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Unter den Augen des Gesetzes Marihuana im Mülleimer entsorgt

dzAm Bahnhof

Ein 23 Jahre alter Mann aus Kamen hatte noch versucht, schnell seine Drogen wegzuwerfen. Doch die Polizei hatte ein wachsames Auge.

von Jana Peuckert

Kamen

, 09.01.2019 / Lesedauer: 2 min

Am Mittwoch fand sich der Mann wegen eines Verstoßes gegen das Betäubungsmittelgesetzes auf der Anklagebank im Amtsgericht Kamen wieder. 0,2 Gramm Marihuana hatte der Angeklagte am 4. März vergangenen Jahres bei sich. Aufgeflogen war der unerlaubte Besitz am Kamener Bahnhof. Dort war der 23-Jährige mit Freunden aus dem Zug ausgestiegen. Dort geriet die Clique in eine Kontrolle.

„Vier oder fünf Polizisten haben uns aufgefordert, mit ihnen zu kommen“, erklärte der Angeklagte im Gericht. Um Ärger zu vermeiden, habe er das Marihuana unterwegs in einen Mülleimer geworfen. Doch der Plan ging nicht auf, die aufmerksamen Beamten entdecken den Stoff.

Es kam zur Anzeige wegen Verstoßes gegen das Betäubungsmittelgesetz. Dieser folgte später ein Strafbefehl über 600 Euro. Mit Hilfe seines Verteidigers legte der Kamener Einspruch dagegen ein. Und so kam es zur Hauptverhandlung im Gericht.

Der Verteidiger redete nicht lange um den heißen Brei herum, sondern machte sofort deutlich, worum es ihm ging: die Einstellung des Verfahrens.

Das kam für den Vertreter der Staatsanwaltschaft Dortmund, der eine Einstellung beantragen muss, nicht in Frage. Schließlich sei schon einmal ein Drogenverfahren eingestellt worden, begründete er. Der Angeklagte hatte nun zwei Möglichkeiten: Er konnte ein Urteil bekommen und damit in eine höhere Instanz gehen oder den Einspruch zurücknehmen. Ergebnis: Er akzeptierte den Strafbefehl.

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