Müll-Bilanz nach Silvester: Die Müllmänner sprechen von einer spürbaren Veränderung

dzAbfall

Am Neujahrstag und auch darüber hinaus sind die Städte üblicherweise deutlich gezeichnet von der Böllerei. Auch in Kamen lag wieder Müll herum. Aber nicht so viel, wie im Vorjahr.

Kamen

, 07.01.2020, 10:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

„Es ist zu spüren, dass der eine oder andere nachgedacht hat, ob Feuerwerke in dem Umfang noch notwendig sind.“ Der GWA-Pressesprecher Andreas Hellmich verkündet im Namen der radelnden Müllmänner der Aktion „Sauberes Kamen“ eine positive Silvesterbilanz für Kamen. Der Müll nach den Silvesterfeiern ist demnach „spürbar weniger“ geworden – und nicht nur ein wenig.

Freilich sah die Stadt am Neujahrstag trotzdem nicht besonders gut aus. Reste von Feuerwerkskörpern lagen auf Straßen und Plätzen herum. Vor allem in der Innenstadt hatten die Männer der GWA-Aktion „Sauberes Kamen“, die auf ihren Fahrädern unterwegs sind und die Stadt sauber halten, viel zu tun. „Mehr als in Methler und Heeren“, sagt Hellmich. Dort gab es deutlich weniger Reste von Böllern.

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Um die Stadt möglichst schnell von dem Unrat zu befreien, hat die Abfallgesellschaft GWA die Arbeit der Mitarbeiter umorganisiert. Die Schichten wurden laut Hellmich auf mehrere Tage verteilt. Andere Dinge, die nach hinten geschoben werden konnten, wurden vertagt. „Auf außerordentliche Ereignisse wie Silvester stellen wir uns ein und fangen das auf“, sagt Hellmich.

Zu außerordentlichen Ereignissen gehören nicht nur die Feiern zum Jahreswechsel, sondern auch Großveranstaltungen.

Stadt hat eine Absprache mit der GWA

Auch der Stadt Kamen ist in diesem Jahr keine großartige Vermüllung nach Silvester aufgefallen, wie Sprecher Peter Büttner auf Nachfrage erklärt. „Es war nicht heftiger als in den vergangenen Jahren.“ Die Stadt hat mit der GWA eine Vereinbarung getroffen. Teilweise gebe sie der GWA Bescheid, wenn Müll gemeldet wird oder Mitarbeiter des Bauhofes fahren selber raus, sagt Büttner.

Müll-Bilanz nach Silvester: Die Müllmänner sprechen von einer spürbaren Veränderung

Die GWA-Mitarbeiter sind auf E-Lastenfahrrädern unterwegs. Sie halten die Stadt sauber. © Stefan Milk

Der Bauhof besitze drei Straßenkehrmaschinen, die regelmäßig auf jenen Straßen im Einsatz sind, die von der Stadt abgefahren werden müssen. Die Maschinen nehmen sich Straßen, Gehwege und Plätze in den einzelnen Stadtteilen nach und nach vor. Der Marktplatz und die Fußgängerzone wurde außerplanmäßig am Donnerstag nach Silvester von dem Gröbsten gesäubert, weil am Freitag Markttag ist.

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Für kleinere Feldwege und Grünflächen wie der Sesekepark oder der Postpark sind die radfahrenden Müllmänner der GWA zuständig.

Die waren bereits nach Silvester fleißig und an diesem Freitag haben auch die städtischen Kehrmaschinen in ihrem normalen Rhythmus die ganze Stadt durch. Dann sollten auch die allerletzten Spuren der Böllerei beseitigt sein.

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