Westtangente in Unna: Kamen muss über Kostenverteilung verhandeln

dzUmgehungsstraße für Unna

Die Planungen für die Westtangente in Unna könnten wieder Fahrt aufnehmen. Vorher muss jedoch über die Kostenverteilung verhandelt werden. Und die Stadt Kamen sitzt dabei mit am Tisch.

Kamen, Unna

, 15.06.2020, 16:30 Uhr / Lesedauer: 2 min

Seit mehr als drei Jahrzehnten steht die Westtangente (OWIIIa) auf der politischen Tagesordnung – mal mehr, mal weniger intensiv wurde beraten. Dortmunds Oberbürgermeister Ullrich Sierau, Landrat Michael Makiolla, Unnas Bürgermeister Werner Kolter und Kamens Bürgermeisterin Elke Kappen haben zuletzt im März Post vom Landesverkehrsministerium bekommen. Botschaft: Eine vollständige Übernahme der Planungskosten durch das Land ist nicht möglich. Die Beteiligten hatten angeregt, die Planung selbst durchzuführen und eine Erstattung der Kosten durch das Land gefordert. So sollte eine schnellere Umsetzung möglich werden.

Kostenverhandlungen mit allen Beteiligten

Die Tücke steckt nun im Detail: Bevor tatsächlich weiter an der Umgehungsstraße, die von Dortmund-Asseln und -Wickede durch Unna zum Kamen-Karree führen soll, geplant wird, müssen Kostenverhandlungen geführt werden. Wer übernimmt einen wie großen Anteil der Planungsaufwendungen? Auf diese Frage wird es wohl keine einfache Antwort geben.

Die Stadt Kamen sitzt mit am Verhandlungstisch, sieht sich aber in einer Nebenrolle. In einer Mitteilung an den Stadtrat teilt die Verwaltung mit: „Sämtliche zur weiteren Planung anstehenden Straßenabschnitte befinden sich nicht auf dem

Gebiet der Stadt Kamen. Die Verwaltung geht daher nach wie vor davon aus, dass sich die Stadt Kamen nicht an den Planungskosten oder anderen Kosten zu beteiligen hat.“ Gleichwohl will Kamen sich weiter für eine rasche Umsetzung des Projektes stark machen.

Gutachten müssen neu erstellt werden

Die Planungskosten werden aktuell mit 1,5 Millionen Euro beziffert. Das Problem: Gutachten, die bereits erstellt wurden, sind inzwischen so alt, dass sie durch aktuelle Forschungen ersetzt werden müssen. Das gilt etwa für die Verkehrsuntersuchung, aber auch für die Umweltverträglichkeitsstudie. Aktuell fehlen noch 1200 Meter Neubaustrecke, die komplett auf Unnaer Stadtgebiet liegen. Konkret handelt es sich um den Abschnitt zwischen dem Kreisverkehr am Afferder Weg und dem Hallohweg.

Konkrete Planungen erst ab Ende 2021

Die konkreten Planungen können aber wohl erst frühestens Ende 2021 beginnen. Hintergrund ist, dass für die Kostenübernahmeverhandlungen sechs Monate eingeplant werden, die politischen Beschlüsse dazu könnten dann Anfang 2021 erfolgen. Danach müssen sowohl die Stadt Dortmund wie auch der Kreis Unna zunächst Stellen ausschreiben und besetzen.

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