Weniger verletzte Radfahrer in Kamen – dafür deutlich mehr Autounfälle

dzVerkehrsunfallstatistik

30 Radfahrer haben sich im vergangenen Jahr bei Unfällen in Kamen verletzt. Das sind deutlich weniger als im Jahr davor. Dafür ist die Zahl der Autounfälle gestiegen.

Kamen

, 04.03.2020, 12:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

75 Verletzte bei Autounfällen in Kamen. Das sind 16 Menschen mehr als noch im Jahr davor. Die Zahl 16 taucht in roter Schrift in der aktuellen Verkehrsunfallstatistik der Kreispolizei Unna für das Jahr 2019 auf. Von einer positiven Verkehrsunfallentwicklung kann man in der Sesekestadt nicht sprechen.

Die Polizei bewertet sie als insgesamt „uneinheitliche“ Entwicklung.

Dass sie weder positiv noch negativ bewertet werden kann, liegt möglicherweise auch daran, dass die Zahl der Verkehrsunfälle zwar gesunken ist, aber die der Verletzten gestiegen. Obwohl es also zu weniger Unfällen kam, waren mehr Personen involviert bzw. kamen dabei zu Schaden.

Deutlich weniger schwerverletzte Radfahrer im Kreis Unna

Ein eindeutigeres Ergebnis liefert die Zahl der verunglückten Radfahrer. Die ist im vergangenen Jahr im Vergleich zum Vorjahr gesunken. Im Jahr 2018 verletzten sich 40 Menschen, die auf dem Fahrrad unterwegs waren, bei einem Unfall. Im vergangenen Jahr waren es 30.

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Nicht nur in Kamen ist die Zahl der verunglückten Radfahrer rückläufig. Die Verkehrsunfallentwicklung im Bereich der Radfahrer ist für den ganzen Kreis Unna „erfreulich“, wie die Polizei in ihrem Bericht zusammenfasst. Sowohl die Gesamtunfallzahl als auch die Verunglücktenzahl und die Zahl der Schwerverletzten sei rückläufig. „Im Falle der Schwerverletzten hat sich die Zahl sogar fast halbiert.“

Radfahrer bleiben weiter im Fokus der Kreispolizei

Allerdings sei auch ein Radfahrer im Jahr 2019 getötet worden und die Radfahrer blieben eine Risikogruppe, die sich im Fokus der Kreispolizeibehörde

befinde. „Kommt es zu einem Unfall mit Radfahrerbeteiligung, so wird der Radfahrer in über 82 Prozent der Fälle verletzt.“ Auch dieser Wert ist im Vergleich zum Vorjahr gesunken. 2018 lag die Wahrscheinlichkeit für Radfahrer, sich bei einem Verkehrsunfall zu verletzen bei 92 Prozent.

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Acht von den Radfahrer, die auf Kamener Boden zu Fall gekommen sind, waren Senioren über 65 Jahre. Insgesamt sind in Kamen im vergangenen Jahr 28 Senioren verunglückt. Das sind elf mehr als noch im Jahr davor. Ebenfalls eine rote Zahl in der Unfallstatistik für die Sesekestadt. Doch die Polizei betont, dass sich hinter den Zahlen Menschen und Schicksale verbergen. Sie plädiert an alle: „Fehlverhalten kann man abstellen. Wenn jeder bei sich damit anfängt, werden unsere Straßen sicherer.“

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