Wiedereröffnung der Kleinschwimmhalle Heeren-Werve in Sicht

dzSanierungsfall

Rund drei Monate nach der vorläufigen Schließung der Kleinschwimmhalle Heeren-Werve ist eine Wiedereröffnung absehbar. Der Badbetreiber GSW legt sich noch auf keinen Termin fest, nennt aber ein zeitliches Ziel.

Kamen, Heeren-Werve

, 05.02.2020, 05:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

Im günstigen Fall wäre die Reparatur der Kleinschwimmhalle bis Ende Januar erledigt gewesen. Doch diese optimistische Prognose des Badbetreibers GSW aus der Zeit vor Weihnachten hat sich nicht bestätigt. Das Stadtteilbad an der Astrid-Lindgren-Schule in Heeren-Werve bleibt auch drei Monate nach dem vorläufigen Aus zunächst noch geschlossen. Eine Wiedereröffnung ist aber nun absehbar.

Reparaturarbeiten weitgehend erledigt

„Den planmäßigen Verlauf vorausgesetzt, wird die Kleinschwimmhalle Anfang März wiedereröffnet“, sagte GSW-Sprecher Timm Jonas am Dienstag. „Es sind so gut wie alle Arbeiten erledigt. Morgen findet die Reinigung statt, anschließend erfolgt die Beckenfüllung.“ Geplant sei, „Ende nächster Woche, Anfang übernächster Woche“ Wasserproben zu nehmen, deren Ergebnis dann zehn Tage später vorliege. Dann könne der Wiedereröffnungstermin bekannt gegeben werden.

Hunderte Schwimmer u.a. aus vier Sportvereinen, zwei Schulen, einem Kindergarten und einer Familienbildungsstätte warten auf die Wiedereröffnung. Die GSW hat ihnen zwar Schwimmstunden in anderen GSW-Hallenbädern angeboten, was diese auch angenommen haben, doch die Zeiten decken den Bedarf nicht hundertprozentig ab.

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Wasser bis zum Bauchnabel ist keine Alternative

Bei der TG Heeren-Werve sagte Abteilungsleiter Schwimmen Walter Utermann: „Das Provisorium dauert an.“ An den Ausweichorten in den Hallenbädern Bönen und Kamen-Mitte seien etwa 40 Prozent der Stunden abgedeckt. Beispielsweise finde das Kinderschwimmen nicht im vollem Umfang statt. Schätzungsweise 60 Prozent der Teilnehmer könnten oder wollten die Alternative nutzen, so Utermann.

Der Rehasportverein Kurbad Kamen kann an seinem Ausweichquartier im Hallenbad Kamen zwar die volle Zahl von fünf Stunden Wassergymnastik geben, aber schätzungsweise nur die Hälfte der 100 Teilnehmer bedienen. „Das Wasser ist mit 1,25 Meter zu niedrig“, sagte Kursorganisatorin Elke Rost-Milewski. „Da können nur zehn bis elf kleine Patienten rein. Wenn jemand 1,80 Meter groß ist, sage ich, dass es keinen Zweck hat, wenn das Wasser bloß zum Bauchnabel reicht.“

Weitere Nutzer sind u.a. die Astrid-Lindgren- und die Sonnenschule, der Verein „Bewegung Sport Gesundheit“, die „Familienbande“, das Ev. Kinder- und Familienzentrum sowie der Schwimmverein Kamen.

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Wiedereröffnung der Kleinschwimmhalle Heeren-Werve in Sicht

Die Kleinschwimmhalle an der Westfälischen Straße in Heeren-Werve ist seit 28. Oktober geschlossen. © Marcel Drawe

Bad seit 28. Oktober geschlossen

Das Stadtteilbad ist seit dem ersten Schultag nach den Herbstferien, 28. Oktober, geschlossen. Zuvor hatten die GSW bei der turnusgemäßen Überprüfung akute Schäden, unter anderem am Hubboden, festgestellt, die einen Weiterbetrieb vorläufig ausschließen. Die Stadt Kamen verkündete am 4. November eine „längere Schließungszeit“. Einen Tag später gaben die GSW bekannt, für die „akute Schadenbeseitigung“ 150.000 Euro zur Verfügung zu stellen – für ein Bad, das laut dem sogenannten „Constrata“-Gutachten einen Sanierungsbedarf von 3,9 Millionen Euro aufweist.

