Wenn der Waschbär kommt: So schützt man sein Zuhause vor dem ungebetenen Gast

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Mülltonnen sichern, alle Löcher schließen, damit der Waschbär nicht zum Dauergast wird. Zwar stellt er keine Gefahr dar, dennoch kann das Tier lästig werden, wenn es nachts lautstark aktiv wird.

Kamen

, 17.07.2020, 12:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

Niedlich, wie die beiden Waschbären im Kirschbaum an der Lindenallee sitzen. Doch was die einen entzückt, beobachten andere wiederum sorgenvoll. „Eigentlich wollen wir den Waschbär hier nicht haben“, so eine Anwohnerin, die die Tiere unfreiwillig als Gast hatte.

Der Waschbär, so die Tier-Experten der Biologischen Station in Bergkamen-Rünthe, stellt überhaupt keine Gefahr dar – sie beißen nicht und übertragen keine Infektionen, wie Leiter Klaus Klinger auf Anfrage der Redaktion berichtet. Der Naturschutzbund Deutschland (Nabu) hat zudem einige Tipps, wie man sein Zuhause rüsten kann, damit weder Mülltonnen in Mitleidenschaft gezogen werden noch Tiere sich unterm Dach häuslich einrichten.

Ein Hauch von Wildnis: Die beiden Waschbären im Kirschbaum an der Lindenallee, die die Welt einen Tag lang aus der Astgabel betrachteten.

Ein Hauch von Wildnis: Die beiden Waschbären im Kirschbaum an der Lindenallee, die die Welt einen Tag lang aus der Astgabel betrachteten. © Privat

Die Tipps der Experten für ein „waschbärloses“ Zuhause

„Hört man es nachts mal wieder rumpeln und klappern auf dem Dachboden, kann dies durchaus darauf hinweisen, dass der in menschlichen Siedlungen teils unerbetene Gast den Eingang ins eigene Haus gefunden hat“, so die Experten des Naturschutzverbandes. Um dem Besucher den Zugang und Aufenthalt im eigenen Heim nicht allzu leicht zu machen, haben die Naturschützer einige Hinweise zusammengestellt. Sie lauten folgendermaßen:

  • Schneiden Sie Bäume und Sträucher, die an oder über das Dach reichen, großzügig zurück
  • Bringen Sie glatte Blechmanschetten (eine Meter hoch, ein Meter breit) über den Fallrohren der Regenrinne an
  • Lassen Sie ein starkes Metallgitter auf dem Schornstein anbringen
  • Verschließen Sie mögliche Einstiege konsequent und mit soliden Baumaterialien
  • Verschließen Sie nachts die Katzenklappe

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Damit es gar nicht erst soweit kommt, dass der Waschbär im Garten zum Dauergast wird, haben die Naturschützer folgende Tipps parat:

  • Bewahren Sie Mülltonnen und Abfälle unzugänglich auf oder sichern Sie Behältnisse mit starken Spanngummis. Stellen Sie die Mülltonnen nach Möglichkeit mindestens einen halben Meter von Zäunen, Mauern und Zweigen entfernt auf
  • Gelbe Säcke sollten erst am Tag der Abholung morgens vor die Tür gestellt oder in verschließbaren Boxen aufbewahrt werden
  • Werfen Sie Fleisch, Fisch, Milchprodukte, Brot und Obst nicht auf den Kompost, Garten- und Gemüsereste sind hingegen unproblematisch
  • Hinterlassen Sie keine Nahrungsreste in öffentlichen Papierkörben
  • Futter für Haustiere nicht über Nacht im Garten oder auf der Terrasse belassen

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Grundsätzlich gilt, so die erfahrenen Naturschützer: Durch umsichtiges Verhalten ist ein friedliches Neben- und Miteinander von Mensch und Waschbär möglich.

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