„Von der Herzlichkeit, Offenheit und Wärme sind wir überwältigt“

Schüler in Israel

Viele Schüler würden Kamener Jugendliche um so einen Schüleraustausch beneiden: 20 Gesamtschüler und Gymnasiasten haben die Rabin High-School im israelischen Eilat besucht.

Kamen

27.11.2018, 16:56 Uhr / Lesedauer: 2 min
„Von der Herzlichkeit, Offenheit und Wärme sind wir überwältigt“

Gruppenbild vor der Rabin High-School in Eilat. Gesamtschüler und Gymnasiasten erlebten eine beeindruckende Zeit.

Statt in den heimischen Klassenräumen zu büffeln, entflohen jetzt insgesamt 20 Schülerinnen und Schüler des Gymnasiums und der Gesamtschule dem kalten November und erweiterten ihren Horizont unter der Sonne Israels. Im Rahmen der Städtepartnerschaft mit der Stadt Eilat in Israel fand nach der erfolgreichen Wiederaufnahme im Jahre 2015 der dritte Schüleraustausch der beiden Kamener Schulen mit der Rabin High-School in Eilat statt.

Bevor die Schüler in die südliche Hafenstadt reisten, standen für sie lehrreiche Tage in Jerusalem und Umgebung auf dem Programm. Sie erkundeten die Altstadt Jerusalems sowie die im Westjordanland liegende Stadt Bethlehem. In Yad Vashem, der Internationalen Holocaust-Gedenkstätte, nahmen die Jugendlichen an einem Seminartag der internationalen Schule für Holocaust-Studien teil. Im Rahmen dessen wurde das Museum besichtigt. Bewegend war das Gespräch mit einem Zeitzeugen, dem 89-jährigen Samuel Oren, der als Jugendlicher nach Auschwitz deportiert wurde und später von den Nazis als Versuchsperson für medizinische Experimente missbraucht wurde. Eindrucksvoll schilderte er den Oberstufenschülern von seinen grausamen Erlebnissen unter dem NS-Regime und den vielen kleinen Zufällen, die letztlich sein Überleben dieser qualvollen Zeit ermöglichten, sowie vom Schicksal seiner Familie und seinem Weg nach Israel.

„Von der Herzlichkeit, Offenheit und Wärme sind wir überwältigt“

Ihr Herz für Israel entdeckten die Schüler des Gymnasiums und der Gesamtschule bei Reise in die Partnerstadt Eilat.

Auch die Weiterreise von Jerusalem nach Eilat bot den Schülern historischen Input: Die Festung Masada, ehemaliger Rückzugsort des König Herodes und letzte jüdische Bastion im Aufstand gegen die Römer, wurde erklommen und jede Menge über das durchaus komfortable Leben Herodes sowie die römische Kriegsführung gelernt. Zudem konnten sich die Schüler noch bei einem kurzen Bad im Toten Meer leibhaftig davon überzeugen, dass man dort wirklich nicht untergeht.

Die folgenden Tage in Eilat nahmen die Jugendlichen am Familienleben ihrer israelischen Austauschpartner teil und erlebten eine beeindruckende, quirlige, sonnige Stadt am Roten Meer mit zahlreichen Freizeitmöglichkeiten. Morgens stand für die Schüler der Besuch der Rabin High-School mit gemeinsamen Unterricht und gruppendynamischen Aktionen auf dem Programm. Darüber hinaus teilten sie viele weitere Erlebnisse mit ihren israelischen Austauschpartnern, wie eine Nachtwanderung in der Wüste, ein gemeinsames Picknick am Strand oder auch die Besichtigung des Unterwasser-Observatoriums und des Dolphin Reefs. Ein besonderer Höhepunkt war hier für viele die Teilnahme am Kiddusch am jüdischen Sabbat-Abend.

Viel zu schnell vergingen die Tage in Kamens sonniger Partnerstadt und endeten in einem emotionalen Abschied zwischen den Gastschülern, ihren Familien und Lehrern. Die Schülerinnen Pia Schnürer und Hanna Ketzler, formulierten ihrer Eindrücke bei ihrer gemeinsamen Abschiedsrede folgendermaßen: „Von der Herzlichkeit, Offenheit und Wärme, mit der wir hier von allen begrüßt und aufgenommen wurden, sind wir überwältigt. Wir sind dankbar für die zahlreichen neuen Eindrücke und Erfahrungen.“

Nachdem alle Kamener gesund und munter in ihrer deutlich kälteren Heimat angekommen sind, beginnen nun die Planungen für den Gegenbesuch der israelischen Gastschülerinnen und Gastschüler im Juni 2019.

Schlagworte:
Lesen Sie jetzt
Hellweger Anzeiger Volkshochschule Kamen-Bönen

Das neue „Haus der Bildung“ in Kamen startet mit einer langen Nacht

Hellweger Anzeiger Kirchensanierung

Keine Einbildung: Warum die Kirchenglocken im Kamener Zentrum jetzt lauter läuten

Hellweger Anzeiger Kirmes in der Innenstadt

Fahrgeschäfte mit viel PS locken auf den Severinsmarkt - mit vielen Bildern

Meistgelesen