Finanzierung für Kombibad in Kamen-Mitte

Weiterhin unklar ist, wann Bürgermeisterin Elke Kappen (SPD) einen Finanzierungsvorschlag für den vom Stadtrat beschlossenen Neubau eines Ganzjahresbads am Freibad-Standort in Kamen-Mitte vorlegt. SPD-Chef Denis Aschhoff zufolge „steht uns das Finanzierungsmodell kurz bevor“, wie er im Interview am Samstag erklärte. Ein Architekt hat die Baukosten vor zwei Jahren auf 28,1 Millionen Euro geschätzt. Das neue „Kombibad“ ist so bemessen, dass es alle anderen Kamener Bäder ersetzen kann. Dennoch beschloss der Stadtrat, den Erhalt der Kleinschwimmhalle zu prüfen, deren Rettung eine Bürgerinitiative befürwortet.

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So sehen die Pläne für das Kamener Kombibad aus

Das Architekturbüro Geising & Böker hat im Auftrag der Gemeinschaftsstadtwerke Kamen-Bönen-Bergkamen einen Entwurf für ein ganzjähriges nutzbares "Kombibad" in Kamen vorgelegt.
07.11.2018
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Das Architekturbüro Geising & Böker aus Vechta hat im Auftrag der Gemeinschaftsstadtwerke Kamen-Bönen-Bergkamen einen Entwurf für den Neubau eines ganzjährig nutzbaren "Kombibads" in Kamen vorgelegt.
Vorgesehener Standort für den Neubau eines ganzjährig nutzbaren "Kombibads" in Kamen ist das Gelände des heutigen Freibads Kamen.
Das Architekturbüro Geising & Böker aus Vechta hat im Auftrag der Gemeinschaftsstadtwerke Kamen-Bönen-Bergkamen einen Entwurf für den Neubau eines ganzjährig nutzbaren "Kombibads" in Kamen vorgelegt.
Das Architekturbüro Geising & Böker aus Vechta hat im Auftrag der Gemeinschaftsstadtwerke Kamen-Bönen-Bergkamen einen Entwurf für den Neubau eines ganzjährig nutzbaren "Kombibads" in Kamen vorgelegt.
Das Architekturbüro Geising & Böker aus Vechta hat im Auftrag der Gemeinschaftsstadtwerke Kamen-Bönen-Bergkamen einen Entwurf für den Neubau eines ganzjährig nutzbaren "Kombibads" in Kamen vorgelegt.
Das Architekturbüro Geising & Böker aus Vechta hat im Auftrag der Gemeinschaftsstadtwerke Kamen-Bönen-Bergkamen einen Entwurf für den Neubau eines ganzjährig nutzbaren "Kombibads" in Kamen vorgelegt.© Geising & Böker
Das Architekturbüro Geising & Böker aus Vechta hat im Auftrag der Gemeinschaftsstadtwerke Kamen-Bönen-Bergkamen einen Entwurf für den Neubau eines ganzjährig nutzbaren "Kombibads" in Kamen vorgelegt.© Geising & Böker
Das Architekturbüro Geising & Böker aus Vechta hat im Auftrag der Gemeinschaftsstadtwerke Kamen-Bönen-Bergkamen einen Entwurf für den Neubau eines ganzjährig nutzbaren "Kombibads" in Kamen vorgelegt.© Geising & Böker
Das Architekturbüro Geising & Böker aus Vechta hat im Auftrag der Gemeinschaftsstadtwerke Kamen-Bönen-Bergkamen einen Entwurf für den Neubau eines ganzjährig nutzbaren "Kombibads" in Kamen vorgelegt.© Geising & Böker
Das Architekturbüro Geising & Böker aus Vechta hat im Auftrag der Gemeinschaftsstadtwerke Kamen-Bönen-Bergkamen einen Entwurf für den Neubau eines ganzjährig nutzbaren "Kombibads" in Kamen vorgelegt.© Geising & Böker
Technische Daten des Neubaus: Das Architekturbüro Geising & Böker aus Vechta hat im Auftrag der Gemeinschaftsstadtwerke Kamen-Bönen-Bergkamen einen Entwurf für den Neubau eines ganzjährig nutzbaren "Kombibads" in Kamen vorgelegt.© Geising & Böker/GSW
Gegenüber einem früheren Grobentwurf des Gutachterbüros GMF ist Grundfläche der aktuellen Planung größer geworden. © Geising & Böker/GSW
Der Vergleich der bisherigen Grobplanung und des jetzt vorgelegten Entwurfs. Das Architekturbüro Geising & Böker aus Vechta hat im Auftrag der Gemeinschaftsstadtwerke Kamen-Bönen-Bergkamen einen Entwurf für den Neubau eines ganzjährig nutzbaren "Kombibads" in Kamen vorgelegt.© Geising & Böker
Aktuelle Kostenschätzungen: Das Architekturbüro Geising & Böker aus Vechta hat im Auftrag der Gemeinschaftsstadtwerke Kamen-Bönen-Bergkamen einen Entwurf für den Neubau eines ganzjährig nutzbaren "Kombibads" in Kamen vorgelegt.© Geising & Böker/GSW

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