Auf der Bühne mit Sido, Mark Forster und Rea Garvey. Für Lucas Rieger geht ein Traum in Erfüllung. Er steht am Donnerstag, 12. September, auf großer Showbühne. Vor einem Millionen-Publikum.

Kamen

, 06.09.2019, 14:33 Uhr / Lesedauer: 3 min

Mehr als 30.000 Sängerinnen und Sänger haben sich für die neue Staffel der Casting-Show „The Voice of Germany“ beworben. Einer der wenigen, der es davon in die Show geschafft haben, ist Lucas Rieger aus Kamen. Der 19-jährige Filmsounddesign-Student ist am Donnerstag, 12. September, in der Abendshow auf ProSieben zu sehen. Beginn ist um 20.15 Uhr. Erste Eindrücke von dem Abend, der vorab aufgezeichnet wurde, gibt es im Vorschau-Videos des Senders. Und dort ist schon zu sehen: Garvey und Co sind schwer beeindruckt, rocken mit - und das Publikum johlt und tobt! Ob Lucas in die nächste Runde kommt?

Beiges Hemd und Hosenträger, alles im Style der 30er

Unsere Redaktion besucht den werdenden Star zuhause in Kamen. Groß gewachsen, schlank, die kurzen Haare stark zurückgebürstet, dazu ein beiges Hemd und Hosenträger, eben alles im Style der 30er-Jahre, jenem Zeitalter, das der 19-Jährige zu seinem Wahl-Zeitalter erklärt hat, weil er die Musik liebt und alles, was damit zu tun hat. Doch dazu später mehr. Denn die erste Frage, die gestellt werden muss: Wie ist es, vor Millionen plötzlich im Rampenlicht zu stehen? „So nervös war ich mein ganzes Leben nicht. Ich habe den ganzen Tag nichts gegessen und nur Kaffee getrunken“, räumt Lucas schmunzelnd ein. Als er die Bühne betrat, legte er den Schalter sofort um. „Alle Aufregung ist plötzlich von mir abgefallen. Ich hatte einfach Bock, zu singen!“ Und wie. Und die Mundharmonika glühte...

Vor Millionen mit Sido, Mark Forster und Rea Garvey: Kamener singt bei The Voice of Germany

Lucas Rieger hat eine Gitarre aus einem Spaten gebaut - so wie es in der 30er-Jahren gemacht wurde, als aus Alltagsgegenständen Instrumente gefertigt wurden, weil sich nicht jeder eine Gitarre leisten konnte. © Stefan Milk

Gesungen vor Freude, als die Zusage kam

Lucas ist noch voller Eindrücke von der Show, die er jetzt erlebte und die am kommenden Donnerstag im Fernsehen zu sehen ist. Der Weg dorthin war lang. Noch vor der ersten Fernseh-Sekunde musste er sich über vier Runden gegen die vielzählige Konkurrenz durchsetzen. In A-Capella-Runden mit Vocal-Coaches, Producer und Musikredakteuren in Köln und einer Finalrunde in Berlin, wo er von morgens bis abends vorsingen musste und interviewt wurde. „Mit An- und Abreise war ich 28 Stunden lang auf den Beinen“, erinnert er sich. Und keine Sekunde davon sei verschwendet, so professionell und freundlich sei es gewesen. Noch einmal hatte er mit einem seiner Lieblingssongs gepunktet: „Got My Mojo Working“ von Muddy Waters. Die Ungewissheit, ob er es in die Sendung geschafft hat, dauerte nicht lange. Als die Email mit der Nachricht kam, löste das ein einziges Glücksgefühl aus: „Ich habe erst einmal gesungen vor Freude. Das ist der Weg, mich auszudrücken!“

Vor Millionen mit Sido, Mark Forster und Rea Garvey: Kamener singt bei The Voice of Germany

Lucas auf der Bühne bei „The Voice of Germany“. Er rockt das Publikum von der ersten Sekunde an. Zu sehen ist das am Donnerstag, 20.15 Uhr, auf ProSieben. © SAT.1/ProSieben/André Kowalski

Den Film Blues Brothers 43 Mal gesehen!

