Vahle setzt sich für Vereinbarkeit von Familie und Beruf ein

Familienfreundliche Unternehmen im Kreis Unna

Die Arbeitszeit nahezu völlig frei einteilen: Das geht bei Vahle in Kamen. Die flexiblen Arbeitszeiten wertet das Unternehmen als Pfund im Wettbewerb der familienfreundlichsten Unternehmen im Kreis.

Kamen

, 16.09.2019, 14:54 Uhr / Lesedauer: 2 min
Vahle setzt sich für Vereinbarkeit von Familie und Beruf ein

Über die Familienfreundlichkeit des Kamener Unternehmens Vahle sprachen Personal-Manager Wolfgang Blanke (von links), Martina Leyer von der Agentur für Arbeit, Anke Jauer von der Wirtschaftsförderungsgesellschaft, Personalchefin Tina Busacca, Judith Riedel vom Recruiting und Unternehmenssprecher Philipp Weber. © Stefan Milk

Zum fünften Mal richtet das Bündnis für Familie im Kreis Unna einen Wettbewerb für familienfreundliche Unternehmen aus. Der Kamener Stromschienen-Spezialist Vahle will unter den großen Unternehmen um den Sieg mitspielen.

Flexible Arbeitszeiten

„Unser Pfund sind mit Sicherheit die Arbeitszeiten, die fast komplett flexibel sind“, erklärt Tina Busacca, Leiterin Human Ressources Strategy und Career. Gearbeitet wird an der Westicker Straße mit Funktionszeiten zwischen 6 und 20 Uhr. In dieser Zeit müssen Betrieb und Produktion reibungslos laufen und Mitarbeiter entsprechend tätig sein. Innerhalb dieser Vorgaben können die Angestellten in Absprache mit ihren Abteilungsleitern ihre Arbeitszeit aber frei einteilen. „Auch ein mobiles Arbeiten von Zuhause ist möglich, wenn beispielsweise das Kind krank ist“, erklärt Personalleiter Wolfang Blanke. Von Montag 0 bis Freitag 24 Uhr kann daher jeder innerhalb der geltenden Gesetze so arbeiten, wie es ihm am besten passt - es sei denn, er ist in der Produktion tätig. Die erfolgt natürlich zwingend an der Westicker Straße.

Teilzeitmodelle bis in die Führungsebene

Auch Teilzeit ist bei Vahle kein Problem – von der Ausbildung bis in Führungspositionen. Auch da zeigt sich das Unternehmen mit insgesamt 611 Beschäftigten absolut flexibel. „Wir haben 43 Teilzeitkräfte, und für die 39 unterschiedliche Arbeitszeitmodelle“, sagt Blanke. An Brückentagen sowie zwischen Weihnachten und Neujahr herrscht Betriebsruhe, Eltern von Schulkindern können für Ferienzeiten aber auch vorarbeiten: „Wir haben flexible Arbeitszeitkonten, die ein Plus von 120 Stunden zulassen und ein Minus von 50“, erklärt Blanke. Das bietet Pufferzonen für die schulfreie Zeit.

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Über das gesetzliche Muss hinaus

Tarifgebunden ist man an der Westicker Straße ohnehin und orientiert sich natürlich an allen gesetzlichen Vorgaben, doch für die Mitarbeiterbindung legt Vahle oft noch einen drauf: Das Familienunternehmen lädt regelmäßig die Familien ein – und pro Dekade im Unternehmen gibt es einen Urlaubstag mehr. Heiratet ein Kollege oder gibt es einen Sterbefall, wird der gesamten Belegschaft automatisch ein Obolus vom Gehalt abgezogen.

Dabei dringen viele Probleme, die Mitarbeiter zuhause haben, oft gar nicht bis in die Chefetage vor: „Wir schulen die Vorgesetzten daher, auf Anzeichen zu achten und auch mögliche Überforderungen wahrzunehmen“, erklärt Tina Busacca.

Noch Luft nach oben

Die Personaler von Vahle sehen sich bei der Familienfreundlichkeit daher auf „einem sehr guten“ Weg. „Wir sind sehr gut aufgestellt“, sagt Busacca. Doch leider müsse man auch die Wirtschaftlichkeit im Blick behalten. „Sonst gäbe es viele Dinge, die man auch noch machen könnte“, so Blanke.

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