Weltkriegsbombe auf 3M-Gelände vermutet: Sperrung der A1 droht

Bombensuche startet schon am Samstag

Auf dem Firmengelände von 3M liegt womöglich eine Bombe aus dem Zweiten Weltkrieg. Falls es sich tatsächlich um einen Blindgänger handelt, soll er am Samstag oder Sonntag geborgen werden.

Kamen

, 23.11.2018, 15:00 Uhr / Lesedauer: 2 min
Weltkriegsbombe auf 3M-Gelände vermutet: Sperrung der A1 droht

So sieht ein Zünder einer entschärften Weltkriegsbombe aus, wie hier am Kamener Werdelsgraben im Jahr 2013. © Stefan Milk

Eine mögliche Räumung einer Bombe aus dem Zweiten Weltkrieg könnte am Wochenende für folgenreiche Sperrungen im Kamener Kreuz sorgen. Wie die Stadt Kamen am Freitagmittag mitteilte, gibt es einen Verdachtsmoment für das Firmengelände des Multikonzerns 3M“. Je nachdem, wie sich die Räumung entwickelt, könnte es entweder an diesem Samstag oder am Sonntag zur Sperrung der Autobahn 1 und der Unnaer Straße (B233) kommen. „Es kann aber sein, dass wieder nur ein Stahlseil gefunden wird“, so Stadtsprecher Hanno Peppmeier mit Verweis auf eine Räumungsaktion im Jahr 2016.

Weltkriegsbombe auf 3M-Gelände vermutet: Sperrung der A1 droht

Der Kampfmittelräumdienst Arnsberg setzt Schachtringe, wie hier im Jahr 2013 am Nordring, um sicher an die Weltkriegsbombe zu gelangen. © Borys Sarad

Wohnhäuser vor der Evakuierung

Der Kampfmittelräumdienst Arnsberg wird seine Arbeit am Samstagmorgen aufnehmen und zunächst mit einem Kleinbagger graben, bevor er Schachtringe setzt und per Schaufel vorsichtig weiterarbeitet. Sollte eine konkrete Gefahr bestehen, soll die Bombe umgehend geborgen werden. Dann müssten Wohnhäuser mit elf Anwohnern im Radius von 250 Metern evakuiert werden und Straßen gesperrt. Die Polizei wird mithilfe der Stadt Kamen dann die sofortige Straßensperrung einleiten. Wird eine Bombe gefunden, die als weniger risikoreich eingestuft wird, soll die Bergung erst am Sonntag erfolgen. Auch dann könnten Sperrungen erfolgen.

In der Regel sind Weltkriegsbomben 250 Kilogramm schwer. Für eine möglich Bergung heißt das: Pro Kilo Bombe wird einen Meter gesperrt, entsprechend ergibt sich ein Radius von 250 Metern um die Fundstelle. Sollte die Bombe größer sein, wird auch der Evakuierungsradius vergrößert.

Verdacht bereits in 2016

Geophysikalische Messungen hatten bereits im Jahr 2016 ergeben, dass an der Edisonstraße eine Bombe aus dem Zweiten Weltkrieg im Erdreich verborgen sein könnte. Dann gab es Entwarnung: Auf dem Gelände der Firma 3M an der Edisonstraße lag kein Blindgänger aus dem Zweiten Weltkrieg im Erdreich. „Es gibt keine Bombe, an der Stelle wurden Drahtseile gefunden“, teilte Stadtsprecher Hanno Peppmeier damals mit. Und: „Das ist eine gute Nachricht.“ Im Zuge der geplanten Baumaßnahmen des Konzerns hatte es auf dem Gelände geophysikalische Untersuchungen gegeben. Experten hatten gewarnt, dass aufgrund der Messergebnisse eine Bombe auf dem Gelände verborgen sein könnte. Entsprechende Schritte wurden eingeleitet, am Samstag zunächst der sogenannte Bodeneingriff. Hierbei wurde mit technischem Gerät gegraben, die Einsatzkräfte stießen bei ihren Arbeiten dann auf besagte Drahtseile und nicht – wie befürchtet – auf eine Bombe.

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