Weniger Geburten, mehr Sterbefälle und ein erfreulicher Trend in Kamen

dzJahresbilanz

Die Zahl der Neugeborenen in Kamen ist im vorigen Jahr gesunken, die Zahl der Sterbefälle gestiegen. Die Jahresbilanz des Einwohnermeldeamts enthält aber auch einen erfreulichen Trend bei den Einwohnerzahlen.

Kamen

, 15.01.2020, 17:32 Uhr / Lesedauer: 2 min

Keine Überraschung ist es, dass in Kamen kaum noch Kinder geboren werden. Denn seit die Geburtsstation am Hellmig-Krankenhaus geschlossen wurde, erblicken die allermeisten Babys in auswärtigen Kliniken das Licht der Welt. Ein Blick auf die Jahresbilanz des Bürgerbüros im Rathaus zeigt, dass Hausgeburten statistisch gesehen keine Rolle spielen.

Zwei Hausgeburten

Zwei Geburten wurden im Jahr 2019 in Kamen registriert. Diesen Babys ist der selten gewordene Eintrag „Geburtsort: Kamen“ im Personalausweis sicher, während unter allen anderen neugeborenen Bürgern Unna, Hamm und stark verbreitet sind. Die Zahl der zu Hause geborenen Kinder pendelt seit der Kreißsaal-Schließung im Jahr 2013 zwischen zwei und vier Babys jährlich.

Kamener Eltern meldeten im vorigen Jahr insgesamt 328 neugeborene Neubürger im Rathaus an – gegenüber 374 im Vorjahr 2018. Dem stehen 589 Sterbefälle gegenüber – das ist ein deutliches Plus im Vergleich zu den 559 Kamenern, die 2018 verschieden.

45232 Einwohner registriert

Kamen hat laut Jahresbilanz insgesamt 45232 Einwohner, davon 44137 mit Hauptwohnsitz und 1095 mit Nebenwohnsitz. Die Gesamtzahl stieg laut den städtischen Daten geringfügig um 112 Einwohner an. Im Vorjahr war noch ein Rückgang verzeichnet worden. Zur Einordnung: Die Zahlen der Stadtverwaltung liegen regelmäßig höher als die maßgebliclhe Einwohnerstatistik des statistischen Landesamts, dessen aktuelle Daten noch dem Stand vom 30. Juni 2019 entsprechen. Zu diesem Stichtag hat Kamen 43016 Einwohner.

Günstig wirkt sich aus, dass viele Menschen nach Kamen umgezogen sind, während weniger Menschen wegzogen. „Im Vergleich zum Vorjahr hat sich die Einwohnerzahl auf fast gleichem Niveau, mit einer leichten Steigerung, stabil gehalten“, erklärt Stadtsprecher Rüdiger Büscher. Durch einen leichten Überhang bei den Zu- und Wegzügen habe der durch die Sterbefälle verursachte rechnerische Bevölkerungsrückgang ausgeglichen werden können. Den sprichwörtlichen Bund fürs Leben schlossen im vorigen Jahr insgesamt 307 Paare – das sind elf mehr als im Vorjahr.

Kein Vornamen-Ranking verfügbar

Emma und Ben sind bundesweit die beliebtesten Vornamen für Neugeborene, wie der Hobby-Namensforscher Knud Bielefeld aus dem schleswig-holsteinischen Ahrensburg herausgefunden hat. Ob das auch für Kamen zutrifft, lässt sich nicht nachvollziehen. Denn die Stadt Kamen veröffentlicht keine Liste der beliebtesten Baby-Vornamen mehr.

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