Verzicht auf Schottergärten für mehr Naturschutz: Politik stellt Weichen für neue Baugebiete

dzWohnen in Kamen

In künftigen Baugebieten soll möglichst auf Schotter- und Kiesgärten verzichtet werden. Die Lokalpolitik stimmt fast einstimmig dafür, die Versiegelung zukünftig möglichst gering zu halten.

Kamen

, 04.12.2019, 10:20 Uhr / Lesedauer: 1 min

Kies und Schotter in Vorgärten. Was viele Häuslebauer als schönes und pflegeleichtes Gestaltungselement als Entré zum Hauseingang ansehen, ist Naturschützern ein Dorn im Auge. Zu wenig Nahrungsangebot für Insekten und schädlich für das Stadtklima, weil der Stein eher Hitze abstrahlt, statt absorbiert. Deswegen sollen Schotter- und Kiesgärten in künftigen Baugebieten möglichst verhindert werden. Das beschlossen die Mitglieder des Haupt- und Finanzausschusses am Dienstagabend bei einer Enthaltung mit deutlicher Mehrheit.

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In der Beschlussvorlage, in der auch Anregungen der Bündnisgrünen, der Fraktion Linke/GAL und des Naturschutzbunds Deutschland eingearbeitet wurden, wird allerdings deutlich, dass satzungsmäßige Vorgaben nicht immer rechtssicher und damit anfechtbar sind. Zwar können in künftigen Bebauungsplänen Anti-Schottergärten-Vorgaben gemacht werden, die im Einzelfall abgestimmt werden. Vor allem sollen aber Aufklärungskampagnen künftige Häuslebauer dafür sensibilisieren, auf die umweltschädliche Vorgartengestaltung zu verzichten.

In Methler soll ab kommendem Jahr eine „Klimaschutzsiedlung“ entstehen, für die es zahlreiche Vorschläge gibt, wie man modernes Wohnen und Naturschutz vereinbaren kann.

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