Warum der Kamener Autor Gerd Puls über die Emscher schreibt

dzEvangelischer Kirchentag

Der Kamener Autor Gerd Puls ist beim Evangelischen Kirchentag in Dortmund dabei. Nicht zum ersten Mal, und bei ihm zu Hause in Heeren-Werve sind Gäste untergebracht.

Kamen

, 17.06.2019, 14:33 Uhr / Lesedauer: 2 min

Wenn der Evangelische Kirchentag in Dortmund eröffnet wird, werden Erinnerungen beim Kamener Schriftsteller und Maler Gerd Puls wach. Denn schon 1990 beteiligte er sich an dem Kirchentreffen, als es in Dortmund Station machte.

Zum aktuellen Kirchentag hat der ehemalige Kamener Schulleiter zusammen mit neun weiteren Autoren aus Westfalen und dem Ruhrgebiet seine Gedanken zum Psalm 23 in einer einstündigen Textcollage zusammengefasst, die an unterschiedlichen Orten in Dortmund aufgeführt wird. Das geht aus einer Mitteilung hervor.

Bereits 1990 war Puls nach eigenen Angaben mit mehreren Textbeiträgen in dem offiziellen Kirchentags-Band „Geisteskinder“ vertreten. Der spätere evangelische Superintendent Alfred Buß habe das 250 Seiten starke Kirchentags-Lesebuch herausgegeben – mit Aufsätzen, literarischen Texten, Bildern, und Collagen zahlreicher bekannter westfälischer Literaten und Künstler wie Josef Reding, Hugo Ernst Käufer oder den beiden Kamener Autoren Heinrich Peuckmann und Gerd Puls.

Erquickendes Wasser und die Emscher

„Solche Aktionen sind fruchtbar und bieten zusätzliche Schreibanlässe“, erklärt Puls. „Damals vor fast 30 Jahren habe ich lediglich vorhandene Texte ausgewählt. Diesmal habe ich gezielt für den Kirchentag geschrieben. Literarisch habe ich mich nicht nur mit dem Psalm 23 und dem Thema ,kostbares und erquickendes Wasser‘ beschäftigt, sondern, über die Vorgaben und die gemeinsamen Veranstaltungen zum Kirchentag hinaus weitere Texte zum Thema Wasser geschrieben, z.B. über das Flüsschen Emscher. So sind kleine Prosatexte, Reise-, Zustands-, und Erinnerungsstücke entstanden, die mit dem eigentlichen Kirchentag nur noch am Rande zu tun haben.“ Der Psalm 23 beginnt mit den bekannten Worten: „Der Herr ist mein Hirte.“

Puls ist auch einer von vielen privaten Gastgebern. Er und seine Frau nehmen Kirchentagsbesucher in ihrem Haus in Heeren auf und bieten ihnen Übernachtungsmöglichkeiten. „Da ich selbst in den Veranstaltungstagen in Dortmund unterwegs bin, um meine Kirchentagstexte zu lesen, können unsere Gäste, die aus Norddeutschland kommen, gut bei uns in Heeren übernachten und so wie ich von dort aus zum Kirchentag fahren“, so Puls.

Lesungen mit Gerd Puls

Gerd Puls liest im Rahmen des Kirchentages am Freitag, 21. Juni, 16 Uhr, in der Erlöserkirche in Dortmund-Huckarde sowie am Samstag, 22. Juni, 16 Uhr, im Schloss Eving am Nollendorfplatz. Das Kirchentreffen in Dortmund dauert vom 19. bis 23. Juni.

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