Jetzt kann man Lucas schon in einem First-Look-Video auf der Website von „The Voice“ sehen. Dort erfährt man, dass er die 30er-Jahre in vollen Zügen lebt und liebt und dass er seine Leidenschaft durch den Film „Blues Brothers“ entdeckt habe. „Stimmt!“, nickt er im Gespräch mit unserer Redaktion. Mittlerweile habe ich den Film 43 Mal gesehen!“ Mit dem Film habe er sich das erst Mal als Musiker verstanden. „Der Auftritt von Cab Calloway mit ‚Minnie The Moocher‘ hat mir besonders gut gefallen!“ Von der Musikalität hat er viel mitgenommen. Er singt nicht nur in der eigenen Band „Layout“, sondern spielt auch zahlreiche Instrumente: Klavier, Keyboard, Gitarre, Bass, Schlagzeug, Trompete, Didgeridoo und Mundharmonika, das nun noch vor seinem bisherigen Lieblingsinstrument Klavier liegt. Er lobt den Unterricht an der Musikschule Kamen, Musikschullehrerin Lola Heckmann habe ihm den Spaß an der Musik vermittelt. Und auch seine Eltern, Christina und Thomas, hätten ihn immer unterstützt. „Ich habe nie die Lust verloren, wohl auch, weil man mich nie dazu gezwungen hat.“

Vor Millionen mit Sido, Mark Forster und Rea Garvey: Kamener singt bei The Voice of Germany

Selbstvergessen mit der Mundharmonika vor einem Millionenpublikum. Lucas Rieger will seine Chance nutzen, um bei der Show „The Voice of Germany“ das Finale zu erreichen. © SAT.1/ProSieben/André Kowalski;

Vor Rea Garvey, Mark Forster, Sido und Alice Merton

Zwingen, um vor Rea Garvey, Mark Forster, Sido und Alice Merton aufzutreten, musste ihn freilich niemand. Plötzlich ein Auftritt vor Superstars, die ihre Songs millionenfach verkauft haben. Ein Weg, den er vielleicht auch gehen kann, so hofft er. „Selbst wenn ich in der Show nicht weiterkomme, habe ich die Hoffnung, mit meiner Musik entdeckt zu werden. Vielleicht ist es ein Sprungbrett!“ Und nicht nur das Musikmachen ist sein Ding. „Einmal als Moderator eine Fernsehsendung machen oder eine Talkshow, das ist mein Traum!“ Und der könnte einmal in Erfüllung gehen, wenn man sieht, was er drauf hat. Ob er einen Chance hat weiterzukommen? Die Konkurrenz ist groß: „Aber ich bin mit der Blues-Musik gar nicht so ein großer Außenseiter. Auch die Musikstile der anderen Kandidaten sind sehr vielseitig.“

Am Donnerstag der große Auftritt: Dann geht es ab!

Die große Bühnenshow und das ganze Drumherum. Für Lucas Rieger eine ganz neue Welt, in der er jetzt tief eingetaucht ist. Aber im Gegensatz zu Shows wie DSDS, wo auch auf Krawall und abwertende Kommentare gesetzt wird, sei es, wie er sagt, bei „The Voice“ sehr seriös und hochprofessionell. „Es geht nicht um Sensationen, sondern allein um die Musik. Es ist noch seriöser, als ich es mir am Anfang vorgestellt habe.“ Und so ist am Donnerstag bundesweit zu sehen, wie er die Bühne betritt. Und dann geht es ab!

Lesen Sie jetzt
Hellweger Anzeiger Dachbegrünung

In Kamen blühen bald die Wartehäuschen – aber nur wenn die Statik mitspielt

Hellweger Anzeiger Eisstockschießen

Nur nicht bei Unwetter: Warum 180 Winterwelt-Teams Nachricht von der Stadt kriegen

Hellweger Anzeiger Ab Februar

Warum die Kirche Heilige Familie bald mit einem zusätzlichen Gitter gesichert sein wird

Hellweger Anzeiger Nach Aus für Kettcar-Hersteller

So geht‘s bei Kettler am Zollpost weiter: Mitarbeiter auf Jobsuche - vielleicht Lokführer

Hellweger Anzeiger Hund auf Umwegen

Er hat „stark gezittert“: Hund steigt in Bus und setzt sich neben verdutzten Fahrgast

Meistgelesen