Weiterhin keine Planungskapazitäten für Umgehung: Diese Reaktion kommt aus dem Ministerium

dzWesttangente

Für die Westtangente gibt es bei der Straßenbaubehörde Straßen NRW weiterhin keine Planungskapazitäten. Das Land ist vielmehr damit beschäftigt, Autobahnbrücken wie über die Seseke zu retten.

Kamen

, 24.10.2019, 05:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

Das Bauministerium des Landes NRW macht den örtlichen Kommunen wenig Hoffnung, dass sich das Land schnell mit der Westtangente, die Unna, Dortmund und Kamen vom Durchgangsverkehr entlasten soll, beschäftigten wird. Die Trasse ist auch unter den Begriffen OWIIIa und L663n bekannt. „Die Planung wird wieder vorrangig aufgenommen werden, sobald Planungskapazitäten vorhanden sind“, so Sprecher Bernhard Meier am Mittwoch in Düsseldorf. Schon zu Beginn des Jahres hatte das Land festgestellt, dass die Landesbaubehörde Straßen NRW zurzeit keine zusätzlichen Kapazitäten habe. Bekanntlich konzentriert sich die Behörde darauf, landesweit die Autobahnbrücken zu sanieren. Zwischen dem Bauwerk Sesekebach und der Rheinbrücke werden auf den Autobahnen etliche Bauten aufgemöbelt.

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Unnas und Kamener Bauabschnitt zeitgleich mit Dortmund

Fest steht jetzt: Der vierte und der fünfte Bauabschnitt, die auf Unnaer und Kamener Gebiet stattfinden werden, sollen zeitgleich mit der Ortsumgehung Dortmund angegangen werden. Dabei handelt es sich um den dritten Bauabschnitt des Großprojekts, der die Ortsumgehung für Asseln und Wickede zusammenfasst. Meier erinnert an das Angebot an die Kommunen: „Da durch die zahlreichen Baumaßnahmen die Planungskapazitäten beim Landesbetrieb Straßenbau ausgelastet sind, hat das Verkehrsministerium zwischenzeitlich den beteiligten Kommunen angeboten, die Planungen gegen Kostenerstattung selbst in die Hand zu nehmen.“ Dort wird zurzeit geprüft, ob das in der Gesamtheit zu stemmen ist.

Städte haben Vorleistungen bereits erbracht

Somit sind zumindest einige Vorleistungen erbracht. Die Stadt Unna und die Wirtschaftsförderungsgesellschaft haben alle notwendigen Grundstücke erworben, die für den Bau der Trasse erforderlich ist. Teilstücke sind bereits realisiert sowohl auf Dortmunder als auch auf Unnaer Gebiet. An der Planung von weiteren Teilstücken, die zur Trasse gehören, wird zurzeit gearbeitet. Letztlich schließt die Westtangente an den Ikea-Kreisel auf Kamener Stadtgebiet an. Dort ist der Anschluss zum Kamener Kreuz möglich. Interessiert an der Verbindung sind dort auch Kamener Gewerbetreibende, wie Uwe Dräger vom Kaminofen-Fachhandel „Flammenträume“. Der hatte sich beim Spatenstich für die dortige Betriebserweiterung nach dem Stand der Planungen erkundigt. Der Fachhändler aus Unna steht oft im Stau, wenn er zur Arbeit fährt.

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