Über den Radweg K4 mit Feldern, Fun und Flüssen. Die Kurzradtour führt durch Südkamen, Afferde, Wasserkurl und Westick. Enthalten ist das vierte Tourvideo mit Impressionen des Rundweges.

Kamen

, 22.08.2019, 18:16 Uhr / Lesedauer: 3 min

Und los geht´s! Auf die vierte Kurzradtour der Stadt Kamen. Rauf auf den K4, der 10,4 Kilometer lang ist und etwa eine Stunde Fahrtzeit benötigt. Aber Achtung - wie beim K3, der auf der Karte der Stadt Kamen anders verläuft als auf den K-Schildern, gibt es auch hier eine Abweichung. Die fällt aber nicht ins Gewicht. Empfehlung: Dieses Mal den Wegweisern folgen. Beim K3 war es anders herum. Da sollte man sich nach der Karte richten, weil man sonst die interessante Schleife durch Husen verpasst.

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So schön ist Kamen: Unterwegs auf dem K4

Also rauf auf den Drahtesel und losgetrampelt

Auf dem K4 kann man viel verpassen. Aber nur wenn man ihn nicht fährt. Also rauf auf den Drahtesel und losgestrampelt. Start ist für uns an der Ecke Buschweg/Südkamener Straße, weil es der nächste Einstiegspunkt von der Innenstadt aus ist. Dabei geht es zunächst den Siegeroth hinunter Richtung Dortmunder Allee. Hier ist auch gleich der einzige Unterschied zwischen Tourkarte und Straßenbeschilderung. Der K4 führt vom Siegeroth nach rechts auf den Weg „Auf dem Anger“. Es sind bekannte Impressionen, weil auch der K1 dort herführt.

Und jetzt auf dem K4: Felder, Fun und Flüsse - mit jetzt schon vier Videos vom K1 bis K4!

Hier am Horsthof/Vöhdeweg treffen einige Kurzradtouren aufeinander. Das Schild mit dem K4-Hinweis ist von Strauchwerk überwachsen, bleibt aber nicht unentdeckt, um den Weg Richtung Unna fortzusetzen. © Janecke

Der Ikea-Pylon weckt kurz Shopping-Gelüste

Am Ende des Horsthofs trennen sich K1 und K4 aber. Während der K1 links zurück zum Klöcknerbahnweg führt, zweigt der K4 nach rechts ab und führt über einen lang gestreckten Feldweg, dem Vöhdeweg, nach Unna-Afferde. Dort fährt man über die Stadtgrenze nach Unna und dann einige Meter parallel an der Autobahn 1 entlang - ein ungleiches Wettrennen mit vorbei zischenden Fahrzeugen. Der Ikea-Pylon, der über den Autobahn-Damm ragt, weckt kurze Shopping-Gelüste - aber jetzt geht es ja um Freizeitspaß. Der wird noch einmal gesteigert, als es über den westlichen Zipfel des Hallohweges geht, dann die Dortmunder Allee überquert wird, um dann auf den Radweg am Massener Bach zu gelangen. Dort beginnt ein höchst idyllischer Radwegabschnitt.

Und jetzt auf dem K4: Felder, Fun und Flüsse - mit jetzt schon vier Videos vom K1 bis K4!

Am Massener Bach stehen die sogenannten Floating Stones, die im Kulturhauptstadtjahr gesetzt wurden. Über QR-Codes wird über die Renaturierung der Bäche informiert. © Janecke

Floating Stones: QR-Codes auf der Rückseite der Felsbrocken

An dem gut ausgebauten Radweg findet man am renaturierten Fluss nicht nur Natur, sondern auch Kultur. Es handelt sich um die sogenannten „Floating Stones“ von den Künstlern Anja Vormann und Gunnar Friel, die das Projekt mit „Natur 3000“ überschrieben haben. Die Steine sind 2013 im Rahmen des Projekts „Über Wasser gehen“ gesetzt worden. Auch am Pavillon an der Maibrücke, aber auch in Bergkamen, Lünen und Bönen, sind derlei Felsbrocken gesetzt worden. Auf ihren Rückseiten, also etwas versteckt, findet sich jeweils ein QR-Code, über die Infos zu dem Projekt abrufbar sind. Man muss aber mittlerweile durch hohes Gras stapfen, um sie zu finden. Für den QR-Code ist jetzt keine Zeit. Schließlich sind wir auf Feierabendtour und radeln dem Sonnenuntergang entgegen.

Und jetzt auf dem K4: Felder, Fun und Flüsse - mit jetzt schon vier Videos vom K1 bis K4!

