Umweltaktivist überreicht „Faktencheck“ an Bürgermeisterin

dzLKW-Verkehr

Ein Umweltaktivist hat den Kamener Stadtrat erneut mit dem Anwohnerprotest gegen Nebenwirkungen von Logistikbetrieben konfrontiert. Peter Streich ergriff das Wort und überreichte der Bürgermeisterin einen „Faktencheck“.

Kamen

, 06.12.2019, 11:53 Uhr / Lesedauer: 1 min

Peter Streich, selbst ernannter Vorkämpfer gegen Auswirkungen des LKW-Durchgangsverkehrs in Heeren-Werve, hat erneut die Einwohnerfragestunde des Rats genutzt. Der Anwohner der Landstraße Werver Mark bat Bürgermeisterin Elke Kappen (SPD), einen SPD-Antrag für ein Nachtfahrverbot „tatkräftig zu unterstützen“. Die Bürgermeisterin sagte Streich weitere Informationen zu dem Verfahren zu. Sie ließ offen, wie sie zu der Forderung inhaltlich steht. Eine Woche zuvor hatte der Planungs- und Straßenverkehrsausschuss auf SPD-Initiative beschlossen, dass die Stadtverwaltung die Aufnahme eines LKW-Nachtfahrverbots in den Lärmaktionsplan prüfen soll. Dieser soll bis 2020 vorliegen.

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Streich hat wiederholt das Recht genutzt, zu Beginn von Sitzungen das Wort zu ergreifen. Er war in früheren Einwohnerstunden von Sitzungsleitern, insbesondere Friedhelm Lipinski (SPD), wegen seiner mutmaßlich ausschweifenden Beiträge ermahnt worden. Erst in der vorigen Sitzung hatte Lipinski in diesem Zusammenhang von einer „Gefahr“ für den Sitzungsverlauf geprochen, auch wenn ihm Einwohnerfragen grundsätzlich willkommen sind.

Streich regte in der Ratssitzung an, die Einwohnerfragestunde so zu regeln, dass der Fragende genügend Zeit bekomme, seine Frage ausführlich begründen. „Zwei Minuten würden den Rat nicht an den Rand einer Krise führen“, sagte Streich. Die Bürgermeisterin sagte, Streich dürfe seine Fragen auch künftig vorher begründen.

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Abschließend übergab Streich der Bürgermeisterin ein Flugblatt mit dem Titel „Quo vadis Umwelt? Quo vadis Kamen?“ mit einem „Faktencheck“ über Auswirkungen des LKW-Verkehrs. Das dürfe er künftig „im Sinne des Klimaschutzes“ gerne auch digital übermitteln, sagte Kappen. In dem „Faktencheck“ heißt es, ein Nachtfahrverbot könne nur ein Kompromiss sein. Durch „explosionsartig gestiegenen“ LKW-Verkehr drohe der Verkehrsinfarkt.

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