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Ein Rundgang durch die neue Volkshochschule, die mehr und mehr an Gestalt gewinnt. Die Wände sind verputzt und gestrichen und der neue Aufzug kommt. Zudem gibt es reichlich moderne Technik.

Heeren-Werve

, 12.06.2019 / Lesedauer: 4 min

Lindgrün für Fitness. Kaminrot fürs Werken. Und Veilchen-Violett für Theorie und Praxis in den Kursräumen. In der neuen Volkshochschule in der ehemaligen Käthe-Kollwitz-Schule wird es Leiter Dr. Thomas Freiberger aber lange nicht zu bunt. „Das macht hier richtig Lust. Eine ganz andere Dimension zu den bisherigen Räumen.“ Die Handwerker haben schon viel geleistet, seitdem die Gebäudesanierung im vergangenen Jahr angelaufen ist. Die alte Schule verpuppt sich zu einer modernen Bildungsstätte. Zum neuen Semester am Montag, 9. September, soll die Verwandlung abgeschlossen sein, bevor sie mit der Eröffnungsfeier am Freitag, 20. September, veredelt wird.

Wie sich eine alte Schule zur modernen Bildungsstätte verpuppt

Fliesenleger Stavros Braberssas im neuen Sanitärbereich, der an den ehemaligen „Pumakäfig“ angeschlossen ist. © Stefan Milk

Ehemaliger Pumakäfig wird zum größten Raum

Noch wird an allen Ecken und Enden gearbeitet von der Lehrküche im Keller bis zum EDV-Raum im Obergeschoss. Verwandelt hat sich vor allem der ehemalige „Pumakäfig“, der ehemalige Freigang zwischen den beiden Gebäudekomplexen, der vorher nur mit einem Gitter zum Parkplatz abgetrennt war. Nun ist der ehemalige Freiluft-Durchgang zugemauert worden - es handelt sich mit 110 Quadratmetern plötzlich um den größten Raum der Schule. „Hier können locker 100 Leute untergebracht werden - das eignet sich bestens für Ausstellungen und Empfänge“, sagt Freiberger. Einen besonderen Charakter erhält die neue „Veranstaltungshalle“ durch den unempfindlichen Klinkerboden, der erhalten wurde und eigentlich für den Außenbereich gedacht ist. Angeschlossen sind hier sämtliche Sanitärbereiche, Behindertentoilette, Umkleiden und Duschen und Sanitätsraum. Ein Zusatzeffekt: Durch die geschlossene Verbindung der Gebäude ist das Haus zusammengewachsen und wird stärker als Einheit wahrgenommen.

Wie sich eine alte Schule zur modernen Bildungsstätte verpuppt

Lichtfliesen mit LED-Technik überall an den Decken. Sie sorgen jederzeit für taghelles Licht. Am Ende des Flurs entsteht der Durchbruch für den Aufzug, der von außen an das Gebäude gesetzt wird. © Stefan Milk

Cafeteria mit frisch geschliffenem Parkettboden

Die Runde durch die neue Volkshochschule beginnt am Eingang, wo die Verwaltungsräume liegen. Von dort geht es rechts um die Ecke, wo der lang gestreckte Flur beginnt. Er gewährt Einlass in die Cafeteria mit dem charismatischen Parkettboden in Fischgrätmuster, der sauber aufgearbeitet wurde. Hier könnte schon der erste Kaffee gekocht werden, wäre die Küchenzeile schon da. Auch Tische und Stühle fehlen noch. Weiter geht es zu den beiden großzügigen Fitnessräumen, ebenso eine Wand davon lindgrün gestrichen. Dort sollen noch die Spiegelwände montiert und Materialschränke aufgestellt werden. „Was für ein Fortschritt zum Gartenhaus“, sagt Freiberger in Anspielung auf die jetzige Sportstätte der VHS, die nicht viel Komfort, wenig Platz und keine Sanitäranlagen bietet.

Wie sich eine alte Schule zur modernen Bildungsstätte verpuppt

Flure, auf denen man Bogenschießen kann, so lang sind sie. Von dort geht es im Erdgeschoss in Cafeteria und Fitnessräume, im Obergeschoss (Bild) in EDV- und Kursräume. © Stefan Milk

Flure so lang, dass man Bogenschießen könnte

Hinter dem zweiten Fitnessraum verlässt man schon den langen Flur, „auf dem man Bogenschießen machen könnte, wie manche scherzhaft sagen“, sagt Freiberger schmunzelnd. Man trifft auf die nächste Großbaustelle, auf der der neue Aufzug eingebaut wird. Der Aufzugsschacht befindet sich gerade im Aufbau - Moniereisen ragen dort heraus, wo bald die Wand stehen wird. Daneben befindet sich der Nordausgang. Dieser gewährt jenen Gästen künftig Einlass, die diesen Gebäudekomplex, bestehend aus Lehrküche und Kursräumen, für Vereinsveranstaltungen nutzen wollen. Weil es im Ortsteil immer weniger Möglichkeiten gibt, sich zu treffen, entsteht dort ein Veranstaltungsort, der unabhängig von den VHS-Öffnungszeiten genutzt werden kann. Die Lehrküche im Keller erreicht man von hier aus über die Treppe oder jenen Aufzug, der gerade eingebaut wird.

Wie sich eine alte Schule zur modernen Bildungsstätte verpuppt

In vielen Räumen konnte der alte Holzboden erhalten werden. Dort, wo es nicht gelang, wurde lichtgraues Laminat verlegt. © Stefan Milk

Malatelier und Werkräume

Doch zunächst geht es weiter durch den ehemaligen Pumakäfig in den zweiten Gebäudekomplex, den man, siehe oben, nicht mehr als solchen wahrnimmt. Die Volkshochschule aus einem Guss hält hier das Malatelier vor - ohne eine Farbe an der Wand, um die Kreativität nicht zu hemmen. Dahinter liegt ein Materialraum, in dem zu Schulzeiten Experimentierkasten und Chemikalien lagerten und künftig Farben und Staffeleien stehen werden. Dahinter kommen schon die beiden Werkräume, Karminrot gestrichen, früher das Herzstück des praktischen Unterrichts in der Förderschule. Die für die Sanierung ausgebauten Maschinen sollen dort wieder aufgestellt werden. In dem Raum fürs Textile Gestalten sind reichlich Steckdosen installiert worden.

Die Schule der ganz neuen Möglichkeiten

Apropos Steckdosen. „Man kann nie genug von ihnen haben“, sagt Freiberger. Als es zurück geht durch den Pumakäfig hinein ins Obergeschoss des ersten Gebäudes, erkennt man, dass die Steckdosen Hightech-Charakter haben. Dort im EDV-Raum bestehen sie nicht nur aus dem herkömmlichen Steckbereich, sondern haben zudem jeweils zwei USB-Anschlüsse. Zudem gibt es Smartboards, Anschlusssäulen für Beamer und Notebooks und weiß verputze Wandflächen, auf denen projiziert werden kann. Freiberger: „Diese Schule eröffnet uns ganz neue Möglichkeiten. Wir müssen jetzt erst lernen damit umzugehen, was man hier alles machen kann!“

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