Der K4 ist 10.4 Kilometer lang und erfordert eine Fahrtzeit von etwa einer Stunde - wenn man nicht dauern Fotos macht von den interessanten Haltepunkten wie die Floating Stones am Massener Bach. © xx

Vorbei an dem (be)rauschenden Goldruten-Meer

Der im Westen untergehenden Sonne, immer wieder verborgen hinter dichten Wolkenbergen, geht es hinterher Richtung Wasserkurl, nachdem der Weg an der Bachmündung zur Körne nach links abzweigt. Empfohlen sei hier ein Blick von der Holzbrücke auf die Körne, die dort munter sprudelt. Dann weiter die Körne entlang vorbei gerauscht an einem (be)rauschenden Goldruten-Meer, das jetzt am Körneufer in voller Blüte steht. Mit dem leichten Anstieg ist Wasserkurl erreicht. Auch hier gibt es ein Wiedersehen, aber nur kurz: Mit dem K3, der aber gleich wieder abknickt. Der K4 führt fast geradeaus über die Westicker Straße auf das Körnepättken - ebenso ein Radweg, der erst im Zuge der Renaturierung gebaut wurde. Wenige hundert Meter später ist der Scheitelpunkt der Tour erreicht. Wieder an einer Körnebrücke. Kurz gehalten, dann weiter gestrampelt - zurück über den Jägerweg.

Und jetzt auf dem K4: Felder, Fun und Flüsse - mit jetzt schon vier Videos vom K1 bis K4!

In Südkamen über den Siegeroth. Hier zweigt der beschilderte K4 an einer Stelle ab, an der es auf der Karte geradeaus geht. Es empfiehlt sich, der Beschilderung zu folgen. © Janecke

Hinunter zur Brücke am Schweineberg

Dort geht es kurz durchs Wohngebiet, das für den K3 schon durchquert wurde. Dieses Mal geht es aber nicht über den Birkenweg, wo die fantasievoll gestalteten Straßenschilder stehen (wer sie noch nicht gesehen hat: Ein Blick lohnt sich). Sondern zurück über die Wasserkurler Straße, wobei man das Feuerwehrgerätehaus hinter sich lässt und dann über das Hohe Feld Richtung Westick braust. Einige Dohlen flattern auf, als es zum Roggenkamp geht. Dort zweigt man vor der Unterführung rechts ab, strampelt kurz an der Bahnlinie Dortmund-Hamm entlang, um hinunter zur Brücke „Am Schweineberg“ zu sausen. Dort endet auch der gesperrte Betriebsweg des Lippeverbandes. Dort hat der Biologe Klaus-Bernhard Kühnapfel festgestellt, dass sich die Sperrung positiv auf den Bereich ausgewirkt hat - vor allem für dort brütende Vögel. Auch der Schmetterlingsreichtum ist groß. 140 unterschiedliche Arten hat er dort gezählt.

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So schön ist Kamen: Unterwegs auf dem K1

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So schön ist Kamen: Unterwegs auf dem K2

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So schön ist Kamen: Unterwegs auf dem K3

Die Tour verlängern, ohne sich abzustrampeln

Jetzt geht es schon in den Endspurt. Massener Bach und Körne waren Wegbegleiter auf dieser Strecke, die nun wieder in Südkamen endet. Wer die Tour etwas verlängern will, ohne sich dabei abzustrampeln, kann auf der K4-Tourkarte zwei gastronomischen Empfehlungen folgen. Genannt ist das Alte Gasthaus Schulze Beckinghausen von Gastwirt Ullrich Neumann - ein Traditionshaus, das dort an der Mühlenstraße seit 1837 steht. Überdies empfohlen für einen Abstecher: Das Haus Düfelshöft an der Südkamener Straße. Alles in allem auf dem K4: Felder, Flüsse und viel Fun!

VOM K1 BIS ZUM K10

ZEHN ROUTEN DURCH KAMEN

  • Die K(amener)-Routen 1-9 wurden bereits Anfang der 1980er-Jahre entwickelt. Neue Radwegeverbindungen wie der Seseke-Weg und eine Vielzahl von Verbesserungen im Radwegenetz ermöglichen nunmehr optimierte Strecken. Hinzugekommen ist voriges Jahr die Kulturroute K10 des Kulturkreises Kamen.
  • Die Touren sind alle zwischen 10 und 15 Kilometer lang, berühren auch die Nachbarstädte und -gemeinden und sind etwa in einer Stunde zu bewältigen.
  • Die Nutzung der K-Routentipps ist einfach: Die gewünschte Route – ob nach Länge, Schwierigkeitsgrad oder Sehenswürdigkeit – auswählen, in einer Halterung am Fahrrad-Lenker befestigen oder zwischendurch draufschauen. Schon kann es losgehen. Und wenn es etwas länger sein darf, lassen sich die Routen durch die vielen Überschneidungspunkte kombinieren. Die Karten, die man sich von der Seite der Stadtverwaltung herunterladen kann, sind kompatibel für die gängigen digitalen Endgeräte und Navigationssysteme. Die Downloads, Links und GPS-Daten gibt es unter www.fahrrad-kamen.de.
  • Möglich wurde die neue Ausgabe der Kamener Radkarten durch Fördermittel des Ministeriums für Verkehr des Landes Nordrhein-Westfalen, die die Stadt Kamen als Mitglied der Arbeitsgemeinschaft fußgänger- und fahrradfreundlicher Städte, Gemeinden und Kreise in NRW (AGFS) erhalten hat. Die neue Fahrradkarte ist im Fachbereich Planung, Bauen und Umwelt im Rathaus der Stadt Kamen erhältlich.

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