Das Stadtleuchten in der Kamener Innenstadt kam bei Besuchern sehr gut an. Die Firma Smartlite, die für die Beleuchtung zuständig war, soll am dritten Adventswochenende auch den Lutherplatz in Methler mit Licht verzaubern. © Carsten Fischer
Attraktion im Advent

Winterleuchten in Methler: Licht-Experten haben eine Idee für die Margaretenkirche

Das Winterleuchten auf dem Lutherplatz in Kamen-Methler soll ein kleiner Trost für den Weihnachtsmarkt sein, der coronabedingt ausfallen muss. Für die Beleuchtung der Kirche gibt es eine neue Idee.

Weihnachten steht vor der Tür, aber ohne Vorfreude auf eine Kamener Winterwelt oder den Adventsmarkt, der im vergangenen Jahr auf dem Willy-Brandt-Platz erfolgreich Premiere feierte. Und doch soll es kleine Alternativen geben, um zumindest für etwas weihnachtliche Stimmung zu sorgen – nicht nur in Form von einzelnen Ständen in der Innenstadt, sondern etwa auch in Methler.

Dort planen der Radsportverein RV Wanderlust und SuS Kaiserau ein Weihnachtsleuchten. Wie Manfred Chytralla, Vorsitzender des RV Wanderlust und Initiator, jetzt mitteilt, gab es in der vergangenen Woche ein Treffen, zu dem auch die Beigeordnete Ingelore Peppmeier und Pfarrerin Verena Mann als Vorsitzende des Presbyteriums der Evangelisch-Lutherischen Kirchengemende Methler kamen.

Das Presbyterium hat laut Chytralla zugestimmt, dass der Lutherplatz für die Aktion genutzt werden darf und auch Anwohner wurden bereits informiert und gefragt, ob ihre Häuser beleuchtet werden dürfen.

Kamener Firma Smartlite soll den Lutherplatz beleuchten

Für die Beleuchtung soll die Firma Smartlite aus dem Technopark sorgen. Die ist auf Lichttechnik spezialisiert und hat schon beim „Stadtleuchten“ in der Innenstadt gezeigt, welche Atmosphäre und Veränderungen Licht mit sich bringen kann.

An Ostern tröstete Smartlite Osterfeuer-Fans mit der Illumination des Monopol-Förderturms und nun soll sie in der Adventszeit Weihnachtsmarktliebhabern Trost spenden und die Dorfmitte in buntes Licht tauchen. Zu Ostern hätte wohl noch niemand geahnt, dass das überhaupt notwendig sein wird.

An Ostern illuminierte die Firma Smartlite den Monopol-Förderturm und lockte damit viele Zuschauer an. © Stefan Milk © Stefan Milk

Dass Smartlite tatsächlich den Lutherplatz und die Margaretenkirche beleuchten wird, sei zwar noch nicht endgültig in trockenen Tüchern, sagt Vertriebsleiter Sascha Holz, doch es gibt schon konkrete Ideen. So ergebe es Sinn, die Margaretenkirche nicht nur von außen, sondern auch von innen zu beleuchten. „Es gibt einen schönen Farbkontrast, wenn von innen mit einer anderen Farben dagegen gearbeitet wird.“

Margaretenkirche in Methler wird wohl auch von innen beleuchtet

Bei der Aktion „Alarmstufe Rot“, bei der die Kamener Veranstaltungsfirma ihr Firmengebäude rot eingeleuchtet hatte war gut zu erkennen, was Holz meint. Innen wurde blaues Licht auf die Fenster gerichtet, wodurch die Beleuchtung besser wirkte.

Die Margaretenkirche wird bei Smartlite in guten Händen liegen – immerhin hat die Firma laut Holzer schon oft Kirchen beleuchtet – zum Beispiel die Reinoldikirche in Dortmund. Und nicht nur die Margaretenkirche wird am dritten Adventswochenende sehr beeindruckend sein, wenn die Veranstaltung wie geplant stattfinden darf. „Dort gibt es besonders viele alte Fachwerkhäuser, die toll ausgeleuchtet werden können“, so Holz.

Die Idee, fehlende Weihnachtsmärkte durch eindrücklicher Beleuchtung zumindest teilweise zu ersetzen, gibt es übrigens nicht nur in Methler. Laut Holz gehen derzeit aus verschiedenen Städten Anfragen dieser Art ein.

Winterleuchten in Methler

  • Das Winterleuchten in Methler findet am 3. Adventswochenende (12./13. Dezember) statt
  • Der Kirchplatz, die Margaretenkirche, alte Fachwerkhäuser und Bäume sollen illuminiert werden, der Posaunenchor der Evangelisch-Lutherischen Kirchengemeinde Methler soll die Besucher mit Weihnachtsliedern in Adventstimmung bringen.
  • Wegen der Corona-Pandemie wird es keinen Imbiss- bzw. Getränkestand geben, die Funkenmariechen des RV Wanderlust bieten Bio-Walnüsse an.
Über die Autorin
Jahrgang 1991. Vom Land in den Ruhrpott, an der TU Dortmund studiert, wohnt jetzt in Bochum. Hat zwei Katzen, liest lieber auf Papier als am Bildschirm. Zu 85 Prozent Vegetarierin, zu 100 Prozent schuhsüchtig.
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