WhatsApp, Skype und Co: Jetzt naht Hilfe!

dzNeues Angebot der Familienbande

Start frei fürs neue Angebot rund um Smartphone und Tablet. Ab 17. Juni gibt die Familienbande Hilfen für Senioren. Dann eröffnet das „Café Digital“ mit Tipps für WhatsApp, Skype und Co.

Kamen

, 05.06.2019 / Lesedauer: 3 min

Was ist, wenn die neue App einfach nicht aufs Smartphone will. Und was ist überhaupt eine App? Fragen, die sich viele Senioren stellen, die nicht so geübt sind, mit dem mobilen Flachtelefon umzugehen. Im Café Digital und in der Sprechstunde „Handy, Smartphone und Tablet“ gibt es künftig Hilfe bei einfachen und schweren Fragen. Die Familienbande stellte am Mittwoch ihr neues Angebot vor. Die Familieneinrichtung an der Bahnhofstraße 46 darf sich ab sofort Digital-Kompass-Standort nennen. Am 17. Juni, 15 bis 17 Uhr, ist das Digital-Café erstmals geöffnet. „Wir möchten Hilfestellung geben und älteren Menschen die digitale Welt näher bringen, damit sie diese für ihre persönliche Lebensgestaltung gewinnbringend nutzen können“, führt Tanja Brückel, Vorsitzende der Familienbande, aus: „Von der Videotelefonie mit den Enkelkindern über Online-Bestellung von Bahnfahrkarten bis hin zum Einkauf im Internet ist vieles denkbar.“

Hilfe ohne Anspruch auf Allwissenheit

Es geht auch um die Großmutter, die jetzt mit ihrem Enkel skypt, aber noch Fragen zur Technik hat. Und es geht um den Großvater, der von der Tochter ein Smartphone geschenkt bekommen hat und jetzt über WhatsApp in Verbindung bleiben will, aber immer nur ein „O“ schickt, wenn er auf den Absendepfeil drückt. „Es haben sich schon einige ältere Leute gemeldet, die an den Treffen teilnehmen möchten“, berichtet Brückel. Bei den Treffen geht es nicht nur um technische Hilfen, wie Brückel betont. „Wir sind keine Allwisssenden.“ Es ginge zudem darum, auch ohne technisches Medium zu kommunizieren und daran zu erinnern, wie schnell sich die digitale Welt entwickelt hat. „Früher hat man noch das Telefon an einer Schnur durchs Haus getragen.“ Daran werden sich vermutlich nicht mehr viele erinnern, die nun an den 13 Terminen in diesem Jahr zur Unterstützung dabei sind. Für das ehrenamtliche Projekt bildet sich eine Gruppe mit jungen Leuten, die das Wissen an die Senioren vermitteln sollen. Weitere Unterstützung ist da willkommen. Zwei Laptops sind zusätzlich angeschafft worden und im Familienbanden-Café kann man sich ein Tablet leihen, um sich ins freie WLAN einzuklinken.

WhatsApp, Skype und Co: Jetzt naht Hilfe!

Das Handy richtig bedienen und die vielen Möglichkeiten nutzen. Die Familienbande unterstützt ab diesem Monat Senioren, die Fragen dazu haben. © picture alliance / Till Simon Na

Die Angebote im Überblick

Neues Projekt ab 17. Juni

Der digitale Kompass

  • Laut einer aktuellen Untersuchung (Digitalindex 2018/19) nimmt die mobile Internetnutzung über Smartphone und Tablet besonders bei Senioren zu. 79 Prozent der 60- bis 69-Jährigen und 45 Prozent der Über-70-Jährigen sind inzwischen online.
  • Das Projekt wird durch mehrere Einrichtungen gefördert - unter anderem durch durch die Bundesarbeitsgemeinschaft der Senioren-Organisationen (BASGO) und das Bundesministerium der Justiz und für Verbraucherschutz. Die Umsetzung erfolgt ehrenamtlich.
  • Weitere Informationen gibt unter www.digital-kompass.de.

Die Angebote im Überblick. Im „Café Digital“ werden grundsätzliche Fragen geklärt, beispielsweise über die Nutzungsmöglichkeiten von WhatsApp und Instagram. Die Termine sind am 17. Juni, 8. Juli, 12. August, 9. September, 7. Oktober, 11. November und 9. Dezember, jeweils von 15 bis 17 Uhr im Seminarraum im Erdgeschoss. Konkrete Hilfestellungen gibt es bei der Sprechstunde „Handy, Samrtphone und Tablet“, für die Termine am 24. Juni, 22. Juli, 26. August, 20. September, 28. Oktober und 25. November angesetzt sind, jeweils von 15 bis 16 Uhr, ebenso im Seminarraum. Zudem gibt es einen Kurs „Internet für Senioren“, der am 27. August startet und insgesamt sechs Mal dienstags von 15 bis 16.30 Uhr läuft. Nina Stollmann von der Familienbande, die das Projekt unterstützt, sagt: „Einerseits gibt es Berührungsängste, anderseits besteht der Wunsch, auch mal eine Videokonferenz mit den 100 Kilometer entfernt wohnenden Enkeln zu machen.“ Der digitale Fragenkatalog lässt sich weiterführen, wie zum Datenschutz, zu Downloads, E-Mails, Messaging und zur Videotelefonie. Und zur Telemedizin, zum Schutz vor Viren und Malware und auch zu sicheren Passwörtern. Kamen ist ein Standort von insgesamt 75 bundesweit geplanten. Dass es wichtig ist, die Prozesse des digitalen Wandels nachvollziehbar zu machen, davon ist Brückel überzeugt. „Man hat es ja jetzt in der Politik auf Bundesebene gesehen, dass man sich damit auseinandersetzen muss.“

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