vornehmen: die Einbeziehung der Bahnhofstraße und damit den Lückenschluss zwischen dem Park und der Fußgängerzone.

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