Wintereinbruch in Kamen und Bergkamen Viele Unfälle mit Blechschäden auf den Straßen

Mit Igelfrisur aus Fichtennadeln, Kronkorken als Augen und Zweigen als Armen:  Dieser Schneemann wurde am Montagnachmittag auf dem Alten Markt in Kamen gebaut.
Mit Igelfrisur aus Fichtennadeln, Kronkorken als Augen und Zweigen als Armen: Dieser Schneemann wurde am Montagnachmittag auf dem Alten Markt in Kamen gebaut. © Stefan Milk
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Fürs intensive Schlittenfahren reichte es noch nicht, aber für erste unfreiwillige Rutschpartien mit dem Auto und einen Spaziergang im Schneematsch: Bei Temperaturen knapp über dem Gefrierpunkt ist am Montag der Winter in Kamen und Bergkamen eingebrochen. Längere Schneefälle überzogen die Stadt mit einem dünnen weißen Film.

Vor allem auf Dächern und auf unbefestigten sowie kaum befahrenen Flächen blieb zunächst eine dünne Schneeschicht liegen, die im Laufe des Tages kräftiger wurde. Damit bestätigte sich die Wettervorhersage, wonach es bis in die tiefen Lagen schneien kann. Schneematsch und eine dünne Neuschneedecke erhöhen laut Deutschem Wetterdienst die Glättegefahr.

Das feuchtkalte Wetter in Nordrhein-Westfalen wird auch in den nächsten Tagen noch anhalten. Ein Schneegestöber auf der Kamener Winterwelt ist damit nicht unwahrscheinlich – also auch beim Besuch des Nikolauses an diesem Dienstag (6. Dezember, 16 Uhr). Der Mini-Weihnachtsmarkt mit zwei Stockbahnen und vier Getränke- und Imbissbuden ist täglich ab 11 Uhr geöffnet.

Der Straßenverkehr wurde durch den Wintereinbruch bis zum Mittag kaum gestört. Das Unfallgeschehen sei in beiden Städten unauffällig, hieß es zunächst. Das änderte sich nach stundenlangem Flockenregen. Die Polizei registrierte bis zum Abend zahlreiche witterungsbedingte Unfälle auch in Kamen und Bergkamen. „Es ist gerade viel zu tun“, hieß es in der Leitstelle in Unna.

Wenn es auf den Straßen krachte, blieb es meist bei Blechschäden. Der Rettungsdienst sei normal ausgelastet, sagte Markus Große von der Freiwilligen Feuerwehr Kamen. An der Hammer Straße beseitigte die Feuerwehr einen Ast, der vermutlich unter der Last des nassen Schnees auf die Fahrbahn gefallen war.

Eine Entwarnung für den Straßenverkehr gibt es noch nicht: Wenn der Schnee in Regen übergeht, drohen laut Wetterdienst weiter spiegelglatte Fahrbahnen und Gehwege.