Wasserschaden im Jugendzentrum JKC: Ausweichquartier gesucht

dzJKC

Plastikeimer und andere Behälter stehen im JKC verstreut. Die Pfützen auf dem Boden des Jugendzentrums in Kamen-Mitte sind fast weggetrocknet, doch das eingedrungene Wasser hat Schäden angerichtet, die auf den ersten Blick unsichtbar sind.

Kamen

, 05.02.2020, 16:44 Uhr / Lesedauer: 1 min

Im Jugendzentrum JKC sind die Möbel verrückt, und Plastikeimer stehen auf dem Boden und auf Fensterbänken. An verschiedenen Stellen ist Regenwasser durch das Dach eingedrungen. An einen geordneten Betrieb ist nicht mehr zu denken. Einen Tag nach Bekanntgabe der vorläufigen Schließung gewährt JKC-Leiter Ferit Altas einen Einblick in die Räume.

Schränke an der Theke aufgequollen

Nicht nur die Wände und die Decke sind feucht. „Schränke sind aufgequollen“, sagt der Stadtmitarbeiter und zeigt auf die Theke. Dort heißen er und seine Kollegen sonst die Jugendlichen und jungen Erwachsenen willkommen, die zu den Öffnungszeiten in das Café gehen.

Das vollständige Ausmaß des Wasserschadens lässt sich noch nicht erfassen und beziffern. Es riecht klamm. Das JKC ist jetzt ein Versicherungsfall, und es wird erwartet, dass ein Gutachter sich ein Bild von den Räumen und vom Dachschaden machen wird. Für Sofortmaßnahmen zur Dachabdichtung ist die Stadt Kamen nicht zuständig, weil sie die Räume in der ehemaligen Post an der Poststraße bloß angemietet hat.

Wasserschaden im Jugendzentrum JKC: Ausweichquartier gesucht

Wasser drang durch das Dach ein: Baumaterial liegt auf der Baustelle auf dem Flachdach des JKC. © Carsten Fischer

Vermieter vor Ort

Ein Vertreter des Vermieters schaute sich am Mittwochnachmittag vor Ort um, stand aber gegenüber einem Reporter für Fragen über die Situation im JKC und zum Stand der Schadenbeseitigung nicht zur Verfügung. Zuvor wurden Handwerker auf dem Dach gesichtet. Das ehemalige Postgebäude gehört einer Immobilienfirma aus Schwelm, wie deren Internetseite zu entnehmen ist.

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Die nächsten Veranstaltungen im JKC sind abgesagt. Wenn möglich, soll ein Ausweichquartier gefunden werden. „Wir arbeiten fieberhaft an Lösungen“, sagte Stadtsprecher Peter Büttner am Mittwoch. Neu ist: Das „Café International“ fällt nicht aus, sondern wird am kommenden Sonntag im Freizeitzentrum Lüner Höhe an der Ludwig-Schröder-Straße stattfinden.

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