Unklare Rauchentwicklung: Warum Gefahr besteht, auch wenn die Feuerwehr nicht löschen muss

dzFeuerwehr warnt vor offenem Feuer

Unklare Rauchentwicklung lautet das Stichwort, wenn die Feuerwehr erst einmal nach der Ursache für die Rauchfahne suchen muss. Oftmals ist kein Einsatz notwendig. Trotzdem herrscht Gefahr.

Kamen

, 05.08.2019, 13:11 Uhr / Lesedauer: 2 min

Zahlreiche Feldbrände und die zweithöchste Warnstufe für Waldbrandgefahr. Die große Trockenheit hält die Feuerwehr in Alarmbereitschaft. Einige Einsätze wären zu vermeiden, wenn man größere Umsicht walten ließe. Zuletzt gab es mehrere Einsätze unter dem Einsatzbefehl „Unklare Rauchentwicklung“ - beispielsweise an der Stormstraße, an der Humboldtstraße und an der Südkamener Kleingartenanlage Schöner Fleck.

Unklare Rauchentwicklung: Warum Gefahr besteht, auch wenn die Feuerwehr nicht löschen muss

Die Feuerwehr fährt zurzeit zahlreiche zusätzliche Einsätze wegen der großen Trockenheit, wie hier vor etwas über einer Woche bei einem Feldbrand an der Feldstraße in Rottum. © Stefan Milk

Gefährlich: Im Garten Grünschnitt verbrannt

Unter diesem Stichwort wurden die Löschgruppe Mitte und die hauptamtliche Wache am Samstagmittag, 13.16 Uhr, alarmiert. Einsatzort war der Bereich Stormstraße, Ecke Nordring. Nach Ankunft an der Einsatzstelle konnten die Feuerwehrkräfte rasch Entwarnung geben. Ein Anwohner verbrannte in seinem Garten Grünschnitt. Nach Aufforderung durch die Feuerwehr löschte der Anwohner das Feuer ab. „Der Einsatz war nach ca. 25 Minuten beendet“, berichtet Feuerwehrsprecher Volker Rost.

Unklare Rauchentwicklung: Warum Gefahr besteht, auch wenn die Feuerwehr nicht löschen muss

Förster Matthias Müller an den Neuaufforstungen in Rottum Meisenwinkel. Für Kamens Wälder verzeichnet er zurzeit die zweithöchste Stufe der Waldbrandgefahr. © Stefan Milk

Feuerwehr warnt: Offenes Feuer unbedingt vermeiden

Er gibt den wichtigen Hinweis - vor allem für jene, die im Ernstfall Hilfe benötigen könnten -, dass aufgrund der langen Trockenheit solche Aktionen unbedingt vermieden werden sollten. „Bäume, Wiesen und Sträucher sind derart trocken, sodass schon ein kleiner Funke genügt, um einen Brand auszulösen.“ Daher bitten die Feuerwehrleute, offenes Feuer in der Natur oder auch in Gärten unbedingt zu vermeiden. „Gleiches gilt auch für das Abflämmen von Unkraut mittels Gasbrennern“, so Rost. Sollte es dennoch zu einem Brand kommen, gilt es, sofort die Feuerwehr über die Notrufnummer 112 zu verständigen, bevor selbst etwaige Löschversuche unternommen werden. „Bringen Sie sich hierbei jedoch nicht in Gefahr! Im Zweifelsfall bringen Sie sich und andere in Sicherheit und warten das Eintreffen der Feuerwehr ab!“, empfiehlt er.

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Einsätze durch Grill und Feuerschale

Ebenso zu einer „unklaren Rauchentwicklung“ waren die Brandbekämpfer am Donnerstagabend, 21.06 Uhr, an die Humboldtstraße gerufen worden. Bei der Erkundung vor Ort, woher der Rauch kommt, stellten die Feuerwehrleute rasch fest, dass er durch einen Grill in einem angrenzenden Garten verursacht wurde. „Ein Eingreifen war somit nicht erforderlich“, berichtet der Feuerwehrsprecher. Der Einsatz war nach ca. 20 Minuten beendet. Ebenso zu einer unklaren Rauchenwicklung eilten die Löschgruppe Südkamen und die hauptamtliche Wache vorigen Dienstag zum Kleingartenverein „Schöner Fleck“. Auch dort gab es rasch die Erkenntnis, dass der Rauch durch glimmende Holzreste in einer Feuerschale verursacht wurde.

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