Unerwarteter Geldsegen: Stadt muss weniger für die Neue Mitte in Heeren bezahlen

dzStädtebauprojekte in Kamen

Alle Anträge für das Städtebauförderprogramm aus Kamen wurden bewilligt. Und nun kommt es noch besser: Die Stadt muss nicht einmal mehr ihre Eigenanteile zahlen. Aber was bringt das eigentlich?

Kamen

, 02.08.2020, 12:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

528.000 Euro sollte die Stadt Kamen im Rahmen des Städtebauförderprogrammes 2020 erhalten für Maßnahmen, die insgesamt 660.000 Euro kosten werden. Darunter zum Beispiel die Umgestaltung des Nebenzentrums in Heeren-Werve, aber auch die Arbeiten auf dem Willy-Brandt-Platz. Die Anträge der Stadt Kamen für das Programm aus dem Ministerium für Heimat, Kommunale, Bau und Gleichstellung wurden in vollem Umfang berücksichtigt, wie Stadtsprecher Rüdiger Büscher Ende März bekanntgab. 132.000 Euro hätte die Stadt dann noch selber zahlen müssen. Darauf war sie auch eingestellt, aber nun gibt es einen neuen Stand und erfreuliche Nachrichten.

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Einen Stand über den sich die Stadt Kamen freuen kann. Denn das Land übernimmt in diesem Jahr die Eigenanteile der coronagebeutelten Gemeinden und Städte bei der Umsetzung des Städtebauförderungsprogramms 2020. Kamen spart damit 132.000 Euro ein. Das klingt schon viel. Aber ob es das auch wirklich ist oder ob diese Summe nur ein Tropfen auf dem heißen Stein in dieser Krise ist, das weiß wohl einer am besten: Kämmerer Ralf Tost.

Kamens Kämmerer Ralf Tost hält sich noch zurück

Doch auch der Herr über die städtischen Geldtöpfe hält sich noch zurück, wenn es um die Förderungen in der Corona-Krise geht. „Das Problem mit den Konjukturpaketen ist, dass sie noch im Fluss sind, weshalb man noch abwarten muss“, lässt er auf Nachfrage über Rüdiger Büscher ausrichten.

Eine konkrekte Auswirkung solcher Förderungen sei noch nicht auszumachen, aber klar ist: „Es ist eine 132.000 Euro Stärkung des Ertrages und es kann nie genug sein in diesen Zeiten“, so Büscher. Der Haushalt freut sich also über das Geld und es hilft sicherlich dabei, das Corona-Loch zu stopfen – wie große das auch immer sein mag. Es ist schlicht noch zu früh und die Pandemie ist schließlich auch noch nicht vorbei.

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Bis es konkrete Antworten gibt, dauert es noch ein bisschen. Die Bürger und die Politik müssen sich also in Geduld üben. Das musste auch die CDU schon in der jüngsten Ratssitzung erfahren. Sie wollte wissen, wie genau sich das Konjunkturpaket, das der Koalitionsausschuss am 3. Juni zur Bekämpfung der Pandemie beschlossen hatte auf die städtische Lage auswirkt. Tosts Antwort fiel aus oben genannten Gründen weniger genau aus.

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