VHS-Immobiliendeal: Gutes Ergebnis für das schützenswerte Baudenkmal

dzVerkauf der Alten-Apotheke

Die Ortsheimatpfleger sind zufrieden. Sie hatten sich dafür eingesetzt, dass das Baudenkmal in städtischer Hand bleibt oder in gute Hände kommt. Letzteres, so loben sie, ist jetzt der Fall.

Kamen

, 10.07.2019 / Lesedauer: 3 min

Aus dem VHS-Haus wird ein Schmerzzentrum. Das zukünftige Nutzungskonzept für das Baudenkmal „Alte Apotheke“ findet auch die Zustimmung der Kamener Ortsheimatpfleger. Das teilte jetzt Karl-Heinz Stoltefuß mit, der sich mit seinen Kollegen intensiv um eine gute Lösung bemüht und auch die Forderung formuliert hatte, das denkmalgeschützte Haus in städtischen Händen zu bewahren.

VHS-Immobiliendeal: Gutes Ergebnis für das schützenswerte Baudenkmal

Denkmalpflegerin Dr. Bettina Heine-Hippler stellte die Pläne für das VHS-Haus vor, aus dem die VHS jetzt ausgezogen ist. Das Gebäude wird der dritte Standort der Reha Kamen. © Stefan Milk

Eingriffe in schützenswerte Bauelemente rückgängig machen

In ihrer letzten Zusammenkunft informierte Karl-Heinz Stoltefuß seine Kolleginnen und Kollegen über die Absichten des Investors Michael Nosiadek, der vorige Woche die Pläne öffentlich gemacht hat. „In Gesprächen ist deutlich geworden, dass er die ursprünglichen Baustrukturen des Denkmals, soweit es noch möglich ist, wieder herstellen will“, so Stoltefuß. Beim Umbau des Hauses für Zwecke der Volkshochschule durch die Stadt sei es auch zu Eingriffen in schützenswerte Bauelemente im Inneren des Hauses gekommen. „Diese will Nosiadek beseitigen“, so Stoltefuß. Auch die oberste Denkmalpflegerin der Region, Dr. Bettina Hein-Hippler, hatte sich sehr zufrieden über das Ergebnis gezeigt. In das Haus will der Gesundheitsdienstleister „Isomed“ einen dritten Reha-Standort in Kamen etablieren - unter dem Titel „Alte Apotheke - Schmerzzentrum Kamen“.

Ein ähnlich wertvolles Denkmal gibt es nur in Rhede

Die Ortsheimatpfleger wiesen in ihrer Sitzung noch einmal auf die Bedeutung des Baudenkmals für die westfälische Denkmallandschaft hin. Ein Baudenkmal „Apotheke“ mit einer originalen Einrichtung aus der Erbauerzeit gebe es nur noch in der Stadt Rhede im Kreis Borken. Dort hat die Stadt das Gebäude erworben und ein Medizin- und Apothekenmuseum eingerichtet. Dass etwas Ähnliches in Kamen nicht möglich war, bedauern die Ortsheimatpfleger, sie sind aber, nachdem sie schon seit April Kontakt zum Investor haben, optimistisch, was die Zukunft des Denkmal angeht. Stoltefuß: „Der Investor Nosiadek hat uns eingeladen, sein Bauvorhaben zu begleiten, eventuell Vorschläge einzubringen und die Räumlichkeiten im Erdgeschoss für eigene Veranstaltungen zu nutzen“, so Stoltefuß.

Einblick in die Bauakten der Bauverwaltung

Nosiadek möchte jetzt Einblick nehmen in die alte Bauakte bei der Bauverwaltung der Stadt, so berichtet Stoltefuß aus den Gesprächen. Der Investor erhoffe sich davon weitere Aufschlüsse über den ursprünglichen Zustand der inneren Ausgestaltung des Denkmals. Nach den Sommerferien werden die Ortsheimatpfleger, unter Führung des neuen Eigentümers, das Haus besichtigen und sich über die Baupläne unterrichten lassen.

Lesen Sie jetzt
Hellweger Anzeiger Radtouren: So schön ist Kamen!

Und jetzt auf dem K4: Felder, Fun und Flüsse - mit jetzt schon vier Videos vom K1 bis K4!

Hellweger Anzeiger Verstopftes Klo

Nach der „Fäkalienflut“ melden sich erste Helfer: „Ich bin unglaublich dankbar“

Hellweger Anzeiger Suche nach den Vorfahren

Georg Palmüller findet bei der Ahnenforschung auch die Frau fürs Leben

Hellweger Anzeiger Technik für den Sesekepark

Das Wirtshaus am Spessart? Nein, das Pegelhäuschen am Sesekepark!

Meistgelesen