Drogen, Unfallflucht, Fahren ohne Führerschein – Harte Strafe für rückfälligen Rüpel

dzLange Haft ohne Bewährung

Vor Gericht muss sich ein Kamener für Fahren ohne Fahrerlaubnis, unerlaubtes Entfernen vom Unfallort und Drogenbesitz rechtfertigen. Der Richter fällt ein hartes Urteil.

von Sylvia Mönnig

Kamen

, 14.11.2018, 14:37 Uhr / Lesedauer: 2 min

Ein gut gefülltes Register und zwei laufende Verfahren konnten einen Kamener (26) nicht davon abhalten, neue Straftaten zu begehen. Die offensichtliche Unbelehrbarkeit soll ihn nun für eine längere Zeit die Freiheit kosten.

Bereits in der Vergangenheit fiel der junge Kamener immer wieder unangenehm auf. Während einer Zugfahrt beleidigte er junge Frauen und schlug dann mit einem Gürtel auf den Zeugen ein, der schützend eingriff. Auch bespuckte er eine junge Frau auf einer Weihnachtsparty in der Stadthalle. Zwei seiner früheren Verfehlungen und eben diese Verfahren waren aktuell, als er im April und August erneut in Erscheinung trat.

Obwohl er noch nie im Besitz eines Führerscheins gewesen war, fühlte er sich zunächst am Abend des 8. April auf dem Parkplatz einer Kamener Bankfiliale bemüßigt, den Wagen eines Bekannten umzusetzen. Dabei stieß er gegen einen fremden Pkw, an dem ein Schaden von rund 5600 Euro entstand. Eine Zeugin wies ihn auf die Kollision hin. Er verschwand. Darüber hinaus geriet er am 11. August als Beifahrer in Bergkamen in eine Verkehrskontrolle und bei der Gelegenheit stieß die Polizei in seinen Taschen auf rund drei Gramm Marihuana.

Fahren ohne Fahrerlaubnis, unerlaubtes Entfernen vom Unfallort und Drogenbesitz wurden dem 26-Jährigen am Mittwoch in seiner aktuellen Verhandlung vor dem Amtsgericht zur Last gelegt. „So, wie es da steht, stimmt das. Alles“, erklärte er mit Blick auf die Anklageschrift. Später, als die Vertreterin der Anklage mit Blick auf die Vorstrafen und das rasante Rückfalltempo eine Haftstrafe ohne Bewährung beantragte und sein Verteidiger um ein mildes Urteil bat, verschlug es ihm offenbar die Sprache. Als ihm als Angeklagten das letzte Wort erteilt wurde, erklärte er lediglich: „Ich habe nichts mehr zu sagen.“

Tatsächlich endete die Sache für ihn diesmal bitter: Unter Einbeziehung einer älteren Strafe wurde er für die Tat in Kamen zu eineinhalb Jahren Haft inklusive Sperrfrist zur Erteilung einer Fahrerlaubnis verurteilt. Für den Vorfall in Bergkamen erhielt er weitere fünf Monate Haft. Insgesamt also 23 Monate – ohne Bewährung.

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