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Was Ärzte über ihren Kollegen Dr. Google sagen

Gesundheitsvortrag

Wenn es irgendwo zwickt oder wehtut, nutzen viele Menschen den sprichwörtlichen Dr. Google zur Selbstdiagnose im Internet. Was sagen Ärzte dazu?

Kamen

11.01.2019 / Lesedauer: 2 min
Was Ärzte über ihren Kollegen Dr. Google sagen

Dr. Marcus Rottmann: Das Gespräch mit dem Arzt kann keine Internetrecherche ersetzen.KLinikum © Klinikum Westfalen

Ob das Konsultieren von Dr. Google für Betroffene, aber auch für Ärzte eine gute Idee ist oder nicht, war Thema in der Veranstaltungsreihe „Pulsschlag“ im Severinshaus am Hellmig-Krankenhaus in Kamen.

Claudia Haschke von der Bertelsmann-Stiftung und Dr. Marcus Rottmann, Ärztlicher Leiter des Hellmig-Krankenhauses Kamen, diskutierten miteinander und mit Gästen. Das Ergebnis des Informationsabends war ein Konsens, wie das Klinikum Westfalen anschließend berichtete. Sich vorab im Internet zu informieren um dann konkreter mit einem Arzt sprechen zu können, könne für beide Seiten ein Gewinn sein.

Wenn die Recherche im Internet aber dazu führe, den Arztkontakt auszusparen, könne das Ergebnis problematisch sein. Sowohl ein Verharmlosen als auch eine unangebrachte Dramatisierung von Symptomen könne schwerwiegende Folgen haben, warnte Dr. Rottmann.

Claudia Haschke stellte Ergebnisse einer Studie der Bertelsmann-Stiftung vor. Danach gibt es auch Internetseiten zu Gesundheitsthemen mit Inhalten, deren Befolgen schwerwiegende Schädigungen nach sich ziehen könne. Es gebe aber auch verlässliche Gesundheitsportale, die gut informieren, ohne kommerzielle Interessen zu verfolgen. Wichtig sei es, zu prüfen, von wem Inhalte im Internet stammen, ob diese aktuell sind und ob erkennbar finanzielle Interessen eine Rolle spielen, rät sie.

Das Gespräch mit dem Arzt des eigenen Vertrauens, so bekräftigte Dr. Rottmann bei dem Vortrag, sei durch keine Internetrecherche zu ersetzen.

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