Noch gibt es in Kamen keinen Unverpackt-Laden, aber die Umweltberaterin Jutta Eickelpasch kann sich gut vorstellen, dass sich das in den nächsten Jahren ändert. Wie Kamener jetzt schon unverpackt kaufen können, erklärt sie gerne. © picture alliance/dpa
Umweltschutz

Unverpackt einkaufen: Immer mehr Möglichkeiten für Kamener

Auch ohne Unverpackt-Laden gibt es für Kamener Möglichkeiten, Dinge ohne Verpackung zu kaufen. Welche das sind, weiß das Aktionsbündnis gegen Plastik. Es wird ständig danach gefragt.

„Ich wurde sogar schon gefragt, ob ich einen Unverpackt-Laden aufmachen will!“ Die Umweltberaterin Jutta Eickelpasch hat dafür zwar keine Zeit, aber sie erklärt dafür, wie Kamener auch ohne so ein Geschäft vor Ort, unverpackt einkaufen können. „In dem Thema ist ganz viel Wind drin, ich werde ständig gefragt“, berichtet Eickelpasch.

In Kamen gebe es viele Wege, unverpackt einzukaufen. Zwar noch nicht komplett, „aber ich bin zuversichtlich, dass sich in den nächsten paar Jahren etwas auftun wird.“

Bis in Kamen ein eigenes Geschäft eröffnet, können Kamener entweder in Nachbarstädte fahren oder die Augen in Geschäften vor Ort aufhalten: „Viele Ketten stellen immer mehr auf unverpackt um, ein Drogist hat jetzt an einem anderen Standort den Versuch gestartet, Shampoo etc. abzufüllen.“ Komme das gut an, könnte es sowas auch in Kamen geben.

Welche Möglichkeiten Kamener jetzt schon haben, erklärt Eickelpasch bei einer Online-Veranstaltung am 17. Mai um 18.30 Uhr.

Die Umweltexpertin Jutta Eickelpasch hat 15 Ideen und Orte in einem Flyer zusammengefasst, mit denen Kamener Abfall vermeiden und Ressourcen schonen können. Die Flyer schickt sie auch kostenlos zu.
Die Umweltexpertin Jutta Eickelpasch hat 15 Ideen und Orte in einem Flyer zusammengefasst, mit denen Kamener Abfall vermeiden und Ressourcen schonen können. Die Flyer schickt sie auch kostenlos zu. © Claudia Pott © Claudia Pott

Es ist eine der Aktionen zum Jubiläum des Aktionsbündnisses gegen Plastik, das Eickelpasch ins Leben gerufen hat. Es traf sich am 8. Mai vor zwei Jahren zum ersten Mal. Damals war es für Eickelpasch schon ein Erfolg, dass 15 Personen kamen. Mittlerweile zählt das Bündnis rund 80 Unterstützer und es wächst weiter.

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Wer sich engagieren möchte, muss nichts weiter tun, als den Newsletter zu abonnieren, über den einmal pro Monat Tipps, Neuigkeiten und Infos zu Aktionen und Veranstaltungen verschickt werden.

Aktiv werden muss man nicht. Es gehe vor allem darum, dem Thema Umweltschutz mehr Gewicht zu geben. „Je mehr wir sind, desto mehr Gewicht haben wir“, sagt Eickelpasch, die neben dem Klimaschutzmanager Tim Scharschuch und Dorothee Weber von der GWA zu den Fachpersonen des Bündnisses gehören.

Das Bündnis ist übrigens auch in Coronazeiten aktiv. Es organisiert Selbstversuche, bei denen jeder mitmachen kann: Zuletzt testeten die Teilnehmer Leitungswasser, aktuell wird Shampoo in Seifenformat getestet.

Zum Jubiläum gibt es zudem zwei Online-Aktionen. Neben dem Termin am 17. Mai, lädt Eickelpasch bereits an diesem Donnerstag (6. Mai, 18.30 Uhr) zu einem Online-Forum mit einer Nachhaltigkeitsexpertin aus Berlin ein. Es geht um das Thema Upcycling mit Alltagstauglichkeit. Den Link erhalten Interessierte nach einer Anmeldung unter der kamen.umwelt@verbraucherzentrale.nrw. Über diese E-Mail-Adresse kann man sich für alle Veranstaltungen des Bündnisses anmelden oder sich informieren.

Über die Autorin
Jahrgang 1991. Vom Land in den Ruhrpott, an der TU Dortmund studiert, wohnt jetzt in Bochum. Hat zwei Katzen, liest lieber auf Papier als am Bildschirm. Zu 85 Prozent Vegetarierin, zu 100 Prozent schuhsüchtig.
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Claudia Pott
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