Verbraucherzentrale informiert Diesel-Fahrer in Kamen über Verbraucherklage gegen VW

Abgasskandal

Immer mehr Autofahrer, die vom Diesel-Abgasskandal betroffen sind, wenden sich ratsuchend an die Verbraucherzentrale NRW in Kamen. Nun reagiert die Beratungsstelle.

Kamen

05.12.2018, 16:36 Uhr / Lesedauer: 1 min
Verbraucherzentrale informiert Diesel-Fahrer in Kamen über Verbraucherklage gegen VW

Das Logo von Volkswagen auf einer Motorabdeckung eines VW Golf 2,0 TDI. Vom Dieselskandal betroffene VW-Besitzer können sich einer neuen Verbraucherklage anschließen. © picture alliance/dpa

Wer ein Diesel-Fahrzeug der Marke VW mit herstellerseitig manipulierter Abgaseinrichtung besitzt, kann sich demnächst bei einem Vortrag in Kamen über die mögliche Teilnahme an einer Musterfeststellungsklage informieren. Coletta Lehmenkühler, Rechtsanwältin der Verbraucherzentrale in Kamen, wird erklären, für wen die Musterfeststellungsklage geeignet ist, was dies bedeutet und was Betroffene beachten müssen.

Der Vortrag findet am Freitag, 14. Dezember, 17 Uhr, in der Stadtbücherei Kamen am Markt 1 statt – also nur wenige Meter entfernt von der Beratungsstelle der Verbraucherzentrale an der Kirchstraße 7. „In den letzten beiden Wochen melden sich immer mehr Kamener, die vom Dieselabgasskandal betroffen sind und Fragen zur Musterfeststellungsklage der Verbraucherzentralen haben“, teilte die Beratungsstelle am Mittwoch mit.

Teilnehmer erfahren bei dem Termin der Mitteilung zufolge, welche Ansprüche Verbraucher im VW-Abgasskandal haben und ob und wie sie sich an der Klage des Verbraucherzentrale-Bundesverbands (vzbv) gegen die Volkswagen AG beteiligen können. Zudem sollen Diesel-Fahrverbote thematisiert werden.

Die Verbraucherschützer klagen stellvertretend für die Betroffenen des Diesel-Skandals gegen Volkswagen. Sie wollen erreichen, dass diese für den Wertverlust ihrer Fahrzeuge entschädigt werden. Volkswagen weist die Forderungen zurück, da die Autos genehmigt, technisch sicher und fahrbereit seien. Die Verhandlung kann nur beginnen, wenn sich in zwei Monaten mindestens 50 Betroffene in das Klageregister eintragen.

Mitmachen können alle Dieselfahrer, die vom Volkswagen-Pflichtrückruf betroffen waren und noch nicht selbst geklagt haben. Das betrifft Diesel von VW, Audi, Skoda und Seat mit Motoren des Typs EA 189 (Vierzylinder, Hubraum: 1,2 oder 1,6 oder 2,0 Liter), die nach dem 1. November 2008 verkauft wurden. Auch wer sein Auto inzwischen verkauft hat oder verschrotten ließ, kann sich kostenlos eintragen.

Im September 2015 hatte VW Manipulationen an Dieselmotoren einräumen müssen. Vom Pflichtrückruf bei Volkswagen sind 2,5 Millionen Autos betroffen. Die Anwälte des Verbraucherzentrale-Bundesverbands rechnen damit, dass sich mehrere Zehntausend Dieselfahrer der Musterfeststellungsklage anschließen.

Mit Material von dpa

Anmeldung zum Vortrag unter Tel. (02307) 4380101 bei der Verbraucherzentrale in Kamen.
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