Verbraucherzentrale gibt Tipps zum Paketversand zu Weihnachten

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Wenn Pakete nicht rechtzeitig ankommen, ist das zu Weihnachten besonders ärgerlich. Wer ein paar Tipps beherzigt, reduziert das Risiko von Irrläufern und Verlusten deutlich.

von Niklas Mallitzky

Kamen

, 15.12.2018 / Lesedauer: 3 min

In der Weihnachtszeit werden dreimal so viele Pakete versendet wie in den übrigen Monaten. Mit der Zahl der Pakete steigt auch die Zahl von Irrläufern und verschwundenen Paketen. Damit die Weihnachtspakete auch wirklich dort ankommen, wo sie sollen, hat die Verbraucherzentrale Kamen eine Liste mit nützlichen Tipps zusammengestellt.

Vor dem Versand

Um zu verhindern, dass Pakete unterwegs stecken bleiben oder automatisch aussortiert werden, ist es wichtig, dass Name und Adresse vollständig und gut lesbar angegeben sind. Wer eine Verpackung wiederverwertet, sollte die vorhandenen Barcodes entfernen oder überkleben. Damit die Paketpost nicht in der Sortieranlage hängen bleibt, sollte auf die Verwendung von Bändern und Schleifen verzichtet werden. Abgesehen von Preisunterschieden, bieten die einzelnen Paketdienstleister auch verschiedene Dienste an. So sehen manche nur einen Zustellversuch vor, andere kommen hingegen bis zu drei Mal an die Tür, bevor das Paket zurück an den Absender geschickt oder in einen Paketshop umgeleitet wird. Hier lohnt sich vor dem Versand ein Blick in die Zustellbedingungen.

Ersatzzustellung

Die meisten Paketdienste behalten sich in ihren Vertragsbedingungen die sogenannte Ersatzzustellung an Nachbarn vor. Das kann praktisch sein, wenn der auch tagsüber zu Hause ist. Grundsätzlich muss jedoch kein Nachbar ein fremdes Paket annehmen. Sobald der Empfang allerdings quittiert wird, muss das Paket sorgfältig verwahrt und darf dem Empfänger nicht einfach vor die Tür gestellt werden. Denn dann haftet der Nachbar unter Umständen, falls die Sendung wegkommt oder Schaden nimmt. Wer ein Paket erwartet, sollte seinen Nachbarn am besten vorher informieren. Alternativ kann beim Paketdienstleister auch ein Wunschnachbar als Zustelladresse hinterlegt werden, wenn keine Zustellung an jeden beliebigen Nachbarn gewünscht wird.

Verbraucherzentrale gibt Tipps zum Paketversand zu Weihnachten

Elvira Roth, Leiterin der Beratungsstelle der Verbraucherzentrale in Kamen © Stefan Milk

Beschädigte Pakete

Pakete sind in der Regel versichert. Die Höchstgrenze bewegt sich je nach Transportunternehmen zwischen 500 und 750 Euro. Der Absender muss dem Paketdienstleister innerhalb von sieben Tagen melden, wenn die versandte Ware beschädigt wurde. Wenn beim Verschicken also etwas zu Bruch ging, sollte der Empfänger dies dem Absender umgehend mitteilen. Bei sichtbaren Schäden sollte der Zusteller den Defekt gleich an der Haustür registrieren und bestätigen.

Paketverlust

Bei Paketen kann mit Hilfe der Paketnummer im Internet verfolgt werden, wo sie sich befinden. Hilft das nicht weiter oder geht die versandte Ware verloren, können Absender oder Empfänger dies dem Kundenservice melden und einen kostenlosen Nachforschungsauftrag stellen. Dabei muss der genaue Paketinhalt angeben und der Einlieferungsbeleg vorgelegt werden. Für die Nachforschung haben die Paketdienstleister mindestens 20 Tage nach Einlieferung des Pakets Zeit. Ausnahme Päckchen: Den Weg der Leichtgewichte bis zu zwei Kilogramm verfolgt DHL grundsätzlich nicht. Einen Versicherungsschutz für Verlust gibt’s bei dem Transporteur nur gegen Aufpreis. Hier lohnt sich ein Vergleich mit anderen Paketdienstleistern wie Hermes, GLS oder DPD.

Beschweren statt ärgern

Zum Abladen von Ärgernissen rund ums Versenden und Zustellen von Briefen und Paketen haben die Verbraucherzentralen Nordrhein-Westfalen und Thüringen ein Online-Beschwerdeportal eingerichtet. Unter www.post-ärger.de können Absender und Empfänger eintragen, wenn Pakete einfach vor der Haustür abgelegt werden, beschädigt ankommen oder sonstige Paket-Pannen passieren.

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