„Vergessenes Kunstwerk“ soll heraus aus der Nische

Kunstprofessor Kampmann

Eine Kunstinstallation, die von einem Kamener Professor vor vielen Jahren geschaffen wurde, führt ein Nischendasein an einer schlecht einsehbaren Wand der Jahnschule. Es soll umziehen.

Kamen

11.10.2018, 17:29 Uhr / Lesedauer: 1 min
„Vergessenes Kunstwerk“ soll heraus aus der Nische

„Strukturwandel“ von Lothar Kampmann (Archivfoto) an einer Außenwand der Jahnschule in Methler. © Roman Grzelak

„Strukturwandel“ heißt eine Kunstinstallation des Kamener Künstlers Lothar Kampmann. Nach Meinung der CDU in Methler findet das Werk am derzeitigen Standort an einer Außenwand der Jahnschule in Methler zu wenig Beachtung und verdient mehr Aufmerksamkeit.

„Geprüft werden sollen zunächst der Zustand und auch die Eigentumsverhältnisse des Kunstwerkes“, heißt es in einem Fraktionsantrag für den Kulturausschuss des Stadtrats (öffentliche Sitzung, 30. Oktober, 18 Uhr, Rathaus). Die CDU regt an, auch die Möglichkeit einer Verlegung, zum Beispiel in das geplante Baugebiet am Pastoratsfeld, zu prüfen. Das Kunstwerk war vor drei Jahren freigeschnitten worden. Mittlerweile sei es wieder teilweise von Sträuchern verdeckt.

Lothar Kampmann (1925-1993) war Professor für Kunst und Didaktik an der Universität Dortmund. Von ihm stammt unter anderem das Fischgerippe „Kömscher Bleier“, das zuletzt an der Maibrücke in Kamen-Mitte aufgeständert war.

Kampmanns Collage aus landwirtschaftlichen Arbeitsgeräten namens „Strukturwandel“ in Methler soll laut CDU „den Strukturwandel von einer Bergwerkskolonie und einer landwirtschaftlich geprägten Umgebung hin zu einer Neubebauung der ehemaligen Sektionen zum Inhalt haben“. Als Sektionen werden ehemalige Bergwerkssiedlungen in Kaiserau bezeichnet.

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