Noch sechs Tage bleiben für eine Schlittschuhfahrt auf dem Markt, dann verabschiedet sich die Winterwelt aus Kamen. Die Bilanz der Standbetreiber fällt in diesem Jahr durchaus positiv aus.

von Niklas Mallitzky

Kamen

, 30.12.2018 / Lesedauer: 3 min

Das Weihnachtsfest ist vorüber, viele Weihnachtsmärkte haben ihre Stände bereits wieder abgebaut oder tun dies bis zum 31. Dezember. Die Kamener Winterwelt ist noch bis zum 5. Januar auf dem Markt zu Gast, schon jetzt ziehen die Standbetreiber eine erste Bilanz, und die fällt durchaus positiv aus.

„In dieser Saison war das Wetter besser“, ist sich Manuel Sperlich sicher. „Es gab weniger Regen und das wirkt sich natürlich auch auf die Besucherzahlen aus.“ Der Inhaber des Standes „Süßer Basar“ verkauft alles, was besonders Kinderherzen höherschlagen lässt. „Das war im vergangenen Jahr deutlich problematischer.“ Um möglichst viele Besucher auf einen Weihnachtsmarkt zu ziehen, müsse das Wetter kalt und trocken sein, so Sperlich. „Es ist noch nicht perfekt aber in den übrigen Tagen hoffe ich noch mal auf winterliche Temperaturen.“

Am Crêpes-Stand hat sich das Geschäft im Vergleich zum Vorjahr kaum verändert. Anders sieht das bei Marvin Heitmann aus. „Ich habe in diesem Jahr etwas weniger Einnahmen als sonst gemacht“ so Heitmann am Imbissstand. Die Schuld daran würden Regen und die warmen Temperaturen tragen. „Es mag im vergangenen Jahr mehr geregnet haben, aber dafür war es auch kühler. In diesem Jahr war es noch nicht einmal richtig kalt.“ Trotzdem bewege sich das Geschäft noch im Rahmen.

Trotz Dauerregens kommen die Kufenflitzer aufs Eis

Kinder, die sich noch nicht sicher genug fühlen, um ohne Hilfe über das Eis zu schlittern, bekommen einen „Lauflernpinguin“.Milk © Stefan Milk

Weniger Kriminalität

Auch sonst scheinen die Gewerbetreibenden auf der Winterwelt zufrieden mit dem Standort und der Organisation zu sein. Früher habe es hier deutlich mehr Probleme mit Störenfrieden gegeben, so Heitmann. Davon würde man fast gar nichts mehr mitbekommen. „Es gab keinen kritischen Zwischenfall bisher, es war sehr ruhig und friedlich.“

Das sei vor allem dem Sicherheitsdienst zu verdanken, der hier auch abends regelmäßig seine Runden dreht. Kleinere Vorfälle habe es auch in diesem Jahr gegeben, so haben Unbekannte die Stecker der Lichtanlage von Heitmanns Stand abgezogen und die Lichtschläuche aus den Verankerungen gerissen. „Das hat aber keine größeren Schäden verursacht.“ Einzig die Toiletten wurden in Mitleidenschaft gezogen, besonders bei den Herren wurde gewütet. Die Standbetreiber vermuten, dass hier Jugendliche am Werk waren.

Trotz Dauerregens kommen die Kufenflitzer aufs Eis

Erste Gehversuche auf dem Eis sind in diesem Tagen genauso zu beobachten, wie kleine Showeinlagen auf der Eisbahn.Milk © Stefan Milk

Spuren im Eis

Die Betreiber der Eisfläche sind ebenfalls zufrieden. 100 Besucher seien es mindestens pro Tag, erzählt Marcel Gotschlich, Mitarbeiter der Firma, die die Eisfläche betreibt. „Schulklassen ziehen den Schnitt dann manchmal noch nach oben.“ Auch hier ist der Regen das größte Problem, denn die stetigen Tropfen sorgen für eine sich ständig bewegende Wasseroberfläche, die länger zum Anfrieren braucht. Vandalismus gab es auch hier keinen, so Gotschlich: „Nur einmal hatten wir am morgen Spuren im Eis, die vorher nicht da waren.“

Trotz Dauerregens kommen die Kufenflitzer aufs Eis

Die Eisbahn der Winterwelt ist am heutigen Sonntag von 10 bis 19.30 Uhr geöffnet. Auch an Silvester darf von 10 bis 14 Uhr geschlittert werden. © Stefan Milk

Noch früher beginnen

Michael Glöckner ist der Betreiber der Almhütte und des Glasforums, er schließt sich den anderen Standbetreibern an. Im vergangenen Jahr wurden die Scheiben der Almhütte zerstört und immer wieder gab es Spuren von Eiern und Tomaten auf den Scheiben des Forums. „In diesem Jahr gab es das nicht.“ Was man noch verbessern könnte, das könne er zu diesem Zeitpunkt noch nicht sagen, meint Glöckner. „Diese Gedanken machen wir uns nach der Abschlussbilanz.“ Marvin Heitmann hat schon jetzt eine Idee. Denn die Tage nach Neujahr seien erfahrungsgemäß die umsatzschwächsten. „Vielleicht könnte man in Zukunft schon in der Woche vor dem Totensonntag die Winterwelt eröffnen.“ Für Heitmann ein Alleinstellungsmerkmal, das vielleicht noch mal mehr Besucher anziehen würde.

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